Wenn bei einer Niederlage die Torhüterin zur besten Spielerin des Teams ausgezeichnet wird, so sagt dies schon sehr viel über die qualitative Leistung der gesamten Equipe aus. Doch genau dies trifft bei der 23:28-Niederlage des LC Brühl zum Abschluss der Finalrunde bei den Spono Eagles zu. Norah Kothen war mit ihren zwölf erfolgreichen Abwehraktionen und ihrem Treffer über das ganze Spielfeld ins gegnerische Tor so ziemlich der einzige Lichtblick bei der missratenen Hauptprobe im Hinblick auf den am kommenden Samstag anstehenden Playoff-Halbfinal gegen Yellow Winterthur. Die Luzernerinnen – als Fünfte nicht für die Playoff qualifiziert – waren über die gesamte Spielzeit das besser, das engagiertere und variantenreichere Team. War der Spielverlauf vor der Pause (15:13) noch mehr oder weniger ausgeglichen, so vergrösserte Spono seinen Vorsprung später bis auf maximal acht Tore. Wenngleich das Handicap der St.Gallerinnen mit fünf verletzungsbedingt nicht einsatzfähigen Spielerinnen und zwei weiteren Ausfällen während der Partie, gross war, so war die gesamte Leistung doch mehrheitlich schlecht. Gegen die offensive Deckung der Gegnerinnen wurde nie ein probates Mittel gefunden. Die Fehlerzahl (11) und die Anzahl der Strafen (6) war zu hoch. Viele Zuspiele und Würfe (auch zwei nicht verwertete Penaltys) gerieten zu ungenau. Davon profitierte auch die gegnerische Torhüterin Claire Hartz, die auf die kommende Saison zum LC Brühl wechselt, mit ihren 18 Paraden. So kann im Hinblick auf den Playoff-Start nur die Hoffnung weiterhelfen, dass eine misslungene Hauptprobe ein gutes Ohmen für den Ernstkampf sein soll.
Bericht: Fritz Bischoff, St.Galler Tagblatt
Bild: Balthasar Dörig
Spono Eagles – LC Brühl 28:23 (15:13)
Rossmoos Emmen – 222 Zuschauer – Sr.: Ali Souley/Meillier.
Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen die Spono Eagles und 6-mal 2 Minuten gegen den LC Brühl.
Spono Eagles: Strebel (1 Parade)/Hartz (18 P.); von Rotz (1), Suter (2), Cilirzo (1), Manduca (6), Strupler, Käser, Herger (4), Schmied, Egli (4), Pellaton, Röösli, Emmenegger (8/4), Grüning (2), Mirdita.
LC Brühl: Kothen (12 Paraden und 1 Tor)/Schäfer (nicht eingesetzt); Kernatsch (2), Baljak (4/3), Simova (1), Ackermann (2), Altherr (3), Schnider (2), Mosimann (1), Lüscher (2), Eugster (3), Usik, Hess (1), Arpagaus (1).
Bemerkungen: Verhältnis vergebener Penaltys 0:2. LC Brühl ohne Coker, Lauper, Truchot, Kaufmann, Kikanovic (alle verletzt).
