LC Brühl will seinen 35. Meistertitel
Für den Titelverteidiger im Handball der Nationalliga A der Frauen beginnt der Playoff-Halbfinal gegen Yellow Winterthur
Blicken die Handballerinnen des LC Brühl auf die bisherige Saison 2025/2026 zurück, kommen unterschiedliche Gefühle auf. Ein konstantes Leistungsniveau wurde kaum einmal erreicht. Weit mehr war es ein Auf und Ab. Das konnte seinen Grund in den nicht optimalen Einstellungen zu einem Spiel haben, aber auch an der Liste der nicht einsatzfähigen verletzten Spielerinnen. Vor den nun anstehenden Playoff-Halbfinal-Spielen (die erste Partie am Samstag um 17.30 Uhr in der Sporthalle Kreuzbleiche) gegen Yellow Winterthur gibt ob dem möglichen Kader viele Fragezeichen. In der letzten Finalrundenpartie waren fünf Spielerinnen nicht einsatzfähig. «Wir werden erst kurzfristig entscheiden können, welche Spielerinnen auf dem Matchblatt stehen werden», sagt Trainer Raphael Kramer.
Ein steiniger Weg steht bevor
Die missratene Playoff-Hauptprobe am vergangenen Samstag mit der 23:28-Niederlage bei den Spono Eagles war ernüchternd und ein Warnsignal für die entscheidende Meisterschaftsphase. In der Best-of-3-Serie des Halbfinals gegen die Winterthurerinnen wollen die St.Gallerinnen den Finaleinzug Tatsache werden lassen. Von den bisherigen vier Saisonvergleichen entschied jede Equipe deren zwei für sich. Das Ziel der Titelverteidigung und den damit verbundenen 35. Meistertitel umschreibt Kramer bildlich. «Auf den Berg führt keine Autobahn. Es erwartet uns ein steiniger Weg.» Einen Vorgeschmack dieses steinigen Weges hat der LC Brühl schon in der Schlussphase der Finalrunde vorgesetzt bekommen. Bis zum Schluss haben sich der LCB und Yellow um den zweiten Platz und damit das Heimrecht für den Halbfinal gestritten. Dass dieses am Ende dem Rekordmeister zufiel, war auch darin begründet, dass die Zürcherinnen in der Finalrunde gesamthaft nicht mehr so stark aufspielten, wie sie dies noch in der Hauptrunde getan hatten. Deshalb sind die Brühlerinnen leicht zu favorisieren. Eine wichtige Bedingung zum Erfolg wird sein, dass sie ihre Stärke abrufen können, in wichtigen Partien top zu sein. Schwächen im Angriffsspiel und eine zu hohe Fehlerquote wie zuletzt gegen die Spono Eagles müssen verhindert werden.
Der zweite Playoff-Halbfinal ist das Aufeinandertreffen des Finalrundensiegers GC Amicitia mit dem Vierten LK Zug. In diesem Vergleich sind die Zürcher Cupsiegerinnen trotz ihres kleinen Kaders die erklärten Favoritinnen.
Bericht: Fritz Bischoff, St.Galler Tagblatt
Bilder: Balthasar Dörig, Deuring Photography
LC Brühl - Yellow Winterthur
Sporthalle Kreuzbleiche, St.Gallen – Sr.: Albert Gallardo Héctor, Albert Gallardo Oscar.
LC Brühl mit missratener Playoff-Hauptprobe
Wenn bei einer Niederlage die Torhüterin zur besten Spielerin des Teams ausgezeichnet wird, so sagt dies schon sehr viel über die qualitative Leistung der gesamten Equipe aus. Doch genau dies trifft bei der 23:28-Niederlage des LC Brühl zum Abschluss der Finalrunde bei den Spono Eagles zu. Norah Kothen war mit ihren zwölf erfolgreichen Abwehraktionen und ihrem Treffer über das ganze Spielfeld ins gegnerische Tor so ziemlich der einzige Lichtblick bei der missratenen Hauptprobe im Hinblick auf den am kommenden Samstag anstehenden Playoff-Halbfinal gegen Yellow Winterthur. Die Luzernerinnen – als Fünfte nicht für die Playoff qualifiziert – waren über die gesamte Spielzeit das besser, das engagiertere und variantenreichere Team. War der Spielverlauf vor der Pause (15:13) noch mehr oder weniger ausgeglichen, so vergrösserte Spono seinen Vorsprung später bis auf maximal acht Tore. Wenngleich das Handicap der St.Gallerinnen mit fünf verletzungsbedingt nicht einsatzfähigen Spielerinnen und zwei weiteren Ausfällen während der Partie, gross war, so war die gesamte Leistung doch mehrheitlich schlecht. Gegen die offensive Deckung der Gegnerinnen wurde nie ein probates Mittel gefunden. Die Fehlerzahl (11) und die Anzahl der Strafen (6) war zu hoch. Viele Zuspiele und Würfe (auch zwei nicht verwertete Penaltys) gerieten zu ungenau. Davon profitierte auch die gegnerische Torhüterin Claire Hartz, die auf die kommende Saison zum LC Brühl wechselt, mit ihren 18 Paraden. So kann im Hinblick auf den Playoff-Start nur die Hoffnung weiterhelfen, dass eine misslungene Hauptprobe ein gutes Ohmen für den Ernstkampf sein soll.
Bericht: Fritz Bischoff, St.Galler Tagblatt
Bild: Balthasar Dörig
Spono Eagles – LC Brühl 28:23 (15:13)
Rossmoos Emmen – 222 Zuschauer – Sr.: Ali Souley/Meillier.
Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen die Spono Eagles und 6-mal 2 Minuten gegen den LC Brühl.
Spono Eagles: Strebel (1 Parade)/Hartz (18 P.); von Rotz (1), Suter (2), Cilirzo (1), Manduca (6), Strupler, Käser, Herger (4), Schmied, Egli (4), Pellaton, Röösli, Emmenegger (8/4), Grüning (2), Mirdita.
LC Brühl: Kothen (12 Paraden und 1 Tor)/Schäfer (nicht eingesetzt); Kernatsch (2), Baljak (4/3), Simova (1), Ackermann (2), Altherr (3), Schnider (2), Mosimann (1), Lüscher (2), Eugster (3), Usik, Hess (1), Arpagaus (1).
Bemerkungen: Verhältnis vergebener Penaltys 0:2. LC Brühl ohne Coker, Lauper, Truchot, Kaufmann, Kikanovic (alle verletzt).
LC Brühl verteidigt seinen zweiten Platz
In der zweitletzten Partie der Finalrunde der Frauen-Nationalliga A hat der LC Brühl mit einem ungefährdeten 36:29-Auswärtssieg beim Ranglistendritten Yellow Winterthur seinen 2. Platz verteidigt. Die St.Gallerinnen haben sich damit vor der letzten Runde vom Samstag (Auswärtsspiel gegen die Spono Eagles) auch das Heimrecht für den am 2. Mai 2026 beginnenden Playoff-Halbfinal gesichert. In diesem wird der Gegner des Rekordmeisters abermals Yellow Winterthur sein. Die Zürcherinnen kamen bei ihrer deutlichen Niederlage in der Playoff-Hauptprobe nicht in den Bereich eines Punktgewinns. Der LC Brühl war dank einer soliden und konzentrierten Leistung von Beginn weg das bestimmende Team. Die Winterthurerinnen begingen mehr Fehler, hatten die schlechtere Wurfausbeute und sahen sich einer gut disponierten Brühler Torfrau gegenüber. Norah Kothen gefiel mit 14 Abwehraktionen. Als Zugabe reihte sie sich auch noch als Torschützin ein. Die 20jährige Deutsche konnte sich auf eine gute Verteidigungsarbeit ihrer Feldspielerinnen verlassen. Ohne die erkrankte Abwehrstrategin Mirjam Ackermann gab es anfänglich wohl Abstimmungsprobleme, doch konnten diese schnell behoben werden. Der LC Brühl überzeugte als Team auch in der Offensive und hatte in Malin Altherr (12 Tore) und Mia Kernatsch (8 Tore) seine erfolgreichsten Werferinnen. Trainer Raphael Kramer konnte feststellen: «Wir sind bezüglich des Halbfinals und unserer Titelverteidigung am Drücker.» Er hofft auch, dass bis in eineinhalb Wochen die erkrankten Spielerinnen – die Linkshänderinnen Lorena Baljak und Louise Truchot waren nur bedingt einsatzfähig – wieder gesund sind.
Bericht: Fritz Bischoff, St.Galler Tagblatt
Bild: Martin Dörig, deuring photography
Yellow Winterthur – LC Brühl 29:36 (14:20)
AXA Arena – 150 Zuschauer – Sr.: Nasseri-Rad/Rottmeier.
Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen Yellow und 6-mal 2 Minuten gegen den LC Brühl
Yellow Winterthur: Stüdemann von Ehrenstein (5)Paraden)/Chappuis (3 P.); Vasic (3), Dvorak (3), Skoricova (2), Oliveira de Almeida (5), Barancova, Heer (1), Osterwalder (1), Drent (8/5), Mössner (1), Dübendorfer (1/1), Mustafa (3), Abramowicz (1).
LC Brühl: Kothen (14 Paraden und 1 Tor)/Kikanovic (0 P.)/Schäfer 0 P.); Kernatsch (8), Baljak (1), Simova (4), Altherr (12/6), Truchot, Coker, Mosimann (1), Lüscher, Eugster (4), Usik, Hess (3), Arpagaus (2).
Bemerkungen: Verhältnis vergebener Penaltys 1:1. LC Brühl ohne die verletzten Lauper, Schnider und Kaufmann, sowie die erkrankte Ackermann.
LC Brühl im Direktkampf um Platz zwei
Nach dem 29:27-Heimsieg gegen Leader GC Amicitia Zürich steht der LC Brühl vor der nächsten Herausforderung. Am Mittwochabend (Spielbeginn 19.30 Uhr) sind die St.Gallerinnen im Nachtragspiel der 23. Runde in Winterthur beim Dritten Yellow zu Gast. Die St.Gallerinnen haben auf die Zürcherinnen nur einen Punkt Vorsprung. Mit einem Sieg kann das Team von Trainer Raphael Kramer seinen zweiten Platz in der Finalrunde der Nationalliga A endgültig festmachen. Danach folgt vor den Playoff nur noch das Spiel gegen die Spono Eagels. Die zweite Tabellenposition ist von Bedeutung, weil damit in der Playoff-Halbfinal-Serie ein allfällig notwendiges drittes Spiel in der eigenen Halle gespielt werden kann. Die Halbfinalpaarung steht bereits fest. Da der Vierte LK Zug auf den dritten Platz sechs Punkte Rückstand hat, wird es abermals zum Vergleich zwischen dem LC Brühl und Yellow Winterthur kommen. Das zweitletzte Finalrundenspiel ist so auch eine Playoff-Hauptprobe. Von den bisherigen drei Saisonvergleichen entschied Yellow deren zwei für sich. Der LC Brühl war beim letzten Aufeinandertreffen von Ende Februar mit 32:25 erfolgreich.
Bericht: Fritz Bischoff, St.Galler Tagblatt
Bild: Balthasar Dörig
Yellow Winterthur – LC Brühl Handball
AXA Arena – Sr.: Nasseri-Rad Ramin, Rottmeier Michael.
LC Brühl mit einem Sieg für das Selbstvertrauen
Im letzten Heimspiel der Finalrunde der Nationalliga A setzt sich der LC Brühl im Spitzenkampf der beiden Tabellenersten gegen den Leader GC Amicitia Zürich mit 29:27 durch. Für die St.Gallerinnen war dies im Hinblick auf die Playoff vor allem ein Sieg für die eigene Moral. Durchwegs überzeugend fiel die Leistung des 34-fachen Rekordmeisters nicht aus. «Sieg ist Sieg», meinte zu dieser Tatsache die achtfache Torschützin Malin Altherr. Sie verkannte aber auch den Spielverlauf nicht. Dieser sprach nämlich nicht nur für eine ausgewogene und souveräne Leistung des Heimteams. Wohl geriet der LC Brühl nie in Rückstand, doch verpasste er es auch, frühzeitig eine Vorentscheidung herbeizuführen. Dies wäre nach der Pause (17:14) möglich – ja fast zwingend - gewesen. In der 34. Minute stand das Zwischenergebnis bei 20:14, in der 55. Minute bei 28:23. Ein Aufatmen für die Schlussphase war trotzdem nicht möglich. Dazu wären eine kleiner Fehlerquote und eine besser Wurfauswertung erforderlich gewesen. «Doch der Sieg ist ganz einfach für unsere Moral im Hinblick auf die kommenden Spiele wichtig», hielt die zur Bestplayerin ausgezeichnete Mia Kernatsch fest. In der Rangliste hat die erst zweite Saisonniederlage für die mit einem Minimalkader (nur zwei Feldspielerspielerinnen zum Wechseln) angetretenen Zürcherinnen keinerlei Auswirkungen. Zwei Spiele vor Abschluss der Finalrunde beträgt ihr Vorsprung in der Rangliste als Erste auf die St.Gallerinnen neun Punkte. Die Brühlerinnen ihrerseits haben auf den Dritten Yellow Winterthur einen Punkt Vorsprung. Der Kampf um den zweiten Schlussrang der Finalrunde ist damit weiterhin offen.
Bericht: Fritz Bischoff, St.Galler Tagblatt
Bild: Balthasar Dörig
LC Brühl – GC Amicitia Zürich 29:27 (17:14)
Kreuzbleiche – 423 Zuschauer – Sr.: H. Albert Galllardo/O.Albert Gallardo.
Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen den LC Brühl und 4-mal 2 Minuten gegen GC Amicitia.
LC Brühl: Kothen (8 Paraden)/Kikanovic (0 P.)/Schäfer (nicht eingesetzt); Kernatsch (6), Baljak (7), Simova (2), Ackermann, Altherr (8/4), Coker, Mosimann, Lüscher, Eugster (2), Usik, Hess (2), Arpagaus (2).
GC Amicitia Zürich: Kuratli (4 Paraden)/Krüger (5 P.); Bopp (2), Aellen (8/1), K. Erni, Kündig (4), Schmid (5), D Ambrosio (1), J. Erni (4), Schläpfer (3).
Bemerkungen: Verhältnis vergebener Penaltys 0:1. LC Brühl ohne Truchot, Schnider, Lauper und Kaufmann (alle verletzt).
LC Brühl startet zum erhofften Steigerungslauf
Das Schweizer Nationalteam der Frauen hat die Qualifikationsspiele zu den Europameisterschaften mit den Siegen gegen Bosnien-Herzegowina (32:13) und Italien (38:19) erfolgreich absolviert und sich überzeugend für die EM im Dezember dieses Jahres qualifiziert. Nach dem dreiwöchigen Unterbruch der Nationalliga A-Meisterschaft wegen der Termine des Nationalteams kommt nun national die entscheidende Phase der Saison. Für den LC Brühl stehen vor dem Beginn der Playoff in der Finalrunde noch drei Partien an. Die erste ist das Heimspiel am Samstag (Spielbeginn 15.15 Uhr in der Sporthalle Kreuzbleiche vor dem vierten Playoff-Viertelfinal der Männer zwischen St.Otmar und Padi Winterthur) gegen den unangefochtenen Spitzenreiter GC Amicitia. Die Zürcherinnen führen die Rangliste mit elf Punkten Vorsprung auf die St.Gallerinnen an. Das Team von Trainer Raphael Kramer kann den 1. Platz damit nicht mehr erreichen. Doch da der Dritte Yellow Winterthur nur um einen Punkt zurückliegt, ist der Vergleich mit dem Leader ein bedeutender. Wer zum Ende der Finalrunde Zweiter ist, hat (falls notwendig) ein Heimspiel mehr zugute. «Für uns soll das Spitzenspiel der Start zu einem Steigerungslauf mit dem Ziel der Titelverteidigung sein», gibt Kramer die Richtung vor. In diesen Steigerungslauf hofft er allmählich auch wieder Spielerinnen einbeziehen zu können, die in den vergangenen Wochen und Monaten nicht zur Verfügung standen.
Bericht: Fritz Bischoff, St.Galler Tagblatt
Bild: Balthasar Dörig
LC Brühl Handball - GC Amicitia Zürich
Sporthalle Kreuzbleiche, St.Gallen – Sr.: Albert Gallardo Héctor / Albert Gallardo Oscar.
Hilflos, glücklos, sieglos
Nach der 29:30-Niederlage des LC Brühl vor einer Woche gegen den LK Zug kam es in der Auswärtspartie gegen den Tabellenletzten Herzogenbuchsee noch schlimmer. Die St.Gallerinnen verloren 29:31 und bescherten ihrem Gegner in ihrem 21. NLA-Saisonspiel den erst fünften Sieg. Der Erfolg war verdient, denn es war über die gesamte Spielzeit betrachtet ging er an die bessere und willigere Equipe. Das Heimteam beging weniger Fehler, hatte die besseren Torhüterinnen und die bessere Wurfausbeute. Wohl konnte der LC Brühl in der 1. Halbzeit von der 5. bis zur 22. Minute mit einem oder zwei Treffern Vorsprung die Führung behaupten, doch lag ansonsten der Vorteil bei Herzogenbuchsee. Die St.Gallerinnen hatten nie den richtigen Zugriff zum Spiel. Sie wirkten verunsichert, vielfach konzeptlos und führungslos. «Wir wollten gewinnen und waren gewillt, unsere Leistungsmöglichkeiten abzurufen. Doch es fehlte uns an Cleverness und vielleicht auch etwas am Glauben an unsere Möglichkeiten», analysierte Captain Mirjam Ackermann. Die nächste Partie steht für den LC Brühl erst in drei Wochen gegen den Cupsieger GC Amicitia an. Für den Rekordmeister bleibt die Hoffnung, dass bis dann die lange Liste von sechs verletzten Spielerinnen kleiner geworden ist und auch die nach einer Viertelstunde im Spiel gegen Herzogenbuchsee ausgefallene Malin Altherr wieder fit ist.
Bericht: Fritz Bischoff, St.Galler Tagblatt
Foto: Balthasar Dörig
HV Herzogenbuchsee - LC Brühl 31:29 (16:14)
Mittelholz - 250 Zuschauer – Sr.: Nasseri-Rad/Rottmeier.
Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen Herzogenbuchsee und 3-mal 2 Minuten gegen den LC Brühl.
HV Herzogenbuchsee: Käser (3 Paraden)/Billeter (5 P.); Gränicher (1), Teuscher, Strub (3), Widmer (9), Zimmerli (5), Fluri (4), Gygax (1), Rieder (1), Husmann, Schmied, Sturny (2), Pfäffli (5/3), Arrigoni.
LC Brühl: Kikanovic (2 Paraden)/Schäfer (0 P.); Mierzwa, Kernatsch (8), Baljak (2), Simova (4), Ackermann (2), Altherr, Truchot (3), Schnider (2), Mosimann (2), Eugster (1), Hess (2), Arpagaus (3).
Bemerkungen: Verhältnis vergebener Penaltys 1:2. LC Brühl ohne Usik, Lauper, Lüscher, Coker, Kothen und Kaufmann (alle verletzt).
LC Brühl vor Bewährungsprobe in Herzogenbuchsee
Nach der bitteren und von Ratlosigkeit geprägten 29:30-Heimniederlage am vergangenen Samstag gegen den LK Zug ist beim LC Brühl eine klare Reaktion gefragt. Die Chance zur Wiedergutmachung bietet sich bereits am kommenden Samstag im Auswärtsspiel gegen den HV Herzogenbuchsee (Anpfiff 18.00 Uhr).
Auch wenn die Bernerinnen aktuell das Tabellenende belegen und sich vier Runden vor Abschluss der Finalrunde nicht mehr für die Playoff-Viertelfinals qualifizieren können, ist Vorsicht geboten. Ihr Potenzial haben sie zuletzt eindrücklich unter Beweis gestellt: Gegen den souveränen Leader GC Amicitia hielten sie lange stark dagegen, lagen in der ersten Halbzeit mehrfach in Führung und gingen nur mit einem knappen 16:17-Rückstand in die Pause, ehe sie sich am Ende mit 25:33 geschlagen geben mussten.
Der LC Brühl hingegen verspielte gegen Zug eine komfortable Führung. In der 42. Minute lagen die St.Gallerinnen noch mit sechs Treffern vorne (24:18), ehe sie den Gegner wieder ins Spiel kommen liessen und schliesslich ihre fünfte Saisonniederlage hinnehmen mussten.
Trotzdem bleibt die Ausgangslage in der Tabelle stabil: Da auch Verfolger Yellow Winterthur nicht punkten konnte, belegt der Rekordmeister weiterhin den zweiten Rang. Diese Position soll bis zum Ende der Finalrunde verteidigt werden, um sich für die Playoffs eine möglichst gute Ausgangslage und ein zusätzliches Heimspiel zu sichern.
Die verbleibenden Partien haben es allerdings in sich: Mit GC Amicitia, Yellow Winterthur und den Spono Eagles warten ausschliesslich Topteams der Liga.
HV Herzogenbuchsee - LC Brühl Handball
Samstag, 28. März 2025, 18.00 Uhr, Sporthalle Mittelholz, Herzogenbuchsee
Nationaltorhüterin wechselt zum LC Brühl
Die 20-jährige Claire Hartz wechselt auf die kommende Saison von den Spono Eagles zum Rekordmeister nach St. Gallen.
Die aktuelle Meisterschaft im Nationalliga-A-Handball der Frauen befindet sich in der entscheidenden Phase. Parallel dazu laufen beim LC Brühl bereits die Planungen für die Saison 2026/2027. Auf der Torhüterinnen-Position kommt es dabei zu einer wichtigen Verstärkung: Mit Nationaltorhüterin Claire Hartz erweitert der Verein sein bestehendes Trio mit Norah Kothen, Denise Kaufmann und Jasmina Kikanovic.
«Es ist uns bewusst, dass wir künftig mit vier Torhüterinnen schon fast ein Luxusproblem haben. Aber diese Saison hat gezeigt, dass Verletzungen immer wieder zu Schwierigkeiten führen können», erklärt Trainer Raphael Kramer. Gleichzeitig soll die interne Konkurrenz das Niveau weiter anheben.
Auch Torhütertrainer Goran Aleksic betont die Bedeutung des Transfers:
«Nach verletzungsbedingten Ausfällen mussten wir reagieren. Wir haben Claire schon lange im Blick und sind von ihrem enormen Potenzial überzeugt. Sie kennt die Liga bestens und hat bereits auf internationalem Niveau überzeugt. Mit ihren Stärken wird sie unserem Team zusätzliche Qualität verleihen.»
Der nächste Karriereschritt
Claire Hartz spielt seit 2019 bei den Spono Eagles und wurde zuvor beim BSV Stans ausgebildet. Nach Einsätzen in den U-Nationalteams debütierte sie 2023 im A-Nationalteam und stand auch an der letzten Weltmeisterschaft im Einsatz.
Die 180 cm grosse Torhüterin hat beim LC Brühl einen Zweijahresvertrag unterschrieben.
«Ich will den nächsten Schritt in meiner Karriere machen. Die professionellen Bedingungen in St. Gallen haben mich überzeugt», sagt die in Hergiswil wohnhafte Spielerin.
Auch für den Verein passt der Transfer zur Strategie:
«Wir wollen talentierten Schweizer Spielerinnen eine Perspektive bieten», so Kramer.
Claire Hartz blickt mit Vorfreude voraus:
«Ich bin ehrgeizig und freue mich auf die neue Herausforderung beim LC Brühl.»
Bild: Kolektiffimages
Eine Niederlage, die so nicht sein darf
Der LC Brühl unterliegt dem LK Zug nach dramatischer Schlussphase 29:30.
Bericht: Fritz Bischoff, St.Galler Tagblatt
Bilder: Balthasar Dörig
So still war es in der Sporthalle Kreuzbleiche nach einem Handballspiel noch selten. Der LC Brühl und die Zuschauer waren in einer eigentlichen Schockstarre, geprägt von Ratlosigkeit. Das Heimteam hatte gegen den LK Zug eine völlig unnötige 29:30-Niederlage zu verdauen. Nach einer ausgeglichenen 1. Halbzeit mit wechselnden Führungen lag das Heimteam zur Pause 17:15 vorne. Dank verbesserter Defensivarbeit, einer vor Torhüterin Norah Kothen ausgehenden emotionaleren und aggressiveren Herangehensweise an die Gegnerinnen fiel auch die Offensivleistung effizienter aus. Die 24:18- Führung nach 42 Minuten war der Beweis der Leistungssteigerung. Doch dann folgte der abrupte Leistungseinbruch. Bis zum Spielende schafften die St.Gallerinnen noch mickrige fünf Tore. Die Zugerinnen dagegen holten Tor um Tor auf und kamen fünf Minuten vor dem Spielende zum 27:27-Ausgleich. Beim 28:29 mit dem achten verwerteten Penalty von Ewa Pietrasik führten die Gäste erstmals seit der 19. Minute wieder. Wohl glich der LCB nochmals aus, doch der Siegtreffer der Zugerinnen 68 Sekunden vor Ende konnte nicht verhindert werden.
Fehlerhaft und zu selbstsicher
«Beim 24:18 fühlten wir uns zu siegessicher. Plötzlich spielten wir nicht mehr konsequent. Etwas solches darf uns nicht unterlaufen. Schade, dass dies geschehen ist. Ich bin ratlos», fasst Dimitra Hess ihre Enttäuschung zusammen. Die Ratlosigkeit lässt sich trotzdem teilweise erklären. So wurde die Fehlerquote des Heimteams mit zunehmender Spieldauer immer grösser. Stand der Vergleich der beiden Teams zur Pause bei 4:2, so war er am Ende bei 14:7. Hatte die Formation, die den Vorsprung von sechs Toren erspielt hatte, eine gewisse Sicherheit und Ausgeglichenheit ausgestrahlt, so war nach personellen Änderungen in der Schlussviertelstunde davon kaum mehr etwas auszumachen. Sinnbildlich dafür war, dass die Aussenspielerinnen völlig vergessen gingen. Schliesslich passte es ins negative Gesamtbild, dass beim 29:30 und Ballbesitz der Brühlerinnen 43 Sekunden vor dem Ende der Zuger Sportchef Daniel Perisa den Delegierten am Zeitnehmertisch darauf aufmerksam machte, dass auf der Auswechselbank beim Gegner eine Person sitze, die nicht auf dem Matchblatt aufgeführt sei. Dieser Fehler hatte zur Folge, dass der Ballbesitz zum LK Zug wechselte und dieser die verbleibend Zeit zum Sieg herunterspielen konnte. Die Zugerinnen halten sich mit dem Punktgewinn vier Runden vor dem Ende der Finalrunde die Chance für einen Playoff-Platz offen. Da Yellow 25:26 gegen die Spono Eagles verlor, bleibt der LC Brühl mit einem Punkt Vorsprung auf die Winterthurerinnen Zweiter.
LC Brühl – LK Zug 29:30 (17:15)
Kreuzbleiche – 200 Zuschauer – Sr.: Hasler/Hungerbühler.
Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen den LC Brühl und 4-mal 2 Minuten gegen den LK Zug.
LC Brühl: Kothen (11 Paraden und 1 Tor)/Kikanovic (0 P. bei 3 Penaltys)/Schäfer (0 P. bei 1 Penalty); Mierzwa (1), Kernatsch (3), Baljak (3), Simova (6), Ackermann, Altherr (8/4), Truchot (1), Schnider, Mosimann, Eugster, Hess (4), Arpagaus (2).
LK Zug: Knörr (1 Paraden)/Trümpler (4 P.); Schnarwiler (1), Petrasik (11/8), Tschamper (5), Schürmann (2), Brunett (2), Oberholzer, Steinmann (4), Rüegg, Spieler (1), Bachmann, Kesselring (1), Flückiger (3).
Bemerkungen: Verhältnis vergebener Penaltys 0:0. LC Brühl ohne Usik, Lauper, Lüscher, Coker und Kaufmann (alle verletzt).










