Nach der 25:26-Niederlage im Cupfinal gegen GC Amicitia Zürich vor einer Woche standen für die Handballerinnen des LC Brühl mit den beiden Spitzenspielen gegen Yellow Winterthur und GC Amicitia innerhalb von nur 48 Stunden zwei eigentliche Bewährungsproben und Leistungtests an. Die St.Gallerinnen konnten nur bedingt überzeugen. Fiel die Leistung am Freitag mit dem 32:25-Sieg gegen Yellow noch mehr oder weniger befriedigend aus, so missriet die Cupfinal-Revanche am Sonntagabend gegen GC Amicitia mit der 19:26-Niederlasge völlig. Es war eine Lehrstunde, die die Zürcherinnen den St.Gallerinnen verabreichten. Der Cupsieger war in sämtlichen Belangen das bessere Team. Von einer hervorragenden Torhüterin Sereina Kuratli profitierend wurde eine sehr gute Defensivarbeit geleistet. Die Brühlerinnen fanden keine Lösungen und wirkten kaum einmal zwingend. Insbesondre die Chancenauswertung mit 21 vergebenen Würfen war ganz einfach schlecht. Da passte es ins Bild, dass die drei zugesprochenen Penaltys alle deutlich über das Tor geworfen wurden. Hatten gegen Yellow 34 Minuten gereicht, um 19 Tore zu erzielen, so wurden gegen GC Amicitia dafür 60 Minuten benötigt. Hätten die Zürcherinnen nach ihrem Zehntorevorsprung beim 21:11 in der 44. Minute weiter konsequent gespielt, wäre eine Kanterniederlage des Rekordmeisters unvermeidbar gewesen. Für die St.Gallerinnen ist zu hoffen, dass sie die Nationalmannschaftspause mit den EM-Qualifikationsspielen gegen Holland auch ohne ihren Trainer Raphael Kramer, der erstmals in seiner neuen Funktion als Assistenztrainer im Nationalteam fungieren wird, für eine Analyse werden nutzen können.
Bericht: Fritz Bischoff, St.Galler Tagblatt
Foto: Balthasar Dörig
LC Brühl – Yellow Winterthur 32:25 (18:13)
Kreuzbleiche – 325 Zuschauer – Sr.: Brunner/Salah.
Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen den LC Brühl und 1-mal 2 Minuten gegen Yellow Winterthur
LC Brühl: Kothen (12 Paraden)/Kikanovic(0 P.); Kernatsch (3), Baljak, Simova (2), Ackermann (1), Altherr, Truchot (1), Coker (2), Schnider (3), Mosimann (6/3), Lüscher, Eugster (5), Usik (1), Hess (7), Arpagaus (1).
Yellow Winterthur: Stüdemann von Ehrenstein (5 Paraden)/Chappuis (3 P.); Vasic (3), Skoricova (1), Oliveira de Almeida (4), Barancova ()1, Heer (2), Osterwalder (1), Drent (2), Mössner, Dübendorfer (5/4), Mustafa Abramowicz (6).
Bemerkungen: Verhältnis vergebener Penaltys 1:1. LC Brühl ohne die verletzten Lauper und Kaufmann.
GC Amicitia Zürich – LC Brühl 26:19 (13:8)
Saalsporthalle – 165 Zuschauer – Sr.: Hardegger/Hardegger.
Strafen: 1-mal 2 Minuten gegen den LC Brühl und 3-mal 2 Minuten gegen GC Amicitia.
GC Amicitia Zürich: Kuratli (14 Paraden)/Krüger (0 P.); Bopp (1), Aellen (4), K. Erni (2/2), Winterberg (3), Rusert (6), Kündig (3), Schmid (1), D Ambrosio (2), J. Erni (1), Schläpfer (3).
LC Brühl: Kothen (1 Paraden)/Kikanovic (12 P.); Kernatsch (4), Baljak (4), Simova (1), Ackermann (1), Altherr (2), Truchot (1), Coker (1), Schnider, Mosimann (1), Lüscher, Eugster (2), Usik, Hess, Arpagaus (2).
Bemerkungen: Verhältnis vergebener Penaltys 2:3. LC Brühl ohne Lauper, Kaufmann (beide verletzt) und Schäfer (überzählig).
