Duell der Nationaltorhüterinnen Claire Hartz und Lea Schüpbach
Nach zwei Runden bei den Nationalliga A-Handballerinnen sind mit dem LC Brühl, GC Amicitia Zürich und Yellow Winterthur nur noch drei der acht Teams ohne einen Punktverlust. Mit den St.Gallerinnen und den Winterthurerinnen treffen in der dritten Runde zwei dieser Equipen aufeinander. Am Samstag um 17.00 Uhr ist in der neuen Winterthurer Sporthalle Anpfiff. Letztmals begegneten sich die beiden Teams im Playoff-Halbfinal im Mai dieses Jahres. Mit 28:24 und 37:24 sicherten sich die Brühlerinnen die Finalqualifikation. Diese Partien als Massstab für das neuste Zusammentreffen zu nehmen, ist kaum passend. Yellow ist nämlich der eigentliche Königstransfer der Liga gelungen. Lea Schüpbach ist vom französischen Erstligisten Plan de Cuques in die Schweiz zurückgekehrt. Die 28jährige Nationalmannschaftstorhüterin ist damit nach sieben Jahren im Ausland zu ihrem Stammverein zurückgekommen – bei dem sie schon von 2009 bis 2017 aktiv war. Im Nationalteam ist die 178 cm grosse Torhüterin mit ihren 73 Länderspieleinsätzen als Nummer 1 gesetzt.
Sieben Jahre Altersunterschied
Eine Nationaltorhüterin hat seit dieser Saison auch der LC Brühl in seinem Kader. Von den Spono Eagles kommend hat Claire Hartz in die Ostschweiz gewechselt. Die 21jährige hat bisher neun Länderspiele bestritten, nachdem sie in Nachwuchs-Nationalteams schon zu 59 Einsätzen gekommen war. Die 181 cm grosse Keeperin hat in den bisherigen zwei Meisterschaftsspielen bewiesen, welch wichtigen Rückhalt sie für den Rekordmeister ist. Dass nun in Winterthur der Vergleich der beiden Nationalteamtorhüterinnen ansteht, will sie nicht überbewerten. «In erster Linie ist die Partie ein Meisterschaftsspiel gegen Yellow, das wir gewinnen wollen. Ich mache mir bezüglich des Duells gegen Lea Schüpbach keinen Druck. Ähnliche Situationen gab es für mich auch schon, als ich mit den Spono Eagles gegen GC Amicitia Zürich, wo unsere dritte Nationalmannschaftstorhüterin Sereina Kuratli zwischen den Pfosten steht, spielte.» Viel wichtiger als der Torhüterinnenvergleich ist für Hartz, dass in ihrem Team die zuletzt zahlreichen kranken Spielerinnen wieder einsatzfähig sind und mit der Serbin Jelena Knezevic eine wichtige Verstärkung gefunden werden konnte.
Yellow Winterthur - LC Brühl Handball
Samstag, 12.09.2026, 17.00 Uhr I Win4 Stratos, Winterthur I SR: Abalo Sergio, Maurer Philippe.
Nach der Gala den Widerwertigkeiten getrotzt
Die Brühler Nationalliga A-Handballerinnen gewinnen mit vielen Problemen bei Herzogenbuchsee 23:22.
Bericht: Fritz Bischoff, St.Galler Tagblatt
Bild: Béatrice Hänsler
Der 47:23-Sieg des LC Brühl gegen Rotweiss Thun vor einer Woche in der ersten Runde der Nationalliga A-Meisterschaft der Handballerinnen war eine eigentliche Galavorstellung. Der Tempohandball der St.Gallerinnen mit 27 Treffern als Folge einer schnellen Angriffsauslösung war beeindruckend. Davon war in der zweiten Saisonpartie beim Auswärtsspiel gegen den HV Herzogenbuchsee nichts mehr auszumachen. Vier Gegenstosstore – bei deren sieben der Bernerinnen – schaffte der Rekordmeister. Trotzdem siegte er am Ende 23:22. «Ich habe meinen Spielerinnen nach der Partie gesagt, dass ein gutes Team auch an einem schlechten Tag gewinne - und wir hatten wirklich einen schlechten Tag mit viel Pech und Unvermögen», erklärte Trainer Raphael Kramer.
Nur 255 Sekunden in Führung
Von der 60-minütigen Spielzeit lag der LC Brühl nur fünf Mal während total 255 Sekunden mit einem Treffer in Führung. Ansonsten stand die Partie unentschieden oder die Gastgeberinnen führten mit bis zu drei Toren. Die längste Führung der Brühlerinnen war jene mit den 94 Sekunden nach dem 23:22 in der zweitletzten Minute bis zum Spielende. Dass damit der Sieg doch noch Tatsache wurde, hatte der LC Brühl seiner überragenden Torhüterin Claire Hartz zu verdanken. Mit ihrer 18. erfolgreichen Abwehraktion in der Schlusssekunde hielt sie die zwei Punkte fest und damit einen Sieg, der lange nicht realisierbar schien. Die schlechte und mit 17 unerzwungenen Ballverlusten extrem fehlerhafte Leistung hatte für Kramer Gründe. «Wir hatten unter der Woche zahlreiche kranke Spielerinnen. Fünf Spielerinnen waren gegen Herzogenbuchsee nicht einsatzfähig und einzelne traten an, ohne unter der Woche auch nur ein einziges Training absolviert zu haben. Dies alles wegzustecken, dazu fehlte es meinem Team an Mut und Reife.» So kam es zur Zitterpartie für die St.Gallerinnen, die gegen den gut eingestellten Gegner offensiv und defensiv kaum einmal griffige Mittel fanden. Es mangelte ganz einfach an allen Ecken und Enden. Die unbefriedigende Leistung setzte in den Absprachen und der Kompaktheit in der Verteidigung ein, führte über die nicht zwingende Angriffsauslösung zu komplizierten Offensivabläufen bis zum zu langsamen und unkoordinierten Rückzugsverhalten. So waren die zwei Punkte am Ende trotz vieler Widerwertigkeiten das Beste der 60 Minuten in Herzogenbuchsee.
HV Herzogenbuchsee - LC Brühl 22:23 (11:11)
Mittelholz – 153 Zuschauer – Sr.: Héctor Albert Gallardo/Oscar Albert Gallardo.
Strafen: 2- mal 2 Minuten gegen Herzogenbuchsee (inkl. Disqualifikation Pfäffli 52. Minute) und 1– mal 2 Minuten gegen den LC Brühl.
HV Herzogenbuchsee: Käser (14 Paraden und 1 Tor)/Billeter (nicht eingesetzt); Gränicher, Hofer (1), Teuscher, Braschoss, Haas (3), Lüthi (1), Strub (1), Roth (1), Widmer (4/1), Gygax (1), Rieder (4/2), Sturny (3), Pfäffli (2).
LC Brühl: Hartz (18 Paraden)/Kaufmann (nicht eingesetzt); Rhyner (2), Kernatsch (3), Ackermann (5), Altherr (6/2), Mierzwa (2), Truchot (1), Coker (2), Schnider (1), Mosimann, Hess (1), Arpagaus.
Bemerkungen: Verhältnis vergebener Penaltys 1:0. LC Brühl ohne die verletzten oder erkrankten Simova, Eugster, Usik, Baljak und Kothen.
Das Tempospiel weiter forcieren
Die Brühler Nationalliga A-Handballerinnen sind mit einem 47:23-Heimsieg gegen Rotweiss Thun in die neue Saison gestartet. 27 Tore waren das Ergebnis eines Tempogegenstosses. Bei 46 Angriffen stand am Anfang die schnelle Auslösung der Offensivaktion. Genau dies ist das Spielkonzept, das Trainer Raphael Kramer von seinem Team fordert. So zeigte er sich nach dem Gewinn der ersten beiden Saisonpunkte auch zufrieden – sogar ein wenig stolz. Auf diesem Weg soll es weitergehen. Auch im Auswärtsspiel vom Samstag gegen den HV Herzogenbuchsee ist das Spielkonzept gegeben. Die Bernerinnen, die in der ersten Runde 23:33 gegen Yellow Winterthur verloren, dürften jedoch vom Tempospiel der St.Gallerinnen weniger überrascht sein, als dies bei Rotweiss Thun der Fall war. Sie sprechen im Vorfeld denn auch von einer anspruchsvollen Aufgabe und vielen gegnerischen Qualitäten, die sie erwarte. Zuversichtlich stimmt das Team des neuen Trainergespanns Fabian Bigler und Margo Felegyi die Tatsache, dass in der vergangenen Saison das letzte Aufeinandertreffen 31:29 gewonnen werden konnte. «Von Beginn weg konzentriert auftreten, in der Abwehr kompakt stehen und im Angriff die sich bietenden Chancen konsequent nutzen», lautet die Devise von Herzogenbuchsee, die den LC Brühl in Schwierigkeiten bringen soll.
Bericht: Fritz Bischoff, St.Galler Tagblatt
Bild: Balthasar Dörig
HV Herzogenbuchsee - LC Brühl Handball
Samstag, 5. September 2026, 18.00 Uhr
Mittelholz, Herzogenbuchsee
LC Brühl Handball verstärkt den Rückraum mit Jelena Knežević
Der LC Brühl Handball verstärkt sich mit der serbischen Rückraumspielerin Jelena Knežević. Mit der 28-Jährigen gewinnen wir eine international erfahrene Spielerin, die unserem Team zusätzliche Qualität, Physis und Führungsstärke verleihen wird.
Mit Jelena Knežević dürfen wir eine erfahrene Rückraumspielerin beim LC Brühl Handball willkommen heissen. Die 1,84 Meter grosse Rechtshänderin ist vorwiegend auf der Position Rückraum links zuhause und bringt neben ihren handballerischen Qualitäten viel internationale Erfahrung mit nach St.Gallen.
Zuletzt stand Knežević beim polnischen Verein PR Koszalin unter Vertrag. Mit dem slowakischen Verein MKS IUVENTA Michalovce war sie auch auf europäischer Bühne im Einsatz und erzielte in der Saison 2024/25 im EHF European Cup elf Treffer. Zuvor sammelte sie unter anderem mit SPD Radnički Kragujevac Erfahrung in der EHF European League.
Für Jelena waren bei ihrer Entscheidung für den LC Brühl Handball insbesondere die Professionalität, die Tradition unseres Vereins sowie die sportlichen Entwicklungsmöglichkeiten ausschlaggebend.
Jelena Knežević:
«Ich habe mich für den LC Brühl Handball entschieden, vor allem wegen der Professionalität, der grossen Tradition und der Möglichkeit, bei einem so renommierten Verein Neues zu lernen und mich als Spielerin weiterzuentwickeln.»
Wir sind überzeugt, dass Jelena mit ihrer Persönlichkeit und ihrer grossen Erfahrung eine wertvolle Verstärkung für unsere Mannschaft sein wird. Neben ihren Qualitäten auf dem Spielfeld bringt sie genau jene Mentalität und Führungsstärke mit, die wir für unseren Rückraum gesucht haben.
Raphael Kramer (Cheftrainer):
«Wir haben mit Jelena einen Menschen gefunden, der genau in unser gesuchtes Profil passt. Mit ihrer Mentalität, Energie, ihrem Leadership sowie natürlich ihrer handballerischen Klasse und Erfahrung wird sie unser Team nochmals verbessern. Es ist grossartig, dass sie sich für unser Projekt entschieden hat. Herzlich willkommen, Jelena!»
Mit der Verpflichtung von Jelena Knežević ergänzen wir unseren Rückraum gezielt um eine erfahrene und vielseitige Spielerin. Wir freuen uns sehr, Jelena ab sofort in unseren Reihen zu haben und gemeinsam mit ihr die kommenden Herausforderungen anzugehen.
Herzlich willkommen beim LC Brühl Handball, Jelena!
Mit dem Tempospiel die Gegnerinnen überfordert
Die Brühler Nationalliga A-Handballerinnen starten mit einem 47:23-Heimsieg gegen Rotweiss Thun in die neue Saison.
Bericht: Fritz Bischoff
Bild: Balthasar Dörig
3:0 nach sechs Minuten, 6:1 nach acht Minuten, 10:2 nach einer Viertelstunde. Die Kräfte- und Stärkeverhältnisse im ersten Nationalliga A-Spiel der neuen Handballsaison zwischen dem LC Brühl und Rotweiss Thun waren schnell geklärt. Es war von Beginn weg das Tempospiel der St.Gallerinnen, das die Bernerinnen überforderte. Die Spielerinnen setzten das um, was ihr Trainer Raphael Kramer gefordert hatte. Aus einer agilen Defensivarbeit heraus sollte jeder Angriff mit hoher Intensität in Richtung gegnerisches Tor gestartet werden. Dass am Ende der Rekordwert von 47 Treffern realisiert wurde, liess sich auch statistische belegen. 27 Tore waren das Ergebnis eines Tempogegenstosses. Bei 46 Angriffen stand am Anfang die schnelle Auslösung der Offensivaktion. Dass dies möglich wurde, dafür standen auch die individuellen Leistungen einzelner Spielerinnen.
Eindrückliche Debüts von Hartz und Mierzwa
Wenngleich die Teamleistung als Ganzes beim LC Brühl gegen einen Gegner, der sich die Teilnahme an der Finalrunde zum Ziel gesetzt hat, eindrücklich war, so fielen doch einzelne St.Gallerinnen besonders auf – insbesondere die beiden Neuen – Claire Hartz und Lauryn Mierzwa. Nationaltorhüterin Hartz brillierte mit 16 erfolgreichen Interventionen. «Zu Beginn war ich ziemlich nervös. Doch mit zunehmender Spieldauer legte sich dies. Ich wurde ruhiger. Ich denke, ich habe einen guten Job gemacht und freue mich sehr über unseren Sieg.» Diese Freude war auch bei der 16jährigen Mierzwa unverkennbar. Nach 20 Minuten kam sie ins Spiel, um in den folgenden 25 Minuten neun Tore aus neun Abschlüssen zu erzielen. Sie zeigte, weshalb sie zur Topskorerin der U18-Weltmeister geworden war – schnell, treffsicher und abgeklärt präsentierte sie ihr grosses Potential. Dass sie im nächsten Spiel das Shirt der Topskorerin tragen darf, freute sie zusätzlich. «Das ist absolut cool. Das schnelle Spiel passt auf meine Fähigkeiten. Ich denke, dass unser gesamtes Team grosse Qualitäten bewiesen hat.» Eine dieser Qualitäten spielte auch Captain Mia Kernatsch aus. Sie führte ihr Team defensiv und offensiv wirkungsvoll, suchte selbst den Abschluss, setzte aber auch ihre Mitspielerinnen als Regisseurin gekonnt in Szene.
LC Brühl – DHB Rotweiss Thun 47:23 (19:10)
Kreuzbleiche – 150 Zuschauer – Sr.: Ciraki/Popovic.
Strafen: Je einmal 2 Minuten gegen beide Teams.
LC Brühl: Hartz (16 Paraden)/Kaufmann (0 P.); Mierzwa (9/2), Kernatsch (8), Baljak (6), Ackermann (2), Altherr (3/1), Truchot (1), Coker (5), Schnider (2), Usik (5), Hess (4), Arpagaus (2).
DHB Rotweiss Thun: Kuslys (4 Paraden)/Bieri (3 P.); Wegmüller (1), Moser (2), Fahrni (2), M. Siegenthaler, Brunner (1), Elenousi (3), Michel (2), Allou (1), Künzle (2), Hostettler (3/1), L. Siegenthaler (4), Käslin (2).
Bemerkungen: Verhältnis vergebener Penaltys 0:1. LC Brühl ohne die verletzten Simova, Mosimann, Eugster und Lüscher sowie die erkrankte Kothen.
Der LC Brühl startet mit alten Ambitionen in die neue Saison
Am Samstag ist es endlich wieder so weit: Für den LC Brühl Handball beginnt die neue Meisterschaft. Zum Auftakt empfangen wir um 17.30 Uhr den DHB Rotweiss Thun in der Kreuzbleiche. Nach einer intensiven Vorbereitung wollen wir vor heimischem Publikum erfolgreich in die neue Saison starten – und den ersten Schritt auf dem Weg zurück an die Spitze des Schweizer Frauenhandballs machen.
Die vergangene Spielzeit endete für uns ohne Titel – und das, obwohl wir gleich zweimal ganz nah dran waren. Im Cupfinal mussten wir uns GC Amicitia Zürich denkbar knapp mit 25:26 geschlagen geben. Auch in der Meisterschaft fiel die Entscheidung erst ganz zum Schluss: Im fünften und entscheidenden Playoff-Final setzte sich GC mit 25:22 durch und beendete damit unsere Serie von drei Meistertiteln in Folge.
Bewährte Kräfte und junge Talente
Für die neue Saison können wir weiterhin auf einen starken Kern bauen. Nationalspielerinnen wie Malin Altherr und Clairebel Coker sollen auch in der kommenden Spielzeit wichtige Rollen übernehmen. Gleichzeitig bleibt die Förderung und Entwicklung junger Spielerinnen ein zentraler Bestandteil unserer Philosophie. Wie viel Potenzial in unserem Nachwuchs steckt, zeigte zuletzt eindrücklich Lauryn Mierzwa. Die erst 16-Jährige sorgte im August an der U18-Weltmeisterschaft für Furore und krönte sich mit beeindruckenden 71 Treffern zur Torschützenkönigin. Diese Verbindung aus Erfahrung, Qualität und jungen Talenten soll auch in der neuen Saison eine unserer grossen Stärken sein.
Internationale Gegner in der Vorbereitung
Seit Ende Juli arbeitet das Team von Trainer Raphael Kramer intensiv auf den Saisonstart hin. Dabei haben wir bewusst den Vergleich mit internationaler Konkurrenz gesucht. In der Vorbereitung trafen wir auf Mannschaften aus Deutschland, Polen, Frankreich, Tschechien und Österreich. Diese Spiele auf internationalem Niveau waren wertvolle Tests und haben uns die Möglichkeit gegeben, uns frühzeitig an ein hohes Tempo und unterschiedliche Spielweisen zu gewöhnen. Denn auch auf europäischer Bühne warten in dieser Saison wieder Herausforderungen auf uns: Im Oktober steht für den LC Brühl die Qualifikation zur European League auf dem Programm.
Kernatsch: "Defensiv habe ich meine Stärken"
Die 24-jährige Kernatsch scheint in ihrer sechsten Saison beim LC Brühl ihre Rolle gefunden zu haben. «Ich kann meine Erfahrung einbringen und fühle mich wohl. Auch defensiv habe ich meine Stärken.» Dies ist ein wesentlicher Unterschied zu Leonie Arpagaus. Die 21-Jährige wird in der Verteidigung oft durch eine andere Spielerin ersetzt. «Offensiv kann ich dem Team mit meiner Schnelligkeit und Wendigkeit viel bringen. Ich denke, dass ich zum Spielstil von Mia eine gute Ergänzung bilde.»
Zum Auftakt wartet Rotweiss Thun
Bevor der Blick nach Europa geht, gilt unsere volle Konzentration jedoch dem Start in die heimische Meisterschaft. Mit dem DHB Rotweiss Thun wartet am Samstag ein Gegner, der in der vergangenen Saison um den Verbleib in der höchsten Schweizer Liga kämpfen musste. Die Ausgangslage ist damit klar – und wir wollen unserer Favoritenrolle vor heimischem Publikum gerecht werden. Gleichzeitig wissen wir, dass ein erfolgreicher Saisonstart kein Selbstläufer ist. Nach den beiden knapp verpassten Titeln der vergangenen Saison beginnt nun ein neuer Anlauf. Das Ziel ist klar: Wir wollen wieder ganz nach oben.
Der LC Brühl auf der Suche nach seiner neuen Regisseurin
Die St.Galler NLA-Handballerinnen belegen an ihrem Stadtwerk-Cup den vierten Platz – der Sieg geht an Dijon, den European-League-Sieger 2026.
Der Stadtwerk-Cup in St.Gallen war eine Demonstration des modernen Frauenhandballes. Die Intensität, mit der die vier Teams ihre Spiele bestritten, war beachtlich. Die Schnelligkeit des Angriffspiels und die Variabilität im Zusammenspiel mit schnellen Rückzügen in die meist offensiv interpretierte Verteidigung wussten zu gefallen. Ab und zu kam jedoch auch die Vermutung auf, dass sich die Spielerinnen mit dem von den Trainern geforderten Tempospiel ein wenig zu überfordern schienen. Die mangelnde Genauigkeit der Würfe zeigte dies zum einen, die Fehlerzahl zum andern. Doch sehenswert waren die sechs Spiele allesamt.
Dijon verdienter Turniersieger
Mit Dijon, dem European-League-Sieger 2026 aus der höchsten französischen Liga, Gniezno aus der polnischen Superliga und Göppingen aus der 1. Bundesliga hatte der LC Brühl zu seinem Turnier starke Teams eingeladen. Dass sich am Ende die Französinnen den Sieg sicherten, war verdient und aufgrund des Leistungsausweises auch logisch.
Dijon stellte die stärkste sowie ausgeglichenste Equipe und bewies dies auch beim 39:25-Sieg gegen den Turnierzweiten Göppingen.
Für die St.Gallerinnen zeigten die Vergleiche, dass sie mit ihrem Spiel dem internationalen Trend folgen können. Gegen Dijon spielten sie eine starke erste Halbzeit mit dem 16:17-Pausenergebnis. Danach bezahlten sie bis zum 30:41-Schlussergebnis jedoch Lehrgeld. Gegen die Polinnen von Gniezno lagen sie praktisch immer in Führung, mussten in den Schlusssekunden aber noch den 29:29-Ausgleich hinnehmen. Im Vergleich mit Göppingen waren sie ab der Startphase das unterlegene Team und verloren 24:32.
Kernatsch und Arpagaus im Vergleich
Der LC Brühl hatte bis vor einem Jahr mit Laurentia Wolff auf der Position Rückraum Mitte eine dominierende Spielerin. Sie bewies ihr Können als Regisseurin nicht nur in St.Gallen, sondern auch im Nationalteam. Nachdem die 22-Jährige vor einem Jahr nach Deutschland zum VfL Oldenburg gewechselt hatte, konnte sich in der vergangenen Saison keine Spielerin als neue Taktgeberin etablieren. Nun aber glaubt Trainer Raphael Kramer seine Lösung gefunden zu haben. «Mia Kernatsch muss unsere Leaderin werden. Sie kann sich selbst und ihre Mitspielerinnen einsetzen. Leonie Arpagaus ist eher die klassische Regisseurin, die selbst weniger torgefährlich ist. Wertvoll sind für unser Spiel beide.»
Kernatsch: "Defensiv habe ich meine Stärken"
Die 24-jährige Kernatsch scheint in ihrer sechsten Saison beim LC Brühl ihre Rolle gefunden zu haben. «Ich kann meine Erfahrung einbringen und fühle mich wohl. Auch defensiv habe ich meine Stärken.» Dies ist ein wesentlicher Unterschied zu Leonie Arpagaus. Die 21-Jährige wird in der Verteidigung oft durch eine andere Spielerin ersetzt. «Offensiv kann ich dem Team mit meiner Schnelligkeit und Wendigkeit viel bringen. Ich denke, dass ich zum Spielstil von Mia eine gute Ergänzung bilde.»
Die neue Torhüterin überzeugt
Dürfte die Rangfolge auf Rückraum Mitte beim Rekordmeister geklärt sein, so gilt dies wohl auch bei den drei Torfrauen. Die von Spono neuverpflichtete Claire Hartz hat am Stadtwerk-Cup überzeugt. Die 20-jährige Nationaltorhüterin hat sich vor den beiden anderen Goalies, der 21-jährigen Norah Kothen und der 23-jährigen Denise Kaufmann, mindestens vorläufig die Nummer 1 gesichert. «Es ist mein Ziel, diese Rolle zu übernehmen. Dies belastet das Verhältnis unter uns drei Torhüterinnen nicht. Wir verstehen uns gut. Ich fühle mich in meinem neuen Umfeld willkommen und gut aufgenommen», so Hartz.
Bericht: Fritz Bischoff, St.Galler Tagblatt
Foto: Benjamin Faes
U18 IHF Women’s World Championship
Die Schweizer U18-Nationalmannschaft hat an der IHF Women’s U18 World Championship in Rumänien mit dem 5. Schlussrang ein hervorragendes Resultat erzielt. Einen wichtigen Beitrag zu diesem Erfolg leisteten auch drei Vertreterinnen des LC Brühl Handball: Lauryn Mierzwa, Sophia Rhyner sowie Goalietrainerin Manuela Brütsch.
Nach einer überzeugenden Vorrunde kämpfte sich die Schweiz bis in den Viertelfinal vor. Dort musste sich das Team den späteren Weltmeisterinnen nur hauchdünn geschlagen geben. Beeindruckend war jedoch die Reaktion der Mannschaft: In den beiden Platzierungsspielen liess die Schweiz nichts mehr anbrennen und sicherte sich mit zwei souveränen Siegen den ausgezeichneten 5. Schlussrang.
Für ein besonderes Ausrufezeichen sorgte Lauryn Mierzwa. Mit 71 Treffern wurde sie Topscorerin der Weltmeisterschaft und schaffte zudem den Sprung ins All-Star Team des Turniers – eine herausragende persönliche Auszeichnung und der verdiente Lohn für starke Leistungen während der gesamten Weltmeisterschaft.
Auch Sophia Rhyner überzeugte mit engagierten Auftritten im Schweizer Dress und sammelte wertvolle internationale Erfahrung. Gemeinsam mit Goalietrainerin Manuela Brütsch, die das Team vom Spielfeldrand unterstützte, trugen die Brühler Vertreterinnen wesentlich zum erfolgreichen Abschneiden der Schweizer Auswahl bei.
Der LC Brühl Handball gratuliert der gesamten Schweizer Delegation herzlich zu diesem grossartigen Erfolg und ist stolz auf Lauryn, Sophia und Manuela. Der 5. Rang an einer Weltmeisterschaft sowie die individuellen Auszeichnungen unterstreichen eindrücklich die hervorragende Arbeit im Schweizer Frauenhandball und machen Vorfreude auf die kommenden Herausforderungen.
Bericht: LC Brühl Handball
Bild: Daniel Wegmann
Erfolgreiches Trainingslager in Pilsen
Vom 29. Juli bis 2. August absolvierte unser Team das diesjährige Trainingslager in Pilsen (Tschechien). Fünf intensive Tage standen ganz im Zeichen der Vorbereitung auf die neue Saison – mit einem klaren Fokus auf die Weiterentwicklung unseres Angriffsspiels, die Teamorganisation sowie das weitere Zusammenwachsen als Mannschaft.
Die harte Arbeit machte sich bereits im ersten Testspiel bezahlt: Am Freitag feierten wir einen 28:25-Erfolg gegen Sokol Písek und konnten viele der erarbeiteten Inhalte erfolgreich umsetzen.
Am Samstag stand zunächst eine intensive Einheit zum Tempospiel auf dem Programm, bevor beim Teamtag der Zusammenhalt abseits des Spielfelds im Mittelpunkt stand. Gemeinsam verbrachte das Team den Nachmittag im Freibad und stellte sein Geschick beim Disc Golf unter Beweis.
Den Abschluss des Trainingslagers bildete das zweite Testspiel gegen DHC Plzeň, das wir souverän mit 31:26 gewinnen konnten. Besonders die erste Halbzeit war sehr erfreulich: Eine starke Claire Hartz, zahlreiche erfolgreiche Gegenstösse und ein variables Angriffsspiel sorgten für einen überzeugenden Auftritt.
Trainer Raphael Kramer: "Das Team hat in den vergangenen Tagen intensiv gearbeitet und die Schwerpunkte im Angriffsspiel sowie in der Team- und Persönlichkeitsentwicklung konsequent bearbeitet. In den Testspielen waren in diesen Bereichen bereits deutliche Fortschritte erkennbar. Gleichzeitig haben sie aufgezeigt, an welchen Aspekten wir in den kommenden Wochen noch gezielt arbeiten müssen. Wir freuen uns bereits darauf, werden uns nun aber zuerst von den intensiven Tagen erholen."
Mit zwei erfolgreichen Testspielen, vielen wertvollen Erkenntnissen und einem gestärkten Teamgefühl blicken wir voller Vorfreude auf die kommenden Wochen. Bereits diese Woche stehen weitere intensive Trainingseinheiten auf dem Programm, bevor vom 14. bis 16. August mit dem Stadtwerk Cup das nächste Highlight der Saisonvorbereitung ansteht.
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Passend zu unserem Gründungsjahr 1965 nehmen die ersten 65 Personen, die eine Saisonkarte erwerben, automatisch an der Verlosung eines originalen LC Brühl Match-Shirts im Wert von CHF 119.– teil.
Mit einer Saisonkarte bist du bei allen Heimspielen live dabei und unterstützt den LC Brühl Handball während der gesamten Saison. Deine Unterstützung auf den Rängen macht den Unterschied und trägt dazu bei, Spitzenhandball in St. Gallen möglich zu machen.
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Wir freuen uns auf eine stimmungsvolle Saison – gemeinsam mit euch!










