Vroni Keller erhält den Ehrenpreis 2026
Der Ehrenpreis 2026, welcher vom St.Galler Sportpreis vergeben wird, geht an Vroni Keller! Mit dieser besonderen Auszeichnung wird eine der prägendsten Persönlichkeiten des Schweizer Frauenhandballs für ihr jahrzehntelanges Engagement geehrt.
Vroni Keller steht wie kaum eine andere für Loyalität, Teamgeist und die nachhaltige Entwicklung des Handballsports. Mit ihrer ruhigen, herzlichen und zuverlässigen Art hat sie Generationen von Spielerinnen geprägt und begleitet. Dabei stand für sie stets der Mensch hinter der Sportlerin im Mittelpunkt – als Trainerin, Mentorin und Förderin junger Talente.
Auch ihre sportliche Laufbahn ist beeindruckend: Während mehr als 20 Jahren als Spielerin absolvierte sie 105 Länderspiele für die Schweiz und erzielte 474 Tore. Nach ihrer Aktivkarriere setzte sie sich mit derselben Leidenschaft für die Entwicklung der nächsten Generation ein und prägte den Schweizer Frauenhandball über Jahrzehnte als Trainerin und Nachwuchsförderin nachhaltig mit.
Bis heute gibt Vroni Keller ihr grosses Fachwissen und ihre langjährige Erfahrung mit viel Begeisterung an junge Talente weiter. Mit ihrem unermüdlichen Einsatz und ihrem grossen Herzblut trägt sie dazu bei, dass sich Nachwuchsspielerinnen und -spieler nicht nur sportlich, sondern auch persönlich weiterentwickeln können.
Der LC Brühl Handball gratuliert Vroni Keller von Herzen zum Ehrenpreis 2026. Diese Auszeichnung ist eine verdiente Anerkennung für ihr aussergewöhnliches Lebenswerk und ihren unermüdlichen Einsatz für den Schweizer Handball. Wir sind stolz, Vroni in unserer Brühl-Familie zu haben.
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Zusammen mit St. Otmar Handball, WASA St. Gallen Unihockey und dem STV St. Gallen Volleyball bildet der LC Brühl Handball die einzigartige St. Galler Hallensportfamilie. St. Gallen ist schweizweit die einzige Stadt, die in allen drei Sportarten mit Teams in der höchsten Liga vertreten ist.
Mit dem Homepass möchten die vier Vereine noch mehr Menschen für ihre Sportarten begeistern und die Faszination von Hallensport hautnah erlebbar machen. Besonders attraktiv ist der Homepass Junior (bis 16 Jahre), der bereits für CHF 5.– erhältlich ist. Er beinhaltet je zwei Eintritte für alle fünf Teams (WASA L-UPL Herren sowie NLB Frauen).
Für Erwachsene stehen zwei Varianten zur Auswahl: Der Homepass Basic umfasst je zwei Eintritte bei allen fünf Teams. Mit dem Homepass Deluxe erhalten Fans Zugang zu sämtlichen Heimspielen – inklusive Cup- und Europacup-Partien.
Besitzerinnen und Besitzer einer LCB-Saisonkarte können ihre Karte ganz einfach erweitern: Das Upgrade auf den Homepass Basic ist für CHF 20.– erhältlich, der Homepass Deluxe kostet CHF 62.–.
Weitere Informationen zur LCB-Saisonkarte findest du hier. Zudem empfehlen wir einen Blick auf die Homepass-Webseite sowie den Bericht des St. Galler Tagblatts.
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Brühl verpasst Titelverteidigung
St.Galler Nationalliga A-Handballerinnen verlieren die fünfte Playoff-Final-Partie gegen GC Amicitia Zürich 22:25
Bericht: Fritz Bischoff, St.Galler Tagblatt
Foto: Beatrice Hänsler
Der LC Brühl verpasst seinen 35. Meistertitel und damit die Titelverteidigung im Handball der Nationalliga A Frauen. Im entscheidenden fünften Spiel der Playoff-Finalserie verlieren die St.Gallerinnen in Zürich vor 1250 Zuschauern gegen GC Amicitia 22:25. Für die Zürcherinnen ist es nach dem 26:25 im Cupfinal gegen den Rekordmeister der zweite Titel der Saison, wogegen die Brühlerinnen erstmals seit vier Jahren ohne einen Titel bleiben. Für den neuen Meister ist es seit der Fusion der beiden Vereine Grasshoppers und ZMC Amicitia im Jahre 2010 überhaupt der erste Meistertitel. Dieser fiel in der Endabrechnung mit dem 3:2-Seriensieg ebenso knapp aus, wie es im Cupfinal der Fall gewesen ist. Doch unverdient ist der Erfolg nicht. Die Zürcherinnen waren über die ganze Saison das beste und ausgeglichenste Team. Auch im letzten Saisonspiel gelang es ihnen wieder, ihr Leistungsoptimum abzurufen. Der LC Brühl agierte gegen die starke gegnerische Verteidigungsarbeit oft zu fehlerhaft und zu ungenau in seinen Abschlüssen. Trotzdem keimte in der Schlussphase nach einem Fünftorerückstand beim 21:22-Anschlusstreffer in der 56. Minute nochmals Siegeshoffnung auf. Es blieb aber bei der Hoffnung, denn das Heimteam zeigte sich in den Schlussminuten abgeklärt.
Eine wellenartige Leistungskurve
Dass die St.Gallerinnen ihren Titel nicht verteidigen konnten, ist in Teilen erklärbar. Die Saison war keine linear verlaufene - eher eine wellenartige. Sie starteten schlecht in die Meisterschaft. Die Leistungen wiesen auch wegen immer wieder verletzter Spielerinnen wenig Konstanz auf. «Wir setzten nach den Abgängen der letzten Jahre ausschliesslich auf Rückraumspielerinnen aus dem eigenen Nachwuchs - viel Talent und viel Harmonie. Dieser Weg ist bewusst gewählt und beinhaltet natürlich auch einen nötigen Entwicklungsprozess, was Leadership anbelangt. Der findet statt, geht in die richtige Richtung, aber ist noch nicht abgeschlossen», analysiert Trainer Raphael Kramer. In der finalen Phase der Meisterschaft zeigte das Team dann aber doch auch seine Qualitäten. Auch individuelle Stärken kamen zum Tragen. So übernahm Malin Altherr immer mehr Verantwortung und entwickelte sich zur Topskorerin. Dimitra Hess wurde offensiv und defensiv zum sicheren Wert. «Leider konnten wir uns nun am Ende aber nicht selbst belohnen», sagt die Flügelspielerin, die mit dem LK Zug einmal und mit dem LCB schon dreimal Meisterin geworden ist. In der Verteidigungsarbeit lag die Leaderrolle unbestritten bei Mirjam Ackermann. «Dank meiner Erfahrung und meinem Alter kann ich vorausgehen. In der Offensive dagegen bin ich als Kreisspielerin mehrheitlich von meinen Mitspielerinnen abhängig», meint die 28jährige Captain.
Yellow, GC Amicitia und Brühl ebenbürtige Gegner
In der ersten Meisterschaftsphase waren Yellow Winterthur und GC Amicitia ebenbürtige Herausforderinnen der St.Gallerinnen, in der Endphase waren dies nur noch die Stadtzürcherinnen. «Sie hatten nicht nur auf den Cupsieg richtig Hunger, sondern auch auf den Meistertitel. Da wir in den entscheidenden Spielen nicht immer unser Leistungsmaximum abrufen konnten, gelang es uns nicht, den Titel zu verteidigen», sagt Kramer. So dürfte auch klar sein, in welche Richtung er die kommende Saison angehen wird. Es ist das Selbstverständnis des Rekordmeisters, dass er sich im nächsten Jahr die nach Zürich abgegebenen Titel zurückholen will. Mit zwei Silbermedaillen in einer Saison kann auch mit einem hoffnungsvollen, mit zahlreichen jungen Spielerinnen durchsetzten Team kaum Freude aufkommen.
GC Amicitia Zürich – LC Brühl 25:22 (13:11)
Saalsporthalle – 1250 Zuschauer – Sr.: L. Hardegger/S. Hardegger.
Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen GC Amicitia und 5-mal 2 Minuten gegen den LC Brühl.
GC Amicitia Zürich: Kuratli (6 Paraden)/Krüger (nicht eingesetzt); Bopp (2), Wick, Aellen (4/3), K. Erni, Winterberg (6), Kündig (1), Schmid (1), D Ambrosio, J. Erni (2), Schärer (8), Schläpfer (1).
LC Brühl: Kothen (10 Paraden und 1 Tor)/Kaufmann (4P.)/Dokovic (nicht eingesetzt); Kernatsch (7), Baljak (1), Ackermann (3), Altherr (4/1), Truchot (1), Coker, Schnider (3), Mosimann (1), Lüscher (1), Eugster, Usik, Hess, Arpagaus.
Bemerkungen: Verhältnis vergebener Penaltys 1:0. LC Brühl ohne Simova, Kikanovic, Lauper (alle verletzt) und Schäfer (überzählig).
Der 35. Titel ist für den LCB Brühl wieder möglich
St.Galler Nationalliga A-Handballerinnen gewinnen das vierte Spiel der Playoff-Finalserie gegen GC Amicitia Zürich 24:22 und gleichen die Serie zum 2:2 aus
Bericht: Fritz Bischoff, St.Galler Tagblatt
Foto: Benjamin Faes Photography
Das war eine eindrückliche Antwort, die die Handballerinnen des LC Brühl im vierten Spiel der Playoff-Final-Serie Best-of-Five gegen GC Amicitia auf die 24:32-Niederlage in Spiel drei gaben – ein 24:22-Heimsieg, der Ausgleich in der Serie zum 2:2 und damit die erzwungene Belle am Sonntag auswärts im Kampf um den Meistertitel. Meisterlich fiel die Leistung der St.Gallerinnen vor allem in der 1. Halbzeit (17:11) und zu Beginn des zweiten Spielabschnittes bis zur 20:12-Führung aus. Danach flachte das Geschehen beidseits etwas ab, die Kräfte liessen nach, die Konzentration wurde kleiner. Weil die Gastgeberinnen in den letzten sieben Minuten der Partie kein Tor mehr zu Stande brachten, mussten sie gar noch um den Sieg bangen. «Ja, da kam tatsächlich noch ein Zittern auf, denn unsere zuvor so ausgezeichnete Verteidigungsarbeit wurde immer schlechter», musste Trainer Raphael Kramer feststellen.
Überraschende Personalien
Vor dem Spiel hatte er angekündigt, dass er für das vierte Spiel noch Unerwartetes präsentieren könne. Dem war im personellen Sektor so und überraschte wohl auch die Zürcherinnen. Im Tor des Heimteams stand von Beginn weg Denise Kaufmann. Die 23jährige Österreicherin hatte auf diese Saison nach St.Gallen gewechselt. Doch im ersten Saisonspiel vom 30. August 2025 zog sie sich eine Bandscheibenverletzung zu und konnte seither kaum richtig trainieren, geschweige denn spielen. Die Partie gegen die Zürcherinnen war für sie so in neun Monaten erst der zweite Einsatz. «Ich habe erst im Abschlusstraining einen Tag vor dem Spiel erfahren, dass ich im Aufgebot bin und erst unmittelbar vor dem Spiel, dass ich auch spielen würde. Ich glaube, ich habe gar nicht so einen schlechten Tag erwischt», meinte sie nach dem Spiel mit einem breiten Lachen im Gesicht. Das war wohl noch leicht untertrieben, denn sie lieferte eine ausgezeichnete Leistung ab. Unverkennbar war, dass die gegnerischen Spielerinnen sie und ihren Spielstil nicht kannten. Zugutekam ihr auch, dass die Defensivarbeit ihrer Mitspielerinnen ausgezeichnet war. «Die Deckung war super. Wir hatten die Angriffe unseres Gegners mit sieben Feldspielerinnen im Griff», freute sich Kramer, dessen zweite personelle Überraschung die Position der linken Aufbauerin war. Er schenkte Ursina Schnider, die zuvor kaum einmal eingesetzt worden war, das Vertrauen. Die 20jährige spielte beeindruckend auf und erzielte in der 1. Halbzeit sechs Tore. Sie wollte nicht ihre eigene Leistung in den Vordergrund stellen. «Der Grundstein unseres guten Spiels war die Deckungsarbeit. Wir haben GC Amicitia für sein 7:6-Angriffsspiel bestraft und unser Tempospiel aufziehen können», meinte die nur 169 cm grosse Rückraumspielerin. Damit sprach sie auch die vier Treffer ins gegnerische leere Tor an. Diese Stärken werden auch im fünften Spiel, der Belle, am Sonntag ab 17.00 Uhr in Zürich gefragt sein. Dass sich dann die Gastgeberinnen nochmals aufbäumen werden, haben sie in der Schlussphase des vierten Spiels gezeigt, als ihnen nach dem Achttorerückstand der Anschlusstreffer nur knapp verwehrt blieb. Der LC Brühl wird dagegenhalten, denn so nah wie jetzt war er dem 35. Meistertitel die ganze Saison nie. Darum sagt Denise Kaufmann: «Jetzt ist für uns alles machbar.» Was sie nicht weiss, vor zwei Jahren lag der LCB Brühl im Playoff-Final gegen GC Amicitia in der Serie auch 1:2 zurück und sicherte sich dann im fünften Spiel den Titel. Das ist wohl ein gutes Ohmen.
LC Brühl – GC Amicitia Zürich 24:22 (17:11)
Kreuzbleiche – 1211 Zuschauer – Sr.: Abalo/Maurer.
Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen den LC Brühl und 3-mal 2 Minuten gegen GC Amicitia.
LC Brühl: Kothen (1 Parade)/Kaufmann (15 P.)/Dokovic (nicht eingesetzt); Kernatsch (3), Baljak, Ackermann (2), Altherr (8/3), Truchot, Coker (1), Schnider (6), Mosimann, Lüscher (1), Eugster, Usik, Hess (2), Arpagaus (1).
GC Amicitia Zürich: Kuratli (2 Paraden)/Krüger (9 P.); Bopp (2), Wick, Aellen (4/2), K. Erni, Winterberg (6), Kündig (2), Schmid (1), D Ambrosio, J. Erni (3/1), Schärer (3), Schläpfer (1).
Bemerkungen: Verhältnis vergebener Penaltys 1:1. LC Brühl ohne Simova, Kikanovic, Lauper (alle verletzt) und Schäfer (überzählig).
U16E: Herzliche Gratulation zur Silbermedaille
Die U16 Elite Juniorinnen blicken auf eine bemerkenswerte Saison zurück, die mit der Silbermedaille ihren verdienten Abschluss fand.
Bericht: Joël Wachter, Geschäftsführer
Foto: Balthasar Dörig
Vor dem Playoff-Final war die Favoritenrolle klar verteilt: Die Baslerinnen von Handball Nordwest galten als Favoritinnen auf den Meistertitel. Doch der LC Brühl Handball hatte im Verlauf der Saison bereits mehrfach bewiesen, dass man auch gegen Topteams bestehen kann.
Dass die Brühlerinnen überhaupt in den Final einzogen, war im Herbst noch alles andere als selbstverständlich. Damals kämpfte das Team noch um die Qualifikation für die Finalrunde der besten sechs Mannschaften. Umso beeindruckender ist die Entwicklung, welche die Mannschaft in den vergangenen Monaten genommen hat.
Das erste Finalspiel in der heimischen Halle fand in einer aussergewöhnlichen Atmosphäre statt. Rund 400 Zuschauerinnen und Zuschauer sorgten für lautstarke Unterstützung und trugen das Team zu einem starken Auftritt. Der LC Brühl Handball zeigte eine mutige Leistung und lag zwischenzeitlich sogar in Führung. Nach dem Seitenwechsel erhöhte Handball Nordwest den Druck und setzte sich rund zehn Minuten vor Schluss auf fünf Tore ab. Doch unsere Juniorinnen bewies grosse Moral, kämpfte sich eindrucksvoll zurück und hielt mit der knappen 22:23-Niederlage alle Chancen für das Rückspiel offen.
Auch im zweiten Finalspiel wartete eine beeindruckende Kulisse. Die Stimmung war intensiv, denn Handball Nordwest wollte den ersten Meistertitel der Vereinsgeschichte unbedingt perfekt machen. Die Brühlerinnen liefen zwar über weite Strecken einem Rückstand hinterher, liessen sich jedoch nie abschütteln und kämpften bis zum Schluss. Am Ende fehlte erneut nur ein einziges Tor.
Trotz der beiden knappen Niederlagen überwiegt der Stolz auf das Erreichte. Unsere U16-Elite hat den Favoritinnen über zwei Spiele hinweg alles abverlangt, ist als Team enorm zusammengewachsen und hat mit grossem Kampfgeist eine überraschend erfolgreiche Saison gekrönt.
Silber für den LC Brühl – und eine starke Basis für die Zukunft.
LC Brühl mit dem Rücken zur Wand
St.Galler Nationalliga A-Handballerinnen wollen die Playoff-Final-Serie gegen GC Amicitia Zürich zum 2:2 ausgleichen
Bericht: Fritz Bischoff, St.Galler Tagblatt
Foto: Beatrice Hänsler
Der LC Brühl steht nach der 24:32-Niederlage gegen GC Amicitia im dritten Spiel der Playoff-Final-Serie nach dem Modus Best-of-Five der Frauenhandballerinnen vor der schwierigsten Aufgabe der gesamten Saison. Wollen die St.Gallerinnen ihren Titel verteidigen, zum vierten Mal in Folge die Goldmedaille gewinnen und so dem Verein den 35. Meistertitel bescheren, haben sie eine Herkulesaufgabe zu bewältigen. In ihrem Heimspiel am Donnerstagabend ab 19.15 Uhr in der Sporthalle Kreuzbleiche steht ihnen mit dem Herausforderer aus Zürich ein Team gegenüber, das vor Selbstvertrauen strotzt, den ersten Matchball nutzen will, dem Verein nach dem erstmaligen Cupsieg in diesem Jahr auch den ersten Titel seit der Fusion im Jahre 2010 der beiden Vereine Grasshoppers und ZMC Amicitia bescheren will. «Wir haben mit dem Sieg im dritten Spiel grosses Selbstvertrauen getankt. Wir wissen aber, dass der dritte notwendige Sieg zum Titelgewinn kein Selbstläufer wird», sagt Hannah Bopp, die bei den Zürcherinnen Teammanagerin ist. Vor einem Jahr ist sie als Spielerin zurückgetreten, hat dann aber ihr Comeback wieder gegeben. Für das kommende Spiel gegen den LC Brühl erwartet sie eine harte Auseinandersetzung. «Die St.Gallerinnen geben sicher nicht auf. Sie werden alles geben, um es in die Belle zu schaffen.»
Es beginnt wieder bei null
Trotz der Tatsache, dass GC Amicitia in Spiel vier bei seinem ersten Matchball zum Titelgewinn weit weniger Siegesdruck verspüren wird als das Heimteam, gibt man sich bei den St,Gallerinnen voller Zuversicht. «Wir werden alles auf die Platte hauen. Dazu ist die Unterstützung durch das Publikum ein entscheidender Faktor», ist Captain Mirjam Ackermann überzeugt. Ihr Trainer Raphael Kramer ist sich auch sicher, dass die Kulisse sein Team zum Sieg tragen wird. «Dass wir das dritte Spiel verloren haben, schmerzte unbestritten. Die Höhe der Niederlage ist jedoch in den Playoff unbedeutend. In jedem Spiel gibt es nur zwei Punkte zu gewinnen. Das Torverhältnis ist bedeutungslos. So beginnt es am Donnerstagabend wieder bei null.» Der Mut scheint nach dem mutlosen Auftritt der Brühlerinnen am Pfingstsamstag in Zürich wieder zurück zu sein.
LC Brühl – GC Amicitia Zürich
Donnerstag, 28.05.2026, 19.15 Uhr
Sporthalle Kreuzbleiche, St.Gallen – Sr.: Abalo/Maurer.
LC Brühl gegen den Cupsieger chancenlos
St.Galler Nationalliga A-Handballerinnen verlieren bei GC Amicitia Zürich das dritte Playoff-Finalspiel deutlich mit 24:32
Bericht: Fritz Bischoff, St.Galler Tagblatt
Foto: Balthasar Dörig
Nach je einem 27:26-Sieg in den ersten beiden Partien der Playoff-Finalserie nach dem Modus Best-of-Five im Frauenhandball zwischen dem Cupsieger GC Amicitia Zürich und dem Titelverteidiger LC Brühl war der dritte Vergleich eine klare Angelegenheit zu Gunsten der Zürcherinnen. Sie waren ganz einfach das bessere Team und verdienten sich ihren 32:24-Sieg ohne Wenn und Aber. In der Startphase fanden die St.Gallerinnen besser und schneller zu ihrem gewünschten Spiel. 5:3 führten sie in der achten Minute. Doch erfreuen konnten sie sich ihrer Besserstellung nur ganz kurz. Das Heimteam erzielte innerhalb von vier Minuten vier Tore in Folge und lag damit 7:5 vorne. Im weiteren Spielverlauf gab GC Amicitia seine Führung nie mehr ab. Dem LC Brühl gelang es in der 1. Halbzeit wohl noch viermal den Anschlusstreffer zu erzwingen, doch der Ausgleich blieb verwehrt.
Mutloser Auftritt nach der Pause
Nach dem 16:14 zur Pause zeigte das Gastteam in der 2. Halbzeit kurzfristig die angestrebte Reaktion. Doch der Anschlusstreffer zum 19:18 von Torhüterin Sladana Dokovic ins leere gegnerische Tor war nicht der erhoffte Impuls, der dem Team hätte einen Ruck verpassen können. Fünf Treffer der Zürcherinnen in Folge von der 36. bis 41. Minute führten dazu, dass in der Playoff-Finalserie erstmals eine Equipe mit mehr als drei Toren Diffedrenz in Führung lag. Eine Vorentscheidung zu Gunsten der Gastgeberinnen war gefallen. Die Brühlerinnen wirkten mutlos, hilflos und fielen als Team immer mehr auseinander. GC Amicitia dagegen spielte seinen Gameplan stilsicher zu Ende. Während der gesamten Spielzeit war es die Taktik von Trainer Kent Ballegaard gewesen in der Offensive seine Torhüterin aus dem Spiel zu nehmen und sie durch eine siebte Feldspielerin zu ersetzen. Da diese Taktik schon mehrfach praktiziert wurde, war der LC Brühl darauf wohl vorbereitet, doch nicht auf die Art und Weise wie diese Überzahl gespielt wurde. Der ehemalige dänische Spitzenhandballer Kent Ballegaard, der seit der Saison 2021/22 Cheftrainer der Zürcherinnen ist, hatte wieder tief in seine Trickkiste gegriffen. Er liess seine Linkshänderinnen nicht auf der rechten Angriffsseite spielen, sondern entgegen sonstigen Gepflogenheiten auf der linken Seite. Unter der Führung seiner Regisseurin Kerstin Kündig wurde die St.Galler Abwehr damit überfordert. Nicht überfordert war dagegen die Defensive der Zürcherinnen von der Offensive der St.Gallerinnen. In Ermangelung von Abschlüssen aus der zweiten Reihe agierte GC Amicitia kompakt. Dazu kam, dass sich Torhüterin Seraina Kuratli nach der Pause deutlich zu steigern wusste und ihrem Team mit einer Abwehrquote von 42 Prozent zu einem sicheren Rückhalt wurde.
Das vierte Spiel der Playoff-Finalserie ist auf den kommenden Donnerstag in St.Gallen angesetzt. Wollen die Brühlerinnen die Serie auf 2:2 stellen und ihre Hoffnungen auf den 35. Meistertitel weiterleben lassen, hat das Trainerteam um Raphael Kramer zusammen mit den Spielerinnen viele Hausaufgaben zu erledigen.
Handball Frauen NLA – Dritter Playoff-Final der Serie Best-of-Five
GC Amicitia Zürich – LC Brühl 32:24 (16:14)
Saalsporthalle – 615 Zuschauer – Sr.: Brunner/Salah.
Strafen: 1-mal 2 Minuten gegen GC Amicitia und 4-mal 2 Minuten gegen den LC Brühl.
GC Amicitia Zürich: Kuratli (12 Paraden)/Krüger (1 P.); Bopp (4), Wick, Aellen (9/5), K. Erni, Winterberg (6), Kündig (2), Schmid (6), D Ambrosio (1), J. Erni (2), Schärer (2), Schläpfer.
LC Brühl: Kothen (8 Paraden und 1 Tor)/Dokovic (4 P. und 1 Tor)/Schäfer (0 P.); Kernatsch (5), Baljak (4), Ackermann (1), Altherr (5/4), Truchot, Coker, Schnider (4), Mosimann, Lüscher (1), Eugster, Usik, Hess (2), Arpagaus.
Bemerkungen: Verhältnis vergebener Penaltys 3:2. LC Brühl ohne Simova, Kikanovic, Lauper und Kaufmann (alle verletzt).
Brühls Hoffnungen zum 35. Meistertitel leben
St.Galler Nationalliga A-Handballerinnen gewinnen das zweite Spiel der Playoff-Finalserie gegen GC Amicitia Zürich nach Verlängerung 27:26
Bericht: Fritz Bischoff, St.Galler Tagblatt
Bild: Balthasar Dörig
Kampf, Spannung, Hektik, Emotionen, Intensität, Standing Ovations in den Schlussminuten der 1221 Zuschauerinnen und Zuschauer, verbunden mit dem 27:26-Heimsieg nach Verlängerung des LC Brühl gegen GC Amicitia Zürich. Das zweite Spiel der Playoff-Finalserie nach dem Modus Best-of-Five bot alles, was das Herz von Sportbegeisterten höherschlagen lässt, und war beste Propaganda für den Frauenhandball. Nach der 26:27-Auswärtsniederlage in der ersten Partie – damals nach 60 Minuten – steht es in der Serie 1:1. Am Samstag kommt es in Zürich zum dritten Finalvergleich der beiden besten Teams der Saison. Es dürfte die Vorentscheidung um den Titel sein, denn die Siegerinnen haben danach zwei Matchbälle. «Wir wollten den Sieg in Spiel zwei. Wir wollen den Sieg in den nächsten beiden Partien. Wir wollen den 35. Meistertitel», gibt die St.Galler Captain Mirjam Ackermann die Richtung vor.
Zwei Teams auf Augenhöhe
Das Erreichen des Ziels des Rekordmeisters wird allerdings ein hartes Unterfangen werden. Auch im zweiten Spiel vor begeisterter Kulisse begegneten sich zwei Teams auf Augenhöhe. Während der 70 Spielminuten gelang es keiner Equipe auch nur ein einziges Mal mit mehr als zwei Toren die Führung für sich zu beanspruchen. «Es war wieder der erwartet enge Spielverlauf mit beidseitiger Playoff-Härte», stellte Ackermann fest. Die angesprochene Härte wurde von beiden Teams von Beginn weg praktiziert. Der LC Brühl agierte mit einer sehr offensiv ausgerichteten Verteidigungsarbeit. Das Heimteam versuchte damit den Spielfluss der Gegnerinnen zu unterbinden. Der Zürcher Trainer Kent Ballegaard war darauf offensichtlich vorbereitet und beorderte schon nach wenigen Minuten im Angriff seine Torhüterin jeweils auf die Bank, um sie durch eine siebte Feldspielerin zu ersetzen. Überraschend kam dies für die Gastgeberinnen nicht. «Wir leisteten auch gegen sieben Feldspielerinnen gute Abwehrarbeit. Eher negativ vielen phasenweise unsere Offensivaktionen aus. Unsere Fehlerzahl war zu hoch», stellte Dimitra Hess fest.
Entscheidende Torhüterinnen-Leistungen
Lobende Worte fand die linke Flügelspielerin für ihre beiden Torfrauen. Norah Kothen zeigte bis zur 48. Minute zum Teil ausgezeichnete Abwehraktionen. Als sie dann auf das Spiel nicht mehr den richtigen Zugriff hatte, fand sie in Sladana Dokovic eine mehr als würdige Nachfolgerin. Die Altmeisterin überzeugte in der Schlussphase der regulären Spielzeit und in der Verlängerung mit Können und Emotionen wie zu ihren besten Zeiten. Ihre Leistung war ein wichtiger Faktor zum Sieg. Dies sah auch die Altmeisterin bei den Zürcherinnen so. «Die Leistungen der Torhüterinnen waren entscheidend. Wir haben das Duell der Torhüterinnen und damit auch das Spiel verloren», stellte Kerstin Kündig, die zum Saisonende ihren Rücktritt erklärt hat, fest. Sie merkte aber auch noch an, dass ihr Team zum Teil zu ängstlich agiert habe und das wahre Können nicht abgerufen habe. Da dachte sie wohl auch an die Schlussminuten der regulären Spielzeit, als eine 21:19-Führung nicht zum Sieg verwaltet werden konnte oder an den letzten Abschluss in der Verlängerung, als der Ball von Sladana Dokovic an die Latte gelenkt wurde und so die Niederlage der Zürcherinnen Tatsache war.
LC Brühl – GC Amicitia Zürich 27:26 (11:10/22:22/25:24)
Kreuzbleiche – 1221 Zuschauer – Sr.: H. Albert Gallardo/O. Albert Gallardo.
Strafen: 5-mal 2 Minuten gegen den LC Brühl (inklusive Disqualifikation für 3 x 2 Min. von Ackermann in der 56. Minute) und 3-mal 2 Minuten gegen GC Amicitia.
LC Brühl: Kothen (14 Paraden)/Dokovic (5 P.)/Schäfer (nicht eingesetzt); Kernatsch (3), Baljak (6), Ackermann ()1, Altherr (8/3), Truchot, Coker, Schnider (1), Mosimann, Lüscher (3), Eugster (2), Usik, Hess (2), Arpagaus (1).
GC Amicitia Zürich: Kuratli (15 Paraden)/Krüger (0 P.); Bopp, Wick, Aellen (7/3), K. Erni (1), Winterberg (5), Kündig (3), Schmid (3), D Ambrosio (1), J. Erni, Schärer (6), Schläpfer.
Bemerkungen: Verhältnis vergebener Penaltys 1:0. LC Brühl ohne Simova, Kikanovic, Lauper und Kaufmann (alle verletzt).










