LC Brühl Handball hat Platz 2 im Visier
Nach dem durch zwei Länderspiele bedingten Unterbruch der Nationalliga A-Meisterschaft der Frauen stehen bis zum Ende der Finalrunde von Ende April noch sechs Runden an. Der LC Brühl hat ein klares Ziel. Er will sich vom 3. auf den 2. Platz verbessern. Von GC Amicitia Zürich auf dem ersten Platz sind die St.Gallerinnen sechs Punkte entfernt, von Yellow Winterthur auf Position zwei nur einen Zähler. Gegen das Team aus der Eulachstadt spielen die Brühlerinnen in der zweitletzten Runde. Wollen sie sich die Möglichkeit zum 2. Platz, der im Playoff-Halbfinal ein allfälliges zweites Heimspiel einbringt, offenhalten, sind in den anstehenden Runden Siege ein Pflichtprogramm. Dies gilt auch für das Heimspiel vom Samstag (Spielbeginn 17.30 Uhr) gegen die Spono Eagles. Im Gegensatz zum LC Brühl haben die fünftplatzierten Luzernerinnen die Playoff-Qualifikation noch nicht geschafft. «Wir wollen die Partie gegen die Spono Eagles – wie auch alle andern noch anstehenden – nutzen, um in Fahrt zu kommen und uns so schnell wie möglich auf den 2. Platz verbessern», sagt Trainer Raphael Kramer. Ein Ziel des Rekordmeisters wird es in seinem Heimspiel auch sein, sich für die schwache Leistung mit der 19:26-Niederlage in Zürich vor zwei Wochen gegen den Leader GC Amicitia zu rehabilitieren.
LC Brühl Handball - SPONO Eagles Samstag, 14. März 2026, 17.30 Uhr, Sporthalle Kreuzbleiche
SR: Albert Gallardo Héctor, Albert Gallardo Oscar
Bericht: Fritz Bischoff, St.Galler Tagblatt
Foto: Balthasar Dörig
Die Frifag bleibt Platin-Sponsor des LC Brühl Handball
Der LC Brühl Handball darf weiterhin auf die wertvolle Unterstützung der Frifag zählen: Das Unternehmen bleibt Platin-Sponsor unseres Vereins. Diese Fortsetzung der langjährigen Partnerschaft erfüllt uns mit grosser Freude und Dankbarkeit.
Als einer der erfolgreichsten Handballvereine der Schweiz stehen wir für Kontinuität, Leistungsbereitschaft und nachhaltige Nachwuchsförderung. Um unsere sportlichen Ziele in der höchsten Schweizer Liga zu erreichen und gleichzeitig junge Talente gezielt zu fördern, sind wir auf starke und verlässliche Partner angewiesen.
Die Frifag begleitet uns bereits seit vielen Jahren – ein Engagement, das weit über ein klassisches Sponsoring hinausgeht und von gegenseitigem Vertrauen sowie gemeinsamen Werten geprägt ist.
Joël Wachter, Geschäftsführer des LC Brühl Handball, sagt dazu:
„Es bedeutet mir enorm viel, dass wir diese langjährige Partnerschaft aufrechterhalten können. Es ist für uns nicht selbstverständlich und wir schätzen die Zusammenarbeit extrem!“
Dank Partnern wie der Frifag können wir weiterhin ambitionierte sportliche Ziele verfolgen, professionelle Strukturen sichern und die Zukunft des Frauenhandballs nachhaltig gestalten. Dafür sagen wir herzlich Danke 💚.
Eine Lehrstunde für den Meister beim Cupsieger
Nach der 25:26-Niederlage im Cupfinal gegen GC Amicitia Zürich vor einer Woche standen für die Handballerinnen des LC Brühl mit den beiden Spitzenspielen gegen Yellow Winterthur und GC Amicitia innerhalb von nur 48 Stunden zwei eigentliche Bewährungsproben und Leistungtests an. Die St.Gallerinnen konnten nur bedingt überzeugen. Fiel die Leistung am Freitag mit dem 32:25-Sieg gegen Yellow noch mehr oder weniger befriedigend aus, so missriet die Cupfinal-Revanche am Sonntagabend gegen GC Amicitia mit der 19:26-Niederlasge völlig. Es war eine Lehrstunde, die die Zürcherinnen den St.Gallerinnen verabreichten. Der Cupsieger war in sämtlichen Belangen das bessere Team. Von einer hervorragenden Torhüterin Sereina Kuratli profitierend wurde eine sehr gute Defensivarbeit geleistet. Die Brühlerinnen fanden keine Lösungen und wirkten kaum einmal zwingend. Insbesondre die Chancenauswertung mit 21 vergebenen Würfen war ganz einfach schlecht. Da passte es ins Bild, dass die drei zugesprochenen Penaltys alle deutlich über das Tor geworfen wurden. Hatten gegen Yellow 34 Minuten gereicht, um 19 Tore zu erzielen, so wurden gegen GC Amicitia dafür 60 Minuten benötigt. Hätten die Zürcherinnen nach ihrem Zehntorevorsprung beim 21:11 in der 44. Minute weiter konsequent gespielt, wäre eine Kanterniederlage des Rekordmeisters unvermeidbar gewesen. Für die St.Gallerinnen ist zu hoffen, dass sie die Nationalmannschaftspause mit den EM-Qualifikationsspielen gegen Holland auch ohne ihren Trainer Raphael Kramer, der erstmals in seiner neuen Funktion als Assistenztrainer im Nationalteam fungieren wird, für eine Analyse werden nutzen können.
Bericht: Fritz Bischoff, St.Galler Tagblatt
Foto: Balthasar Dörig
LC Brühl – Yellow Winterthur 32:25 (18:13)
Kreuzbleiche – 325 Zuschauer – Sr.: Brunner/Salah.
Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen den LC Brühl und 1-mal 2 Minuten gegen Yellow Winterthur
LC Brühl: Kothen (12 Paraden)/Kikanovic(0 P.); Kernatsch (3), Baljak, Simova (2), Ackermann (1), Altherr, Truchot (1), Coker (2), Schnider (3), Mosimann (6/3), Lüscher, Eugster (5), Usik (1), Hess (7), Arpagaus (1).
Yellow Winterthur: Stüdemann von Ehrenstein (5 Paraden)/Chappuis (3 P.); Vasic (3), Skoricova (1), Oliveira de Almeida (4), Barancova ()1, Heer (2), Osterwalder (1), Drent (2), Mössner, Dübendorfer (5/4), Mustafa Abramowicz (6).
Bemerkungen: Verhältnis vergebener Penaltys 1:1. LC Brühl ohne die verletzten Lauper und Kaufmann.
GC Amicitia Zürich - LC Brühl 26:19 (13:8)
Saalsporthalle – 165 Zuschauer – Sr.: Hardegger/Hardegger.
Strafen: 1-mal 2 Minuten gegen den LC Brühl und 3-mal 2 Minuten gegen GC Amicitia.
GC Amicitia Zürich: Kuratli (14 Paraden)/Krüger (0 P.); Bopp (1), Aellen (4), K. Erni (2/2), Winterberg (3), Rusert (6), Kündig (3), Schmid (1), D Ambrosio (2), J. Erni (1), Schläpfer (3).
LC Brühl: Kothen (1 Paraden)/Kikanovic (12 P.); Kernatsch (4), Baljak (4), Simova (1), Ackermann (1), Altherr (2), Truchot (1), Coker (1), Schnider, Mosimann (1), Lüscher, Eugster (2), Usik, Hess, Arpagaus (2).
Bemerkungen: Verhältnis vergebener Penaltys 2:3. LC Brühl ohne Lauper, Kaufmann (beide verletzt) und Schäfer (überzählig).
LC Brühl mit zwei Spitzenpartien innerhalb 48 Stunden
Nach dem am vergangenen Sonntag in Winterthur mit 25:26 verlorenen Cupfinal gegen GC Amicitia Zürich folgen für den LC Brühl in der Meisterschaft die nächsten zwei Bewährungsproben. Innerhalb von nur 48 Stunden stehen die St.Gallerinnen den beiden Teams an der Spitze der Nationalliga A gegenüber. Am Freitag (Spielbeginn 19.30 Uhr) empfangen sie in der Sporthalle Kreuzbleiche den Ranglistenzweiten Yellow Winterthur. Die Zürcherinnen haben auf die Brühlerinnen nur zwei Punkte Vorsprung. Bei einer Niederlage müssten sie Platz zwei an ihren Gegner abgeben. Am Sonntag (17.00 Uhr) steht für den Rekordmeister das Auswärtsspiel gegen den Tabellenleader GC Amicitia an. Damit kommt es nur eine Woche nach dem Cupfinal zur grossen Revanche. Die Zürcherinnen haben aktuell vier Punkte mehr auf ihrem Konto als die St. Gallerinnen. In der Partie geht es somit weit mehr um Prestige, denn um Ranglistenpositionen im Hinblick auf die Playoff.
Clairebel Coker bis 2027 beim LCB
Weiter als bis zu den Anfang Mai beginnenden Playoff geht die Kaderplanung beim LC Brühl. Mit Clairebel Coker konnte der in diesem Jahr auslaufende Vertrag bis 2027 verlängert werden. Die 20jährige hat ihre Ausbildung in der Handball-Akademie in Cham im Kanton Zug absolviert. Die 180 cm grosse Rückraumspielerin hat sich in den vergangenen zwei Jahren zu einer Schlüsselspielerin entwickelt. Zum einen überzeugt sie mit ihrer Defensivarbeit und zum andern ist sie dank ihrer Grösse in der Offensive für viel Druck aus der Distanz zuständig. Ihre Vertragsverlängerung zeigt auch den längerfristigen Weg mit einer allenfalls späteren Verpflichtung durch einen ausländischen Verein auf. «Ich kann mich beim LCB zu einer kompletten Spielerin weiterentwickeln, um dann den nächsten Schritt zu machen. Das Umfeld und die Bedingungen passen für mich aktuell perfekt. Ich fühle mich in unserem Team extrem wohl.» Glücklich ob der Vertragsverlängerung von Coker zeigt sich auch Trainer Raphael Kramer. «Mit Clairebel haben wir eine, wenn nicht die vielversprechendste junge Schweizer Nationalspielerin in den eigenen Reihen. Das freut mich sehr.»
Bericht: Fritz Bischoff, St.Galler Tagblatt
Foto: Balthasar Dörig
Raphael Kramer wird Co-Trainer der Schweizer Frauennationalmannschaft
Raphael Kramer wird ab sofort die Funktion des Co-Trainers beim Frauen-Handball-Nationalteam übernehmen. Diese Ernennung ist eine besondere Anerkennung für seine erfolgreiche und engagierte Arbeit im Spitzenhandball.
Umso mehr freut es uns, dass er unserem Verein weiterhin als Cheftrainer erhalten bleibt und seine Aufgaben mit voller Überzeugung weiterführen wird.
Zu seiner neuen Aufgabe sagt Raphael Kramer:
„Es erfüllt mich mit Stolz, künftig als Co-Trainer im Nationalteam unseres Landes mitzuwirken und mein Land auch auf internationaler Ebene im Handball zu vertreten. Gleichzeitig bleibe ich mit voller Überzeugung und grossem Fokus bei meinem Brühler Team und freue mich sehr auf die kommenden Aufgaben hier. Dem Verein, dem Staff und meinem Team bin ich äusserst dankbar, dass ich mich in diesem Umfeld so entwickeln durfte, dass es soweit kam und ich diese Chance nun wahrnehmen kann. Ich bin überzeugt, dass durch diese neue Tätigkeit alle profitieren können.“
Als erster Triple-Gewinner hat er bereits einen historischen Meilenstein gesetzt. Die neue Aufgabe auf nationaler Ebene ist ein weiterer bedeutender Schritt in seiner beeindruckenden Trainerlaufbahn.
Wir gratulieren Raphael herzlich zu dieser verdienten Berufung und wünschen ihm für seine neue Herausforderung viel Erfolg.
Clairebel Coker verlängert beim LC Brühl Handball bis 2027
Der LC Brühl Handball freut sich, die Vertragsverlängerung mit Clairebel Coker bekanntzugeben. Die 20-jährige Rückraumspielerin bleibt dem Schweizer Rekordmeister bis mindestens 2027 erhalten.
Coker, die ihre handballerische Ausbildung in der CONCORDIA Handball-Akademie absolvierte, hat sich in den letzten Jahren zu einer Schlüsselspielerin im Team entwickelt. Mit ihrer Dynamik, Athletik und Spielintelligenz trägt sie massgeblich zum Erfolg des LC Brühl bei.
„Ich kann mich hier zu einer kompletten Spielerin weiterentwickeln, um den nächsten Schritt zu machen. Das Umfeld und die Bedingungen passen für mich perfekt und ich fühle mich extrem wohl in diesem Team“, sagt Coker zu ihrer Vertragsverlängerung.
Cheftrainer Raphael Kramer zeigt sich ebenfalls erfreut: „Mit Claire haben wir eine, wenn nicht die vielversprechendste junge Schweizer Nationalspielerin innerhalb des Landes in den eigenen Reihen. Ich freue mich sehr, ein weiteres Jahr mit ihr auf Titeljagd zu gehen und ihre Entwicklung gemeinsam voranzutreiben. Dank ihrer beeindruckenden Athletik, grossem Talent und mentalen Lockerheit werden wir wiederum ein sehr ernst zu nehmendes Team stellen.“
Coker hat bereits 10 Länderspiele für die Schweizer Nationalmannschaft bestritten und dabei 4 Tore erzielt. Mit ihrer Vertragsverlängerung setzt der LC Brühl ein klares Zeichen für die Zukunft und unterstreicht seine Ambitionen im Schweizer Frauenhandball.
Wir freuen uns auf die kommenden Jahre mit Claire im grünen Trikot!
Bild: Beatrice Hänsler
Der 13. Cupsieg bleibt dem LC Brühl verwehrt
Fritz Bischoff, St.Galler Tagblatt
Bild: FOTO Wagner / Alexander Wagner
Die St.Galler Nationalliga A-Handballerinnen verlieren in Winterthur vor 1265 Zuschauern den Cupfinal gegen GC Amicitia Zürich 25:26
Seit der erstmaligen Austragung im Jahr 2000 war der diesjährige Cupfinal die 26. Austragung. Mit zwölf Siegen ist der LC Brühl Rekordgewinner. Die 13. Goldmedaille ist dem 34-fachen Rekordmeister verwehrt geblieben. In Winterthur verloren die St.Gallerinnen vor 1265 Zuschauerinnen und Zuschauern gegen GC Amicitia 25:26. Für die Zürcherinnen, die erstmals seit 2005 den Final erreicht hatten, ist es der erste Cupsieg seit der Fusion der beiden Vereine ZMC Amicitia und Grasshoppers. GC Amicitia konnte sich damit auch für die Niederlage im dramatischen Playoff-Final 2024 revanchieren. «Doch so weit hätte es nicht kommen müssen. Wir hatten es in den eigenen Händen, die Partie zu gewinnen. Es waren Kleinigkeiten, die gegen uns entschieden haben und es waren Kleinigkeiten, die bei uns nicht gepasst haben», fasste LCB-Captain Mirjam Ackermann ihre Enttäuschung zusammen.
Überlegen und trotzdem mit Pausenrückstand
Der Spielverlauf und die Kräfteverhältnisse in der 1. Halbzeit waren eine eher kuriose Sache. Die Brühlerinnen führten mehrheitlich, traten dominant auf und lagen zur Pause trotzdem mit zwei Toren (10:12) zurück. Die Zürcherinnen wirkten lange nervös und zum Teil auch verunsichert. Dies wussten die Ostschweizerinnen bedingt zu nutzen. Nach dem 3:3 in der sechsten Minute gerieten sie bis zur 29. Minute nie mehr in Rückstand. Sie spielten zum Teil dominant auf und wirkten defensiv gefestigt. Der grosse Maskel aber war, dass die Tordifferenz nie mehr als zwei Treffer betrug. «Wir hatten schlichtweg zu viele schlechte Würfe», musste Trainer Raphael Kramer feststellen. Auch Malin Altherr, die mit neun Treffern die beste Torschützin ihrer Equipe war, analysierte in diesem Bereich. «Wir waren das bessere Team. Doch wir haben aus unserer Überlegenheit zu wenig gemacht.» Dies rächte sich in den Schlussminuten vor der Pause, als die Zürcherinnen ihren 8:10-Rückstand innerhalb von drei Minuten in eine 12:10-Führung umbogen. Den wesentlichsten Faktor zu dieser Tatsache lieferte Sereina Kuratli. Die Zürcher Nationaltorhüterin glänzte mit einer Quote von 53 Prozent gehaltenen Bällen.
Fünftorevorsprung für den Cupsieger
In der 2. Halbzeit musste GC Amicitia nie mehr einen Rückstand aufholen. Wohl gelang dem LCB noch dreimal der Gleichstand, doch der Gegner zeigte sich stabil. Zehn Minuten vor dem Ende lag er beim 18:23 erstmals mit fünf Treffern in Front. Der Sieg schien zur Formsache zu werden. Dem wollten die St.Gallerinnen nicht beipflichten. «Wir haben immer an unseren Sieg geglaubt, bis zur letzten Sekunde und dafür gekämpft», beschrieb Ackermann. Nur um Wenig blieb ihrem Team am Ende der Ausgleich zum 26:26 und damit der Weg in die Verlängerung versagt. So muss der LC Brühl ein weiteres Jahr auf einen Cupsieg warten. In der Meisterschaft wird der neue Cupsieger dann wohl erneut der härteste Konkurrent sein. Wollen die St.Gallerinnen den Zürcherinnen dann nicht abermals den Vortritt lassen müssen, wissen sie jetzt wohl endgültig, woran in den nächsten Monaten zu arbeiten ist. Ihr Spiel muss über die gesamten 60 Minuten stabiler werden. In diesen Bereich gehört eine besser Wurfauswertung, die Reduktion der Fehlerzahl – aber auch bessere und konstantere Leistungen der Torhüterinnen.
Auch Nachwuchsteam verliert
Ein Erfolgserlebnis blieb dem LC Brühl auch im Cupfinal der U18-Elitejuniorinnen mit der 26:31-Niederlage gegen den LK Zug verwehrt. Das Team des Trainerduos Silvio Rigatti/Manuela Brütsch konnte bis zum 16:16 das Geschehen offen gestalten, musste dann aber abreissen lassen und lag in der Folge bis zum Schluss stets zurück, womit die Titelverteidigung nicht gelungen war.
LC Brühl – GC Amicitia Zürich 25:26 (10:12)
AXA Arena Winterthur – 1265 Zuschauer – Sr.: Hasler/Hungerbühler.
Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen den LC Brühl und 2-mal 2 Minuten gegen GC Amicitia.
LC Brühl: Kothen (7 Paraden)/Kaufmann (nicht eingesetzt)/Kikanovic (2 P.); Kernatsch (4), Baljak (1), Simova (3), Ackermann (1), Altherr (9/4), Truchot, Coker, Schnider, Mosimann, Lüscher (3), Eugster (1), Usik, Hess (3), Arpagaus.
GC Amicitia Zürich: Kuratli (14 Paraden)/Krüger (0 P.); Bopp, Aellen (7/3), K. Erni (2/2), Winterberg (3), Rusert, Kündig (5), Schmid (3), D Ambrosio, J. Erni (2), Schärer (3), Schläpfer (1).
Bemerkungen: Verhältnis vergebener Penaltys 2:2. LC Brühl ohne Lauper (verletzt) und Schäfer (überzählig).
Erstmals als Erste den Pokal hochstemmen
Mirjam Ackermann will mit den Handballerinnen des LC Brühl am Sonntag gegen GC Amicitia den 13. Cupsieg für die St.Gallerinnen
Fritz Bischoff, St.Galler Tagblatt
Bild; Balthasar Dörig
Am Sonntag fällt im Handball die erste nationale Entscheidung des Jahres 2026. Im Cup der Frauen steht in Winterthur der Final (Spielbeginn 16.45 Uhr) an. Qualifiziert haben sich der LC Brühl und GC Amicitia. Damit ist gegeben, dass es keine Titelverteidigung für eines der beiden Teams gibt, denn vor einem Jahr sicherten sich die Spono Eagles mit einem 24:23 gegen den LK Zug die Goldmedaille. Der Weg in den Final war für die St.Gallerinnen weit einfacher als jener der Zürcherinnen. Der LC Brühl setzte sich gegen zwei Erstligisten (KTV Wil und SG Muotathal/Mythen Shooters) sowie das eigene NLB-Team durch. GC Amicitia trat zuerst gegen den Erstligisten HV Olten an und musste sich danach gegen die A-Ligakonkurrenten Yellow Winterthur und Spono Eagles bewähren. Nicht nur deswegen ist die Equipe des dänischen Trainers Kent Ballegaard für den Final in der Favoritenrolle. In der NLA-Meisterschaft musste GC Amicitia als Ranglistenerster in den bisherigen 16 Partien mit dem 26:29 Anfang November 2025 gegen den LC Brühl erst eine einzige Niederlage verarbeiten. Die Brühlerinnen als Dritte der Rangliste verloren dreimal.
Statistik spricht für den Rekordmeister
Eine Umfrage unter den NLA-Vereinen hat als klaren Favoriten auf Meisterschaft und Cup die Zürcherinnen ergeben. Nimmt man die Statistiken seit der Einführung des Cup-Wettbewerbs im Jahre 2000 (erster Cupsieger wurde St.Otmar) zur Hand, so ergibt sich ein Bild, das deutlich für die St.Gallerinnen spricht. Sie qualifizierten sich (dieses Jahr eingerechnet) bereits 15-mal für den Final und entschieden diesen 12-mal zu ihren Gunsten. Sucht man GC Amicitia in der Liste der Siegerinnen, so wird man nicht fündig. Seit der Fusion von ZMC Amicitia und den Grasshoppers im Sommer 2010 gab es weder im Cup noch in der Meisterschaft einen Titel. Vor dem Zusammengehen der beiden Vereine gewann Amicitia 2004 den Schweizermeistertitel und ein Jahr später den Cup. Doch die Historie zählt bekanntlich in der sportlichen Gegenwart kaum noch etwas. Will der 34-fache Rekordmeister aus St.Gallen seinen 13. Cupsieg, so zählt der aktuelle Formstand.
Ansteigende Formkurve
Das weiss auch Mirjam Ackermann. Sie ist seit dieser Saison Captain der Brühlerinnen. Seit dem Jahr 2020 spielt sie im NLA-Kader, gar seit 2010 ist sie im Verein aktiv. 380 Partien (davon 144 in der NLA) hat sie im grünweissen Tenü bestritten. Dreimal (in Serie) wurde die Kreisläuferin und Abwehrchefin Schweizermeister, dreimal gewann sie den Supercup und zweimal wurde sie Cupsiegerin. Etwas blieb der 28jährigen bisher verwehrt. Noch nie durfte sie als Captain einen Pokal übernehmen. «Dies soll sich am Sonntag ändern. Unsere Formkurve zeigt nach oben. Wir haben ein breites Kader, verfügen über viel Erfahrung und können uns auf eine stabile Abwehr verlassen.» In der Defensive ist die 169 cm grosse Aggressiv-Leaderin mit dem grossen Kämpferherzen eine zentrale Akteurin. Doch nicht nur auf dem Spielfeld hat sie Führungsqualitäten, sondern ganz allgemein. «Als Captain will ich vorangehen, Vorbild sein und Verantwortung übernehmen», sagt Ackermann, die beim LCB noch einen Vertrag bis 2027 besitzt. Das Finalspiel gegen GC Amicitia mit der aktuellen Ligatopskorerin Leonie Aellen (125 Tore) und der nach 15 Jahren vor zwei Wochen aus dem Nationalteam zurückgetreten Kerstin Kündig als Schlüsselspielerinnen, sieht sie als eine Herausforderung, denn die Zürcherinnen hätten in der Meisterschaft bewiesen, dass sie ein Anwärter auf Titel seien. «Doch dies sind wir auch», will sie noch festgehalten haben.
LC Brühl für den Cupfinal gerüstet
Der LC Brühl bestreitet am kommenden Sonntag in Winterthur den Cupfinal gegen GC Amicita Zürich. So wie den Zürcherinnen mit dem 37:20 die Hauptprobe gegen die Spono Eagles geglückt ist, ist sie es auch den St.Gallerinnen mit dem 41:29 gegen den HV Herzogenbuchsee. «Dieser Sieg gibt uns viel Zuversicht für den Cupfinal», meinte Mia Kernatsch. Die 24jährige Deutsche war auch dank ihren sechs Toren aus sechs Abschlüssen zur besten Spielerin ihres Teams gewählt worden. Sie sprach von einer mutigen Spielanlage ihrer Equipe, fand aber gleichwohl Punkte, die nicht optimal gelaufen waren. «Die 29 Gegentreffer sind gegen den Tabellenletzten zu viele. Auch die Leistungsschwanken waren nicht erfreulich.» Damit sprach sie den Spielverlauf an. Die Brühlerinnen zeigten einen konzentrierten Beginn und lagen nach sechs Minuten 4:0 vorne. Nach neun Minuten stand es 8:2. Doch nach einem Timeout der Bernerinnen erzielten diese vier Tore in Folge zum 8:6. Die Schwächephase des Heimteams dauerte an, so dass nach einer Viertelstunde ein 9:8 notiert werden musste. Das Timeout von Trainer Raphael Kramer zeigte in gleichem Masse Wirkung wie der Einsatz anderer Spielerinnen. So konnte der Vorsprung bis zur Pause (21:14) auf sieben Treffer ausgebaut werden. Im zweiten Spielabschnitt war der LC Brühl wohl jederzeit das bessere Team, doch konnte die Wurfauswertung nicht immer überzeugen. Bei 68 Prozent stand sie am Ende, doch die Gegnerinnen brachten es auch auf 67 Prozent. Der grosse Unterschied der beiden Teams war die Fehlerquote. Diese stand beim Rekordmeister bei sehr guten fünf unerzwungenen Ballverlusten, wogegen Herzogenbuchsee deren 23 zu verzeichnen hatte. Dies war der Unterschied, der sich am Ende auch im verdienten Heimsieg abbildete.
Telegramm Handball Frauen
LC Brühl – HV Herzogenbuchsee 41:29 (21:14)
Kreuzbleiche – 250 Zuschauer – Sr.: O. Albert Gallardo/H .Albert Gallardo
Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen den LC Brühl und 3-mal 2 Minuten gegen Herzogenbuchsee.
LC Brühl: Kothen (7 Paraden und 1 Tor)/Schäfer (1 P.); Kernatsch (6), Baljak (2/1), Simova (6), Ackermann (1), Altherr (3), Truchot (2), Coker (5), Mosimann (5/2), Lüscher, Eugster (2), Usik (1)Hess (4), Arpagaus (3).
HV Herzogenbuchsee: Käser (11 Paraden)/Bösiger (1 P.)/Billeter (4 P.); Gränicher (6), Hofer (1), Teuscher, Widmer (9), Lüthi, Fluri, Caroline Gygax (2), Carmen Gygax, Husmann, Schmied, Sturny (6), Pfäffli (5/1).
Bemerkungen: Verhältnis vergebener Penaltys 0:0. LC Brühl ohne die verletzten Schnider, Lauper, Kikanovic und Kaufmann.
Bericht: Fritz Bischoff, St.Galler Tagblatt
Foto: Balthasar Dörig
LC Brühl verstärkt sein NLA-Trainerteam
Für den LC Brühl begann am vergangenen Sonntag die Nationalliga A-Finalrunde mit dem Auswärtsspiel beim LK Zug. Die St.Gallerinnen konnten mit einem 35:28-Sieg und einer geschlossenen Teamleistung gefallen. Nun steht am Samstag mit Spielbeginn um 17.30 Uhr das erste Heimspiel der zweiten Meisterschaftshälfte an. Mit dem HV Herzogenbuchsee ist jenes Team zu Gast, das sich als sechstplatzierte Equipe noch für die Finalrunde qualifizieren konnte. Für die Bernerinnen wurde damit Tatsache, was sie letztmals vor drei Jahren geschafft hatten. Dies unterstreicht, dass sie jüngst an Qualität gewonnen haben. Der LC Brühl konnte die letzten drei Vergleiche zu seinen Gunsten entscheiden. Leicht ist ihm dies jedoch jeweils nicht gefallen. Das Team von Trainer Raphael Kramer wird deshalb abermals gefordert sein und muss an seine Leistung in Zug anknüpfen. Der Cheftrainer hat im Hinblick auf die in den kommenden Monaten anstehenden Herausforderungen mit dem Ziel des Cupsieges und der Titelverteidigung in der Meisterschaft in seinem Trainerstaff eine Ergänzung vollzogen. Zusammen mit Torhüterinnen- und Assistenztrainer Goran Aleksic ist neu Azra Mustafoska in seiner Gruppe. Die 50-fache Ex-Internationale, die mit ihren 355 Einsätzen als Spielerin in der Nationalliga A immer noch einen Rekord innehat und jüngst den Lehrgang zur A-Lizenztrainerin absolvierte, bleibt gleichzeitig Trainerin des NLB-Teams des LC Brühl. «Wir wollen mit dem Zuzug von Azra in den Trainingsstrukturen und an den Spielen noch breiter und professioneller aufgestellt sein. Gleichzeitig können wir die Schnittstelle zwischen dem NLA-Team und jenem der NLB optimieren», begründet Kramer. Positive Erfahrungen haben die Brühlerinnen mit Mustafoska im Trainerstaff schon vor zwei Jahren gemacht, als die 38jährige für die Playoff kurzfristig und zwischenzeitlich ihre Dienste und ihr Können einbrachte. Die Saison endete mit dem Titelgewinn.
LC Brühl – HV Herzogenbuchsee
Samstag, 14. Februar 2026, Sporthalle Kreuzbleiche, 17.30 Uhr
Bericht: Fritz Bischoff, St.Galler Tagblatt
Foto: Beatrice Hänsler










