Nach der Pause zur richtigen Mentalität gefunden
Die Brühler NLA-Handballerinnen gewinnen nach einem Rückstand von sechs Toren doch noch 29:27 gegen die Spono Eagles.
Bericht: Fritz Bischoff
Foto: Balthasar Dörig
Vor einer Woche hatten die Handballerinnen des LC Brühl in der Nationalliga A das Spitzenspiel gegen Yellow Winterthur 25:32 verloren. Trainer Raphael Kramer hatte vor allem die Mentalität seiner Spielerinnen bemängelt. Dieser Mangel wurde auch in der Partie vom Sonntagabend in Nottwil gegen die Spono Eagles von Beginn weg wieder augenfällig. Es mangelte an Kampfeskraft, es häuften sich Fehler und schlechte Abschlüsse. Defensiv wurde nicht kompakt gearbeitet und offensiv wurde wenig Zwingendes kreiert. Die Folge der unbefriedigenden Leistung war in der 25. Minte beim 13:7 ein Rückstand von sechs Toren. Nach der 1.Halbzeit beim 10:14-Rückstand zeichnete sich wenig ab, das für den Rekordmeister gesprochen hätte, denn es war gesamthaft eine fahrige Leistung.
Weckruf in der Pause
In der Pause sprach das Trainerteam – insbesondere Goran Aleksic – mit klaren Worten vor allem die mangelnde Einstellung der Spielerinnen an. Dies wirkte sich in der 2.Halbzeit schon bald einmal positiv aus. Der Auftritt der St.Gallerinnen wurde überzeugender, williger und damit auch erfolgreicher. Mitte der zweiten Hälfte gelang beim 19:19 der Ausgleich, worauf Yara Mosimann mit einem Penalty die erstmalige Führung erzielte. In der restlichen Spielzeit wechselte die Führung zwischen den beiden Tems immer wieder hin und her. In den Schlussminuten dann war der LC Brühl endgültig das bessre Team. Der 29:27-Auswärtssieg war der verdiente Lohn für die Leistungssteigerung nach der Pause. «Die Spielerinnen haben in der zweiten Hälfte ihren Stolz und die richtige Mentalität wieder gefunden. Das ist der entscheidende Punkt zu unserem Sieg», zeigte sich Trainer Kramer erleichtert. Einen besonderen Beitrag zum Gewinn der zwei Punkte hatte Yara Mosimann geleistet. In überzeugender Art verwertete sie alle acht den Brühlerinnen zugesprochenen Penaltys.
Telegramm Handball Frauen
Spono Eagles - LC Brühl 27:29 (14:10)
SPZ – 180 Zuschauer – Sr.: Boshkoski/Stalder.
Strafen: 1-mal 2 Minuten die Spono Eagles und 3-mal 2 Minuten gegen den LC Brühl.
Spono Eagles: Hartz (10 Paraden)/Zürcher (0 P.); Von Rotz, Sutter (2), Cilurzo (2), Manduca (3), Strupler, Käser, Herger (13/5), Schmied (1), Egli, Pellaton (2), Röösli, Emmenegger (3), Bytyqi, Grüning (1).
LC Brühl: Kothen (6 Paraden und 1 Tor)/Kikanovic und Schäfer (nicht eingesetzt); Mierzwa, Kernatsch (1), Simova (2), Ackermann (1), Altherr (3), Truchot (2), Coker (5), Schnider (1), Mosimann (9/8), Eugster, Usik, Hess (2), Arpagaus (2).
Bemerkungen: Verhältnis vergebener Penaltys 0:0. LC Brühl ohne die verletzten Lauper, Baljak, Lüscher und Kaufmann.
Besondere Ehrung am letzten Heimspiel - 2x 200 SPL1-Spiele
Im Rahmen des Heimspiels gegen Yellow Winterthur ehrte der LC Brühl Handball zwei Spielerinnen für einen aussergewöhnlichen Meilenstein: Stéphanie Lüscher und Stefanie Eugster absolvierten jeweils 200 Spiele in der höchsten Schweizer Handball-Liga.
Stéphanie Lüscher wechselte 2020 von GC Amicitia zum LC Brühl Handball. In bislang 201 Spielen im Oberhaus erzielte sie 418 Tore und ist seither ein fester Bestandteil des Teams.
Stefanie Eugster stiess auf die Saison 2024/25 zum Rekordmeister und bestreitet aktuell ihre zweite Saison im Trikot der Brühlerinnen. In 203 Spielen in der höchsten Liga gelangen ihr 548 Tore. Zudem kann sie bereits 30 Einsätze für die Schweizer Nationalmannschaft vorweisen.
Cheftrainer Kramer würdigt die Leistung der beiden Spielerinnen: „200 Spiele in der höchsten Liga sind heute keine Selbstverständlichkeit. In einer Liga mit tiefem Altersdurchschnitt nehmen Stéphanie Lüscher und Stefanie Eugster eine wichtige Vorbildrolle ein und zeigen, was es bedeutet, den Handballsport beruflich wie privat mit grossem Engagement zu leben.“
Der LC Brühl gratuliert beiden Spielerinnen herzlich zu dieser grossartigen Leistung und bedankt sich für ihren langjährigen Einsatz, ihre Konstanz und ihre Leidenschaft für den Handballsport.
Nicht die geforderte Mentalität von Siegerinnen
Den Brühler Handballerinnen misslingt mit dem 25:32 die Revanche gegen Yellow Winterthur
Bericht: Fritz Bischoff, St.Galler Tagblatt
Fotos: Balthasar Dörig
In der Vorrunde hat der LC Brühl in der Nationalliga A der Handballerinnen auswärts bei Yellow Winterthur knapp 30:32 verloren und damit die zweite Saisonniederlage hinnehmen müssen. Bis zum zweiten Vergleich mit den Zürcherinnen haben die St.Gallerinnen nicht mehr verloren. Diese Serie fortzusetzen war das erklärte Ziel in der Partie gegen den Tabellenzweiten. Damit sollte auch Revanche für die Niederlage genommen werden. Doch aus dem Ansinnen wurde nichts. Das Team von Raphael Kramer verlor diskussionslos 25:32 und bezog damit die dritte Saisonniederlage. Der Trainer fand nach dem Spiel klare Worte zur Leistung seiner Spielerinnen. «Unsere Leistung entsprach nicht dem, was wir uns vorgenommen hatten. Es fehlte am Charakter, es fehlte die Disziplin, es fehlte die Bereitschaft und es fehlte die Körperlichkeit.» Damit gab er den Eindruck wider, den die grünweisse Equipe während der gesamten Spieldauer vermittelt hatte. Da war nicht ein geschlossenes Kollektiv am Werk, das um jeden Preis den Sieg wollte. Die Einsatzbereitschaft und der Kampf liessen in gleichem Masse Wünsche offen, wie dies die Konzentration tat.
20 Fehlwürfe und 12 Fehler
War die 1. Halbzeit mit wechselnden Führung resultatmässig noch mehr oder weniger ausgeglichen, so änderte sich dies nach der Pause. Yellow baute seinen 16:15-Vorsprung schnell auf drei Tore aus, ging mit einem Fünftorepolster in die Schlussviertelstunde und verwaltete diese Differenz ohne grössere Probleme bis zum Ende. Dies gelang ohne eine überzeugende Leistung abrufen zu müssen, denn ein Aufbäumen der Gegnerinnen zeichnete sich nie ab. Die kämpferische Einstellung dazu fehlte. Auch mental wurde das erforderliche Niveau nicht erreicht. Die Fehlerquote (12 unerzwungene Ballverluste) war zu gross. Sie ermöglichte es den Winterthurerinnen mit Gegenstössen immer wieder zu einfachen Treffern zu kommen. Knapp ein Drittel ihrer Tore fiel derart. Gleichermassen mangelhaft war die Wurfausbeute der Gastgeberinnen. 20 Fehlwürfe - deren fünf an die Torumrandung – ergaben eine schlechte Wurfquote von nur 56 Prozent. Da passte schlichtweg zu viel nicht zusammen, was für einen Punktgewinn hätte zusammenpassen müssen. Es wurde damit auch die Möglichkeit vergeben, allenfalls Yellow noch vom 2. Platz verdrängen zu können. Da der LCB als Dritter auf den Vierten Zug drei Punkte Vorsprung hat, wird er die Hauptrunde wohl auf dem aktuellen Tabellenrang beenden. Ob dieser Gedanke und die damit verbundene Folgerung, dass die Klassierung nach der Hauptrunde für die Finalrunde und die allfälligen Playoff-Spiele bedeutungslos ist, in den Köpfen der Spielerinnen war, bleibe dahingestellt. In den letzten beiden Spielen der Hauptrunde treffen die Brühlerinnen am kommenden Sonntag auswärts auf die Spono Eagles und am Mittwoch darauf empfangen sie zu Hause den DHB Rotweiss Thun.
Telegramm Handball Frauen
LC Brühl – Yellow Winterthur 25:32 (15:16)
Kreuzbleiche – 500 Zuschauer – Sr.: Abalo/Maurer.
Strafen: Gegen beide Teams je 4-mal 2 Minuten.
LC Brühl: Kothen (11 Paraden), Schäfer (nicht eingesetzt); Kernatsch (2), Baljak (7/3), Simova, Ackermann (2), Altherr (4), Truchot, Coker (2), Schnider (2), Mosimann, Lüscher (2), Eugster (1), Hess (2), Arpagaus (1), Kerestély.
Yellow Winterthur: Stüdemann von Ehrenstein (0 Paraden)/Chappuis (12 P. und 1 Tor); Vasic (5), Dvorak (3), Skoricova, Oliveira de Almeida (8), Barancova (3), Heer (2), Osterwalder, Drent (4/3), Mössner, Dübendorfer, Abramowicz (6).
Bemerkungen: Verhältnis vergebener Penaltys 0:0. LC Brühl ohne die verletzten Lauper, Kikanovic und Kaufmann. Stéphanie Lüscher und Stefanie Eugster vor dem Spiel für 200 Partien in der höchsten Liga geehrt.
Zwei Master-Coaches für ein Team
Die beiden Trainer der Handballerinnen des LC Brühl, Raphael Kramer und Goran Aleksić, haben das weltweit höchstmögliche Diplom erlangt.
Bericht und Foto: Fritz Bischoff, St.Galler Tagblatt
Die Nationalliga A-Handballerinnen des LC Brühl empfangen am Samstag (Spielbeginn 17.30 Uhr) im Spitzenspiel der Runde als Tabellendritter den Zweiten Yellow Winterthur. Für die Vorbereitung auf die Partie und das Coaching werden – wie seit zwei Jahren üblich - Raphael Kramer als Cheftrainer und sein Co- und Torhütertrainer Goran Aleksić verantwortlich sein. Die beiden überzeugen bei ihrer Arbeit mit viel Fachkompetenz. Der 33jährige Flawiler Kramer wurde schon mit 26 Jahren als jüngster A-Lizenztrainer der Schweiz diplomiert. Der zehn Jahre ältere Bregenzer Aleksić baut neben Trainerausbildungen auch auf seine grosse Erfahrung, die er während mehr als 20 Jahren als Handballprofitorhüter in verschiedenen Spitzenmannschaften und als österreichischer Internationaler sammeln konnte. Doch die beiden ruhen nicht auf ihrem bestehenden Wissen und Können aus. «Ich bin wissbegierig, um besser zu werden. Es geht nicht um Lizenzen, sondern um Ausbildung», sagt Raphael Kramer. Er spricht damit die Ausbildung zum EHF Master Coach der Europäischen Handballföderation (EHF) an, die er zum Ende des vergangenen Jahres abgeschlossen hat. Der Oberstufenlehrer in Oberbüren hat damit die höchste Stufe der Trainerausbildung erreicht. Die Ausbildung und das Diplom zum EHF Master Coach beinhalten auch die EHF Pro Lizenz, welche bei Spielen in EHF-Wettbewerben als Coaching-Berechtigung nachgewiesen werden muss. Die gesamte Ausbildungsdauer von April bis Dezember 2025 belief sich auf rund 200 Stunden. Dazu kam noch das Verfassen einer Master Thesis.
Auch Andy Schmid wurde diplomiert
Aus der Schweiz wurden neben Kramer auch noch der Schweizer Nationaltrainer Andy Schmid, der Wacker Thun Trainer Remo Badertscher und Sascha Schönholzer von GC Amicitia Zürich diplomiert. «Nicht nur wegen der Teilnehmer, sondern auch wegen der Referenten wie etwa Filip Jicha von THW Kiel, Gudjon Value Sigurdsson vom VfL Gummersbach oder Mattias Andersson vom Deutschen Nationalteam war das Niveau der Ausbildung auf einem sehr hohen Level. Der Austausch unter den Absolventen aus ganz Europa und den Referenten ergab ein Netzwerk erster Güte», schwärmt der Brühler Trainer. Die Ausbildung ermöglicht ihm auch Trainerjobs auf internationaler Ebene. «So weit in die Zukunft will ich aber nicht denken. Mein Traum ist es, mit dem LCB international so weit zu kommen, dass meine EHF Pro Lizenz benötigt wird. Ich bin von unserem Weg überzeugt. Ein wichtiger Begleiter ist für mich dabei Goran Aleksić. Wir arbeiten mit viel gegenseitigem Vertrauen in harmonischer Art und Weise zusammen.»
Die Faszination der Torhüterposition
Der Co- und Torhütertrainer empfindet die Zusammenarbeit mit seinem Cheftrainer gleichermassen positiv. «Ich kann in meinem Bereich aufgrund des gegenseitigen Vertrauens eigenständig arbeiten. Wir tauschen uns regelmässig aus, ohne dass wir immer die gleiche Meinung haben müssen», sagt Aleksić, der nicht nur beim LC Brühl Torwarttrainer ist, sondern auch noch beim B-Ligisten SV Fides und bei den Schweizer Juniorinnen-Nationalteams U20 und U23. Dass der 203 cm grosse gebürtige Serbe, der 2009 zu Bregenz und damit nach Österreich kam, zu einem akribisch und kompetent arbeitenden Torhütertrainer wurde, liegt in der selbst erlebten Faszination der Torhüterposition. «Schon als Junior hütete ich das Tor. Es ist das Besondere, in einem Team für seine Leistung die Verantwortung selbst tragen zu müssen. Am Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg ist man trotz einer gewissen Unterstützung der Feldspieler am Ende ganz allein beteiligt. Im Endeffekt ist man selbst dafür zuständig, ob der Ball ins Tor geht oder nicht.» Dies alles waren für Goran Aleksić – dessen Frau auch Handballerin war und dessen beide Kinder auch dem Sport ihres Vaters frönen - Motivationsgründe, um die EHF Goalkeeper Spezialtrainer-Ausbildung und auch jene des Deutschen Handballbundes zu absolvieren. Damit schloss er die höchstmöglichen Stufen erfolgreich ab. «Der Handball verändert sich ständig, weshalb es entscheidend ist, die aktuellen Entwicklungen im Blick zu behalten. Torhüter sind dabei sehr wichtig. Ihre Ausbildung erfordert Spezialwissen», sagt der Fachmann und denkt dabei an die Positionierung, Koordination, das Lesen von Wurfrichtungen, die Entscheidungsfindung im Umschaltspiel oder die Zusammenarbeit mit der Abwehr.
LC Brühl zweifach im Cup-Halbfinal
St.Galler Handballerinnen gewinnen mit dem ersten und dem zweiten Team ihre Cup-Viertelfinalpaarungen
Bericht: Fritz Bischoff, St.Galler Tagblatt
Foto: Balthasar Dörig
Dass das Nationalliga A-Team der Handballerinnen des LC Brühl seinen Cup-Viertelfinal beim Erstligisten SG Muotathal/Myten problemlos mit 38:16 für sich entscheiden konnte, ist die Vollzugsmeldung der Erwartungen. Der 32:27-Sieg beim Erstligisten LK Zug «3» und damit die Halbfinalqualifikation des Brühler NLB-Teams dagegen ist keine Selbstverständlichkeit. So treffen die beiden St.Galler Teams wie schon vor zwei Jahren im Halbfinal aufeinander. Das Cupreglement des Verbandes sieht dies so vor, damit ausgeschlossen werden kann, dass im Final zwei Teams des gleichen Vereins gegeneinander spielen.
Zittern bis in die Schlussphase
Das Spiel zwischen dem LK Zug «3» und dem LC Brühl «2» war bis in die Schlussminuten umstritten. Das Heimteam führte nach dem 6:5 in der 13. Minute nie mehr. Es liess es aber in der Folge auch nie zu, dass die Gegnerinnen eine vorentscheidende Differenz zu ihren Gunsten hätten erspielen können. «Es war für mich ein Zittern bis zur 50 Minute. Doch jetzt bin ich sehr stolz. Wir haben es unter die besten vier Teams der Schweiz geschafft», zeigte sich Trainerin Azra Mustafoska erleichtert. Dass sich ihre Spielerinnen, von denen jede mindestens ein Tor erzielte, nicht in Sicherheit wiegen konnten, lag an ihnen selbst. Die Leistung war während 60 Minuten schwankend und immer wieder fehlerhaft. 20 unerzwungene Ballverluste standen am Ende auf dem Statistikblatt. «Ja, wir hatten offensiv und defensiv gute und schlechte Phasen. Es gelang uns aber immer wieder, uns zurückzukämpfen. Dies ergab ein gutes Gefühl, denn wir wollten unbedingt in den Halbfinal», sagt die 17jährige Juniorinnen-Nationalspielerin und siebenfache Torschützin Cristina Hofstetter. Am Ende war der 32:27-Sieg der St.Gallerinnen gegen einen Gegner, der das Spiel auch bei sechs Toren Rückstand nicht verloren gab und die Differenz bis zur drittletzten Minute wieder auf drei Treffer verkleinert hatte, dank der kämpferischen und teammässig ausgeglichenen Leistung, verdient.
Jenny Schäfers Glanzleistung als 47jährige
Verdient, diskussionslos und unbestritten war der 38:16-Sieg des LC Brühl «1» bei der SG Muotathal/Myten. Die St.Gallerinnen führten schnell 4:0 und bauten in der Folge ihre Führung kontinuierlich aus. «Wir konnten unseren Plan auch dank unserer konsequenten Defensivarbeit ungefährdet durchspielen», freute sich Captain Mirjam Ackermann, die mit fünf Würfen fünf Tore erzielte. Doch die Kreisläuferin war nicht die auffallendste Akteurin. Diese Auszeichnung kam Torhüterin Jenny Schäfer zu. Die 47jährige übernahm nach der Pause den Posten von Norah Kothen und brillierte mit einer unglaublichen Leistung. Sie wehrte 12 von 20 Bällen ab und erreichte so eine Quote von 60 Prozent. Treffsicherste Brühlerin war Stéphanie Lüscher mit sieben Toren.
Telegramme Cup Viertelfinal Frauen
SG Muotathal/Myten - LC Brühl SPL1 16:38 (8:16)
MZH Muotathal –150 Zuschauer – Sr.: Brüstle/Wedrychowski.
Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen Muotathal/Myten und 1-mal 2 Minuten gegen den LC Brühl.
LC Brühl: Kothen (4 Paraden)/Schäfer (12 P.); Kernatsch, Baljak (1), Simova (2), Ackermann (5), Altherr (1), Truchot (4), Schnider (4), Mosimann (3/1), Lüscher (7), Eugster (4), Hess (3). Arpagaus (4),
LK Zug «3» - LC Brühl SPL 2 27:32 (11:13)
Sporthalle Zug –106 Zuschauer – Sr.: Eberhard/Lanz.
Strafen: 0-mal 2 Minuten gegen Zug und 6-mal 2 Minuten gegen den LC Brühl.
LC Brühl: A.Schildknecht (13 Paraden)/J.Schildknecht (1 P.); Lichtensteiger (6/3), Rhyner (1), Rütsche (2), Rigatti (4), Mierzwa (5), Maahsen (1), Hofstetter (7/2), Sieber (1), Schmid (3), Usik (2).
Zweimal in der Favoritenrolle
Im Schweizer Cup der Frauen haben sowohl das erste als auch das zweite Team des LC Brühl den Einzug in die Viertelfinals geschafft. Beide Mannschaften treffen am Samstag auf Gegnerinnen aus tieferen Ligen und gehen damit als Favoritinnen in ihre Partien. Entsprechend gross sind die Chancen auf die Qualifikation für den Halbfinal.
Das NLA-Team der St.Gallerinnen spielt auswärts um 17.00 Uhr gegen den Erstligisten SG Muotathal/Mythen Shooters, der die Hauptrunde auf dem dritten Rang beendet hat. Für Brühl-Trainer Raphael Kramer gibt es keine Zweifel an der Zielsetzung: «Ein Sieg in Muotathal ist Pflicht.»
Auch das NLB-Team des LC Brühl bestreitet sein Viertelfinalspiel auswärts. Um 18.00 Uhr treffen sie auf den Erstligisten LK Zug. Trainerin Azra Mustafoska formuliert die Erwartungen etwas weniger strikt, macht die Ausgangslage jedoch ebenfalls klar: «Gegen Zug sind wir favorisiert. Dieser Rolle müssen wir gerecht werden.»
Sollten beide Brühler Teams ihre Aufgaben erfolgreich lösen, käme es im Halbfinal zu einem vereinsinternen Duell. Diese Regelung ist im Cup-Reglement verankert, um zu verhindern, dass ein möglicher Final ausschliesslich zwischen zwei Teams desselben Vereins ausgetragen wird. Bereits vor zwei Jahren kam diese Bestimmung zur Anwendung: Damals setzte sich LCB 1 im Halbfinal mit 36:24 gegen LCB 2 durch und gewann später den Cup mit einem 37:30-Erfolg gegen den LK Zug.
Für Azra Mustafoska stellt diese Regelung kein Problem dar. «Es ist, wie es ist. Wir messen uns gerne mit höherklassigen Mannschaften. Unser Ziel ist es, zu gewinnen oder den Favoriten möglichst lange zu fordern», sagt die 38-Jährige. Die ehemalige Nationalspielerin, die mit 355 Einsätzen in der Nationalliga A noch immer einen Rekord hält, zeigt sich motiviert und ehrgeizig. Kürzlich hat sie zudem die Ausbildung zur A-Lizenztrainerin abgeschlossen.
«Mein langfristiges Ziel ist es, einmal als Trainerin in der Nationalliga A zu arbeiten. Ich gehe diesen Weg aber ohne Druck. Wenn der richtige Zeitpunkt kommt, werde ich bereit sein», erklärt die 50-fache Ex-Internationale. Dass dabei auch das Trainerinnenamt beim LC Brühl in der höchsten Liga eine Option sein könnte, schliesst sie nicht aus.
Foto: Fritz Bischoff
LC Brühl nach Anlaufschwierigkeiten zum sicheren Sieg
Bericht: Fritz Bischoff, St.Galler Tagblatt
Es war für den LC Brühl nach dem rund zweimonatigen Meisterschaftsunterbruch ein harziger Start in die Partie gegen den HV Herzogenbuchsee. Am Ende jedoch war der 32:26-Auswärtssieg ein verdienter Erfolg gegen einen Gegner, dessen spielerische Mittel eher limitiert waren. Trotzdem erwischten die Bernerinnen gegen die ungenau und fehlerhaft agierenden St.Gallerinnen den besseren Auftakt in das Spiel. Sie übernahmen die Führung, liessen erst in der 5. Minute den ersten Gegentreffer zu und mussten kurz vor der Pause beim 10:11 erstmals dem LC Brühl die Führung zugestehen.
«Nach nur zwei Trainings nach der Weihnachts-/Neujahrspause fehlte unserem Spiel die Sicherheit und Präzision. Es waren Kleinigkeiten, die nicht passten. Wir konnten uns jedoch im Verlaufe der Begegnung steigern», fasste die zur Bestplayerin gewählte sechsfache Torschützin Leonie Arpagaus zusammen. So agierte der Rekordmeister zu Beginn der zweiten Hälfte gefestigter, musste die Führung nie mehr abgeben und lag Mitte der 2. Halbzeit mit vier Treffern vorne. Wesentlichen Anteil am Umstand, dass der Sieg nicht mehr in Gefahr geriet, hatte Yara Mosimann. Nach mehr als einjähriger Verletzungspause kam sie in der 41. Minute erstmals ins Spiel und zeichnete sich in der Folge vor allem als sichere Penaltyschützin mit vier Treffern aus. So konnte Arpagaus schliesslich festhalten: «Es hat Spass gemacht, denn ich hatte nie das Gefühl, dass wir nicht zu unserem achten Saisonsieg kommen würden.» Die nächste Meisterschaftspartie steht für die Brühlerinnen nach dem Cup-Viertelfinal erst am übernächsten Samstag an. Gast zum Spitzenspiel in der Sporthalle Kreuzbleiche ist dann der Tabellenzweite Yellow Winterthur.
HV Herzogenbuchsee - LC Brühl 26:32 (11:12) Mittelholz –150 Zuschauer – Sr.: Henning/Meier.
Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen Herzogenbuchsee und 3-mal 2 Minuten gegen den LC Brühl.
HV Herzogenbuchsee: Käser (6 Paraden und 1 Tor)/Billeter (1 P.)/Bösiger (1 P.); Gränicher (2), Hofer, Teuscher, Haas (1), Roth, Widmer (9/1), Gygax (2), Husmann, Schmied (3), Sturny (2), Pfäffli (6/1), Arrigoni.
LC Brühl: Kothen (8 Paraden)/Kikanovic (5 P.); Kernatsch (5), Arpagaus (6), Simova, Ackermann (2), Altherr (1), Truchot (2), Coker (4), Schnider (3/1), Mosimann (5/4), Lüscher (2), Eugster (1), Usik, Hess (1).
Bemerkungen: Verhältnis vergebener Penaltys 1:1. LC Brühl ohne die verletzten Kaufmann, Lauper und Baljak sowie die erkrankte Kerestély.
Bild: Balthasar Dörig
LC Brühl Favorit im ersten Spiel des neuen Jahr
Mit dem Auswärtsspiel am Mittwochabend beim HV Herzogenbuchsee steigen die NLA-Frauen des LC Brühl nach fast zweimonatigem Unterbruch in die entscheidende Phase der Hauptrunde ein. Bis Ende Januar stehen noch vier Partien auf dem Programm, bevor im Februar die Finalrunde der besten sechs Teams beginnt.
Mit 15 Punkten aus zehn Spielen haben sich die St.Galler Titelverteidigerinnen das Ticket für die Finalrunde bereits gesichert. Der Vorsprung auf Rang sieben, aktuell DHB Rotweiss Thun, beträgt komfortable elf Punkte. Ganz anders präsentiert sich die Situation beim kommenden Gegner: Herzogenbuchsee steht mit fünf Punkten nur knapp vor den Thunerinnen und ist entsprechend dringend auf Zählbares angewiesen.
Personell kann LC-Brühl-Trainer Raphael Kramer im Vergleich zum November wieder aus dem Vollen schöpfen. Nach längeren verletzungsbedingten Ausfällen stehen Yara Mosimann, Katarina Simova und Alexandra Usik wieder zur Verfügung. Lediglich Torhüterin Denise Kaufmann befindet sich weiterhin im Aufbautraining.
Auch abseits des Spielfelds nutzten die Brühlerinnen die WM-Pause im Dezember für wichtige Weichenstellungen: Captain Mirjam Ackermann (27) verlängerte ihren Vertrag bis 2027, Ursina Schnider (20) bleibt dem Verein mindestens bis 2028 erhalten und Nachwuchshoffnung Leonie Arpagaus (21) band sich sogar bis 2029 an den LC Brühl.
Mit dieser personellen Stabilität reisen die St.Gallerinnen zwar als Favoritinnen nach Herzogenbuchsee, doch Kramer mahnt zur Vorsicht:
«Ein Selbstläufer wird das keinesfalls. Ich erinnere an das Spiel vor zwei Jahren, als wir ebenfalls Anfang Januar in Herzogenbuchsee überraschend 27:28 verloren haben.»
Bild: Beatrice Hänsler
Mirjam Ackermann verlängert beim LC Brühl Handball bis 2027
Der LC Brühl Handball freut sich, die Vertragsverlängerung von Captain Mirjam Ackermann bekanntzugeben. Die 27-jährige Kreisläuferin bleibt dem Verein mindestens bis 2027 erhalten und setzt damit ein wichtiges Zeichen für Stabilität, Erfahrung und Identifikation beim Schweizer Rekordmeister.
Mirjam bringt nicht nur sportliche Qualität, sondern auch Führungsstärke mit: In 138 NLA-Spielen erzielte sie bisher 134 Tore und überzeugt insbesondere mit ihrer defensiven Präsenz. Ihr Einfluss zeigt sich jedoch weit über Statistiken hinaus – sie trägt Verantwortung, führt unser Team auf und neben dem Feld und ist seit Jahren prägender Bestandteil der Mannschaft.
Cheftrainer Raphael Kramer sagt zur Verlängerung:
„Mirjam gehört zu den Spielerinnen, die man als Mannschaftsführerin unbedingt im Team behalten möchte. Sie ist in der Abwehr eine zentrale Stütze, bringt viel Erfahrung und Einsatz mit und lebt unsere Werte jeden Tag vor. Ich freue mich sehr, dass wir mit ihr weiterhin auf Konstanz und Führungsqualität bauen können.“
Statement von Mirjam Ackermann:
„Ich freue mich sehr, meinen Vertrag beim LC Brühl bis 2027 zu verlängern. Seit 16 Jahren ist der Verein meine sportliche Heimat. Als Captain möchte ich weiter vorangehen, Vorbild sein und Verantwortung übernehmen – auf und neben dem Feld. Ich freue mich auf die kommenden Herausforderungen und darauf, noch viele tolle Momente und Erfolge im LC-Brühl-Trikot zu erleben.“
Mit dieser Vertragsverlängerung bleibt eine Identifikationsfigur an Bord – und ein wichtiger Baustein für die Zukunft unseres SPL1-Teams.
Bild: Marco Ellenberger
Raphael Kramer besteht erfolgreich den EHF Master Coach – herzliche Gratulation!
Der LC Brühl Handball freut sich ausserordentlich, die erfolgreiche Absolvierung der höchsten europäischen Trainerausbildung durch Cheftrainer Raphael Kramer bekanntzugeben: den EHF Master Coach.
Diese Ausbildung stellt die oberste Stufe der Trainerqualifikation im europäischen Handball dar und wird in Kooperation zwischen der European Handball Federation (EHF) und dem Deutschen Handballbund (DHB) durchgeführt. Sie umfasst drei intensive Präsenzwochen im Rahmen bedeutender Events wie dem DHB Final4, einem Länderspiel sowie der Frauen-Weltmeisterschaft.
Neben den theoretischen und praktischen Modulen musste Raphael zudem eine anspruchsvolle Masterarbeit zum Thema „Abwehr gegen zentrale Isolation“ verfassen und erfolgreich verteidigen.
„Der Kurs zum EHF Master Coach hat mir grosse Freude bereitet. Die drei intensiven Präsenzwochen mit erstklassigen Inhalten und dem wertvollen Netzwerk von 18 Gleichgesinnten sowie das Verfassen der Master Thesis haben mich sowohl als Trainer wie auch als Mensch weiterentwickelt. Ich möchte dem LC Brühl und meinem gesamten Umfeld herzlich für die Unterstützung danken" - meint Raphael Kramer.
Wir gratulieren Raphael herzlich zu diesem bedeutenden Meilenstein und sind stolz, einen solch engagierten, kompetenten und entwicklungsorientierten Trainer an unserer Seitenlinie zu wissen.
Gratulation, Raphi – wir freuen uns auf die gemeinsame Zukunft!










