LC Brühl startet optimal in die Finalrunde

Der St.Galler Titelverteidiger gewinnt das erste Spiel der Finalrunde gegen den LK Zug auswärts 35:28

Bericht: Fritz Bischoff, St.Galler Tagblatt
Foto: Balthasar Dörig

Die erste Partie der Finalrunde der Nationalliga A Handballerinnen war für den LC Brühl in zweifacher Hinsicht ein optimaler Start in die zweite Saisonhälfte. Zum einen konnte er in seinem Auswärtsspiel beim LK Zug sofort die Gangart bestimmen und nach fünf Minuten eine 3:0-Führung erspielen. Zum andern überzeugte der Rekordmeister in der Folge mit einem abgeklärten Auftritt, der im verdienten 35:28-Erfolg endete.

Die St.Gallerinnen wollten mit einem Sieg Revanche für das schmerzhafte 26:26-Unentschieden von Mitte November nehmen. Die Vorbereitung auf die Partie war deshalb minutiös. Dazu zählten auch Varianten gegen das sehr offene Deckungssystem des LKZ. «Wir haben unseren Matchplan konsequent durchgezogen und die vorgesehenen Möglichkeiten gegen die 5:1-Deckung anbringen können. Es ergab sich ein guter Ballfluss.  Dazu kam, dass unsere Deckungsarbeit in Zusammenarbeit mit unserer Torhüterin effizient ausfiel», fasste Katarina Simova zusammen. Die 181 cm grosse Rückraumspielerin war mit acht Toren aus acht Abschlüssen die erfolgreichste Torschützin ihres Teams, wobei sich auch die Bilanz von Clairebel Coker mit fünf Toren aus fünf Würfen sehen lassen konnte. Die beiden hatten einen wesentlichen Anteil am positiven Spielverlauf ihres Teams. In der 1. Halbzeit konnte die schnell erreichte Dreitoredifferenz behauptet werden. Nach der Pause setzte sich das Team von Trainer Raphael Kramer bis zur 45. Minute auf 14 Tore (31:17) ab. «In den letzten 15 Minuten liess dann die Konzentration und die Konsequenz in unserem Spiel leider nach. Dies sollte nicht so sein», fand Simova zum Umstand, dass die Zugerinnen mit dem 28:35 die Differenz noch halbiert hatten.

Telegramm

LK Zug – LC Brühl 28:35 (12:18)
Sporthalle Zug – 175 Zuschauer – Sr.: O. Albert Gallardo/H. Albert Gallardo.

Strafen: 1-mal 2 Minuten gegen den LK Zug und 5-mal 2 Minuten gegen den LC Brühl.

LK Zug: Knörr (1 Parade)/Trümpler (4 P.)/Abt (1 P.); Schnarwiler (1), Pietrasik (9/4), Tschamper (2), Schürmann (1), Brunett (3), Oberholzer (1), Steinmann (1), Rüegg (2), Spieler (3), Bachmann (4),  Kesselring (1), Flückiger.

LC Brühl: Kothen 11( Paraden)/Schäfer (0 P.); Mierzwa (3),Kernatsch (2), Baljak (1), Simova (8), Ackermann (1), Altherr (4), Truchot (1), Coker (5), Mosimann (4), Eugster (1), Usik (1), Hess (3), Arpagaus (1).

Bemerkungen: Verhältnis vergebener Penaltys 0:1. LC Brühl ohne die verletzten Schnider, Lauper, Kikanovic und Kaufmann.


LC Brühl startet zum erhofften Steigerungslauf

Für den LC Brühl beginnt am Sonntag mit dem Auswärtsspiel beim LK Zug die Finalrunde. Die St.Gallerinnen starten aus Position drei zu den zehn Partien der zweiten Meisterschaftsphase. Die besten vier Teams zum Abschluss der Finalrunde qualifizieren sich für die Playoff-Halbfinals. Vor einem Jahr nahm der LC Brühl die Finalrunde aus Position vier in Angriff und sicherte sich zum Ende der Meisterschaft seinen 34. Schweizermeistertitel. Mit dem Blick zurück meint Trainer Raphael Kramer: «Die Partie in Zug ist für uns der Start zu einem Steigerungslauf bis zu den finalen Spielen im Mai. Wir wollen uns in den kommenden Monaten in einen Lauf spielen und stetig steigern. Jedes Training und jedes Spiel soll uns einen Schritt vorwärtsbringen.» Der Rekordmeister hat auch in dieser Saison zwei Ziele. Am 22. Februar mit Spielbeginn um 16.45 Uhr steht in Winterthur der Cupfinal gegen GC Amicitia Zürich an. Hier ist der 13. Cupsieg im Visier. Im Mai dann soll der 35. Meistertitel Tatsache werden. «Der Weg wir kein einfacher sein. Umso wichtiger ist für uns ein Erfolgserlebnis in Zug», sagt Kramer. Die St.Gallerinnen sind gegen den LK Zug in der Favoritenrolle. Die beiden Saisonvergleiche mit dem knappen 23:22-Auswärtssieg und dem 26:26-Unentschieden zu Hause haben aber einerseits die Stärken der Zentralschweizerinnen aufgezeigt und anderseits, dass ihr Spielsystem mit einer sehr offen gespielten Deckung den Brühlerinnen nicht unbedingt liegt.

LK Zug Handball - LC Brühl Handball
Sonntag, 8. Februar 2026, 16.00 Uhr, Sporthalle Zug

Text: Fritz Bischoff, St.Galler Tagblatt
Bild: Balthasar Dörig


CUPFINAL x2 – Jetzt gemeinsam nach Winterthur! 💚

Was für ein Erfolg: Sowohl unsere U18 Juniorinnen als auch unsere SPL1 haben sich für den Cupfinal vom 22. Februar 2026 qualifiziert! Dieser doppelte Finaleinzug ist ein ganz besonderer Moment für den gesamten LC Brühl Handball – und ein weiterer Beweis für die starke Arbeit im Leistungs- und Nachwuchsbereich.

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Programm:
10.30 Uhr: Türöffnung (kostenloser Eintritt)
11.30 Uhr: Junioren-Cupfinal MU19: Pfadi Winterthur – HSG Nordwest
14.00 Uhr: Juniorinnen-Cupfinal FU18: LK Zug – LC Brühl Handball
15.45 Uhr: Türöffnung (Eintritt mit Ticket)
16.45 Uhr: Frauen-Cupfinal: LC Brühl Handball – GC Amicitia Zürich


LC Brühl trifft im Cupfinal auf GC Amicitia

Das NLA-Team der St.Galler Handballerinnen gewinnt den Cup-Halbfinal gegen das NLB-Team 33:18 und qualifiziert sich für den Final

Fritz Bischoff, St.Galler Tagblatt

Dass das NLA-Team des LC Brühl den Cup Halbfinal der Handballerinnen gegen das NLB-Team des Vereins gewinnen würde, daran hatte im Vorfeld kaum jemand gezweifelt. Da war das Wie und das Drum und Dran zum reglementarisch verordneten Halbfinal schon interessanter. Dass am Ende die höherklassige Equipe 33:18 gewann, entsprach den Leistungsmöglichkeiten der Spielerinnen. Zur Pause lag das B-Team beim 9:14 lediglich fünf Tore zurück. «Die Defensivarbeit in der 1. Halbzeit war sehr gut. Offensiv hätten wir mutiger und frecher auftreten sollen. Nach der Pause war es dann der Mix zwischen den nachlassenden Kräften, der geringeren Erfahrung und den sich mehrenden Fehlern, dass es zum deutlichen Schlussergebnis kam», bilanzierte die NLB-Trainerin Azra Mustafoska.

Das gegnerische Kompliment

Beste Torschützin der Partie mit sieben Toren war die linke Aussenspielerin des NLA-Teams, Dimitra Hess. Sie sprach nach der Begegnung von einem eher komischen vereinsinternen Halbfinal-Spiel und machte als erstes ein Kompliment an die Gegnerinnen. «Unser Nachwuchsteam hat das super gemacht. Es hat zum Beispiel sehr gut ausgenutzt, dass wir in der 1. Halbzeit zu wenig konsequent agiert haben.» Damit sprach die 25jährige die Tatsache an, dass die Tordifferenz vor der Pause nie grösser als sechs Treffer war. Es war ein wellenartiger Spielverlauf mit längeren torlosen, dafür fehlerhafteren Phasen. Diese Charakteristik verfiel nach der Pause bald einmal, und spätestens Mitte der zweiten Hälfte beim Zehntorvorsprung (23:13) war die Spannung verflogen. «Trotzdem hat es Spass gemacht. Wir freuen uns jetzt auf den Final vom 22. Februar 2026 in Winterthur», meinte Hess. In diesem Endspiel treffen die St.Gallerinnen auf den aktuellen Meisterschaftsleader GC Amicitia Zürich, der seinen Halbfinal gegen die Spono Eagles mit 27:20 zu seinen Gunsten entschieden hat.

Ein zufriedener Präsident

An den Final dachte nach dem Halbfinal auch schon der Präsident des LC Brühl Handball, Chris Löhrer. «Aus Vereinssicht ist es sicher richtig, dass unser erstes Team den Final erreicht hat. Mein Kompliment gilt aber vor allem unserem aus zahlreichen U-18-Elitespielerinnen bestehenden NLB-Team. Eine gewisse Nervosität war anfänglich bei allen auszumachen. Erfreut und überrascht war ich angesichts der Ferienzeit vom Zuschauerinteresse.» Die 600 Besucherinnen und Besucher stimmten auch den LCB-Geschäftsführer Joël Wachter positiv. «Unser Verein hat 350 Mitglieder – davon 220 im Nachwuchsbereich und 50 Aktive. Sie alle haben dazu beigetragen, dass wir einen Cup Halbfinal schon fast ein wenig als familiären Vereinsanlass erleben durften. Das Resultat war am Ende eher nebensächlich.»

LC Brühl «2» (NLB) - LC Brühl «1» (NLA) 18:33 (9:14)
Kreuzbleiche – 600 Zuschauer – Sr.: Odermatt/Rachad.

Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen LC Brühl «2» und 3-mal 2 Minuten gegen den LC Brühl «2».

LC Brühl «2»: A.Schildknecht (8 Paraden)/J.Schildknecht (0 P.)/E.Lichtensteiger (5 P.); M.Lichtensteiger, Rhyner (1), Kobler (1), Rütsche (1), Rigatti (5), Stojkovic (1), Schaub, Maahsen, Hofstetter (6/3), Schmid, Schneider (1), Usik (2).

LC Brühl «1»: Kothen (8 Paraden)/Schäfer (2 P.); Kernatsch, Baljak (4), Simova (4), Ackermann, Altherr (3), Truchot (3/1), Coker (3), Schnider, Mosimann (2/1), Eugster (4), Hess (7), Arpagaus (3).

Bemerkungen. LCB 2» ohne die verletzten Bommer, Krämer und Knüsel. LCB «1» ohne die verletzten Kaufmann, Kikanovic, Lauper und Lüscher. Verhältnis vergebener Penaltys 0:2.

Foto: Balthasar Dörig


Sein Können ins Scheinwerferlicht stellen

Weil es die Reglemente so wollen, ist der Cup Halbfinal der Handballerinnen eine vereinsinterne Angelegenheit des LC Brühl

 

Fritz Bischoff

 

Am Samstag werden im Cup der Handballerinnen die Halbfinals gespielt. Damit wird klar, wer am 22. Februar 2026 in Winterthur den Final bestreiten darf. Ein Verein steht als Finalist bereits fest. Es ist der LC Brühl. Von den vier Teams, die sich für den Halbfinal qualifiziert haben, stellen die St.Gallerinnen die Hälfte. Neben dem LC Brühl «1» aus der höchsten Liga und dem LC Brühl «2» aus der zweithöchsten Liga haben sich die NLA-Teams von Spono Eagles und GC Amicitia Zürich qualifiziert. Eine Auslosung der Halbfinalpartien gab es nicht. Zwei Sätze im rund 60-seitigen Wettspielreglement das Verbands verunmöglichen, dass sich beide St.Galler Teams für den Final qualifizieren könnten. «Im Final können nicht zwei Teams aus demselben Verein teilnehmen. Sollten im Halbfinal zwei Teams aus demselben Verein vertreten sein, müssen sie gegeneinander antreten», ist dort zu lesen. Die Freude, ob dieser Regelung war bei den Brühlerinnen schon vor zwei Jahren klein, als sich die gleiche Halbfinalkonstellation ergeben hatte. «Eigentlich sollten die beiden besten Teams, die den Weg dorthin sportlich geschafft haben, den Final bestreiten. Aber nun ist es so, wie es ist, und wir freuen uns auf das Spiel», sagt Azra Mustafoska, die Trainerin des LC Brühl «2».

Arpagaus und Schnider mit einem Seitenwechsel

Für zwei Spielerinnen ist der vereinsinterne Halbfinal noch besonderer als für alle anderen. Leonie Arpagaus und Ursina Schnider spielten vor zwei Jahren noch im zweiten Team. Mittlerweile sind sie in der ersten Equipe zu Stammkräften geworden. «Wir hatten vor zwei Jahren vor dem Halbfinal die ganze Saison kein einziges Spiel verloren. So wollten wir auch gegen unser NLA-Team gewinnen. Wir verloren dann 24:36. Trotzdem konnten wir zeigen, was wir können», erinnert sich die 21jährige PHS-Studentin Arpagaus. Auch die 20jährige ETH-Studentin Schnider erinnert sich zurück. «Vereinsintern zu spielen und zu verlieren war schon irgendwie ein Frust. Gegen ein anderes Team hätten wir vielleicht den Final erreicht. Aber vor rund 800 Zuschauern und einer tollen Kulisse antreten zu können, war ein Supererlebnis.» Beide betonen auch, dass der vereinsinterne Vergleich für die jungen Spielerinnen aus dem NLB-Team eine gute Möglichkeit sei, sich mit einer guten Leistung ins Scheinwerferlicht zu stellen, um sich damit für das NLA-Team zu empfehlen. «Allgemein gibt es unter den beiden Teams kaum Unbekanntes. Wir spielen ähnliche, vom Verein vorgegebene Systeme. Oft trainieren wir in der Kreuzbleiche nacheinander oder vielleicht sogar einmal gemeinsam», sagt Arpagaus, die seit mehr als zehn Jahren dem Rekordmeister treu ist. Seit fünf Jahren spielt die aus Andelfingen stammende Schnider beim LCB. «Ich freue mich jetzt ganz einfach auf das Derby, das so oder so etwas Besonderes ist. Es geht ja schliesslich um den Einzug in den Cupfinal.» Spielbeginn zum Halbfinal ist am Samstag um 17.15 Uhr in der Sporthalle Kreuzbleiche.

Bericht: Fritz Bischoff, St.Galler Tagbaltt
Foto: Balthasar Dörig


LC Brühl mit 31 Jahren Altersunterschied zum Kantersieg

Mit einem souverän erspielten 34:18-Kantersieg gegen den DHB Rotweiss Thun hat der LC Brühl die Hauptrunde im Handball der Nationalliga A auf dem dritten Rang abgeschlossen. Die St.Gallerinnen waren gegen den Zweitletzten aus dem Berner Oberland von der ersten bis zu letzten Minute das dominierende und ganz einfach bessere Team. «Wir hatten schon etwas mehr Gegenwehr erwartet. Für unsere Gegnerinnen war es aber auch schwierig, unserem Tempospiel entgegenhalten zu können. Unsere kämpferische Einstellung passte im Offensiv- wie auch im Defensivbereich», fasste Stefanie Eugster die 60 Minuten zusammen. Die Kreisspielerin überzeugte mit sieben Toren aus sieben Abschlüssen. «Wir alle waren mental zum Erfolg bereit», fand die 24jährige Bernerin, die die zweite Saison beim Rekordmeister spielt. So war es nicht der Spielverlauf mit der immer deutlicher werdenden Führung für das Heimteam, der die Geschichte des Spiels schrieb, sondern ein Altersunterschied von 31 Jahren. Beim LC Brühl stand bis zur 50. Minute mit einer guten Leistung Norah Kothen im Tor. Dann löste sie Jenny Schäfer ab. Die Deutsche ist seit dieser Saison für die St.Gallerinnen spielberechtigt, nachdem sie zuvor in Arbon aktiv war. Dies ist nichts Besonderes, ihr Alter hingegen schon. Sie ist nämlich 47jährig. Auf dem linken Flügel kam zum dritten Mal in dieser Saison Lauryn Mierzwa zum Einsatz. Die Juniorinneninternationale ist erst 16jährig und erzielte mit dem 13:7 in der 27. Minute ihr erstes Tor in der höchsten nationalen Spielklasse. Ihr Talent erstaunt kaum, spielten doch auch ihre Mutter Caroline und ihr Vater Alexander erfolgreich in den höchsten Ligen, und ihr 19jähriger Bruder Niclas sorgt aktuell bei Pfadi Winterthur als unbestrittener Topskorer für Furore.

Bericht: Fritz Bischoff, St.Galler Tagbaltt
Foto: Balthasar Dörig

LC Brühl – DHB Rotweiss Thun  34:18 (15:8)
Kreuzbleiche – 200 Zuschauer – Sr.: Spengler/Woschitz.

Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen den LC Brühl und 2-mal 2 Minuten gegen Thun.

LC Brühl: Kothen (11 Paraden)/Schäfer(3 P.); Mierzwa (1), Kernatsch, Baljak (6), Simova (3), Ackermann (1), Altherr (4), Truchot (1), Coker (1), Schnider (2), Mosimann (3/2),  Eugster (7), Usik (1), Hess (3), Arpagaus (1).

DHB Rotweiss Thun: Bruni (0 Paraden)/Buchhofer (9 P.); A.Hofstettler (1), Elsenousi, Fahrni, Käslin (2), Negroni (5), Michel (1), Künzle (3), F.Hostettler (5/3), Volovnyk (1), Siegenthaler.

Bemerkungen: Verhältnis vergebener Penaltys 0:0. LC Brühl ohne die verletzten Lüscher, Lauper und Kaufmann.

 


Ein Sieg für das Selbstvertrauen und zwei Punkte für die Finalrunde

Mit dem Heimspiel am Mittwochabend um 20.00 Uhr gegen den DHB Rotweiss Thun schliesst der LC Brühl die Hauptrunde, die er auf dem dritten Platz beenden wird, ab. Auf das zweitplatzierte Yellow Winterthur beträgt der Rückstand in der Rangliste fünf Punkte, zum Vierten LK Zug der Vorsprung ebenfalls fünf Punkte. Trotz dieser Ausgangslage sieht Captain Mirjam Ackermann die Partie nicht als unwichtige Pflichtaufgabe an. «Wir sind in der Favoritenrolle und wollen diese mit einem Sieg bestätigen. Da die Punkte aus der Hauptrunde in die Finalrunde mitgenommen werden, sind für uns auch die zwei Punkte wichtig.» Von den Bernerinnen erwartet sie eine beträchtliche Gegenwehr. Vor dem letzten Spiel sind sie auf dem 7. Platz und damit nicht für die Finalrunde qualifiziert. Ihr Rückstand auf den Sechsten Herzogenbuchsee beträgt nur einen Punkt. Verliert Herzogenbuchsee sein Spiel gegen Zug, während Thun gegen den LC Brühl gewinnt, würden die beiden Teams ihre Plätze tauschen. «Da geht es für unseren Gegner um sehr viel. Wir müssen uns aber auf uns fokussieren und die Leistung abrufen, die wir am vergangenen Sonntag bei unserem Sieg gegen die Spono Eagles in der 2. Halbzeit gezeigt haben. Damit können wir auch beweisen, dass wir trotz einiger Hochs und Tiefs in der Hauptrunde wieder ein Anwärter auf den Titel sind», meint die 28jährige Ackermann, die schon seit 16 Jahren und damit den U15-Juniorinnen beim LC Brühl spielt und in dieser Zeit 376 Pflichtspiele absolviert hat.

LC Brühl Handball – DHB Rotweiss Thun Mi, 28.01.2026 20:00
Sporthalle Kreuzbleiche, St.Gallen – Sr.: Spengler/Woschitz.

Bericht: Fritz Bischoff
Bild: Balthasar Dörig


Nach der Pause zur richtigen Mentalität gefunden

Die Brühler NLA-Handballerinnen gewinnen nach einem Rückstand von sechs Toren doch noch 29:27 gegen die Spono Eagles.

Bericht: Fritz Bischoff
Foto: Balthasar Dörig

Vor einer Woche hatten die Handballerinnen des LC Brühl in der Nationalliga A das Spitzenspiel gegen Yellow Winterthur 25:32 verloren. Trainer Raphael Kramer hatte vor allem die Mentalität seiner Spielerinnen bemängelt. Dieser Mangel wurde auch in der Partie vom Sonntagabend in Nottwil gegen die Spono Eagles von Beginn weg wieder augenfällig. Es mangelte an Kampfeskraft, es häuften sich Fehler und schlechte Abschlüsse. Defensiv wurde nicht kompakt gearbeitet und offensiv wurde wenig Zwingendes kreiert. Die Folge der unbefriedigenden Leistung war in der 25. Minte beim 13:7 ein Rückstand von sechs Toren. Nach der 1.Halbzeit beim 10:14-Rückstand zeichnete sich wenig ab, das für den Rekordmeister gesprochen hätte, denn es war gesamthaft eine fahrige Leistung.

Weckruf in der Pause

In der Pause sprach das Trainerteam – insbesondere Goran Aleksic – mit klaren Worten vor allem die mangelnde Einstellung der Spielerinnen an. Dies wirkte sich in der 2.Halbzeit schon bald einmal positiv aus. Der Auftritt der St.Gallerinnen wurde überzeugender, williger und damit auch erfolgreicher. Mitte der zweiten Hälfte gelang beim 19:19 der Ausgleich, worauf Yara Mosimann mit einem Penalty die erstmalige Führung erzielte. In der restlichen Spielzeit wechselte die Führung zwischen den beiden Tems immer wieder hin und her. In den Schlussminuten dann war der LC Brühl endgültig das bessre Team. Der 29:27-Auswärtssieg war der verdiente Lohn für die Leistungssteigerung nach der Pause. «Die Spielerinnen haben in der zweiten Hälfte ihren Stolz und die richtige Mentalität wieder gefunden. Das ist der entscheidende Punkt zu unserem Sieg», zeigte sich Trainer Kramer erleichtert. Einen besonderen Beitrag zum Gewinn der zwei Punkte hatte Yara Mosimann geleistet. In überzeugender Art verwertete sie alle acht den Brühlerinnen zugesprochenen Penaltys.

Telegramm Handball Frauen

Spono Eagles - LC Brühl 27:29 (14:10)
SPZ – 180 Zuschauer – Sr.: Boshkoski/Stalder.

Strafen: 1-mal 2 Minuten die Spono Eagles und 3-mal 2 Minuten gegen den LC Brühl.

Spono Eagles: Hartz (10 Paraden)/Zürcher (0 P.); Von Rotz, Sutter (2), Cilurzo (2), Manduca (3), Strupler, Käser, Herger (13/5), Schmied (1), Egli, Pellaton (2), Röösli, Emmenegger (3), Bytyqi, Grüning (1).

LC Brühl: Kothen (6 Paraden und 1 Tor)/Kikanovic und Schäfer (nicht eingesetzt); Mierzwa, Kernatsch (1), Simova (2), Ackermann (1), Altherr (3), Truchot (2), Coker (5), Schnider (1), Mosimann (9/8), Eugster, Usik, Hess (2), Arpagaus (2).

Bemerkungen: Verhältnis vergebener Penaltys 0:0. LC Brühl ohne die verletzten Lauper, Baljak, Lüscher und Kaufmann.


Besondere Ehrung am letzten Heimspiel - 2x 200 SPL1-Spiele

Im Rahmen des Heimspiels gegen Yellow Winterthur ehrte der LC Brühl Handball zwei Spielerinnen für einen aussergewöhnlichen Meilenstein: Stéphanie Lüscher und Stefanie Eugster absolvierten jeweils 200 Spiele in der höchsten Schweizer Handball-Liga.

Stéphanie Lüscher wechselte 2020 von GC Amicitia zum LC Brühl Handball. In bislang 201 Spielen im Oberhaus erzielte sie 418 Tore und ist seither ein fester Bestandteil des Teams.

Stefanie Eugster stiess auf die Saison 2024/25 zum Rekordmeister und bestreitet aktuell ihre zweite Saison im Trikot der Brühlerinnen. In 203 Spielen in der höchsten Liga gelangen ihr 548 Tore. Zudem kann sie bereits 30 Einsätze für die Schweizer Nationalmannschaft vorweisen.

Cheftrainer Kramer würdigt die Leistung der beiden Spielerinnen: „200 Spiele in der höchsten Liga sind heute keine Selbstverständlichkeit. In einer Liga mit tiefem Altersdurchschnitt nehmen Stéphanie Lüscher und Stefanie Eugster eine wichtige Vorbildrolle ein und zeigen, was es bedeutet, den Handballsport beruflich wie privat mit grossem Engagement zu leben.“

Der LC Brühl gratuliert beiden Spielerinnen herzlich zu dieser grossartigen Leistung und bedankt sich für ihren langjährigen Einsatz, ihre Konstanz und ihre Leidenschaft für den Handballsport.


Nicht die geforderte Mentalität von Siegerinnen

Den Brühler Handballerinnen misslingt mit dem 25:32 die Revanche gegen Yellow Winterthur

Bericht: Fritz Bischoff, St.Galler Tagblatt
Fotos: Balthasar Dörig

In der Vorrunde hat der LC Brühl in der Nationalliga A der Handballerinnen auswärts bei Yellow Winterthur knapp 30:32 verloren und damit die zweite Saisonniederlage hinnehmen müssen. Bis zum zweiten Vergleich mit den Zürcherinnen haben die St.Gallerinnen nicht mehr verloren. Diese Serie fortzusetzen war das erklärte Ziel in der Partie gegen den Tabellenzweiten. Damit sollte auch Revanche für die Niederlage genommen werden. Doch aus dem Ansinnen wurde nichts. Das Team von Raphael Kramer verlor diskussionslos 25:32 und bezog damit die dritte Saisonniederlage. Der Trainer fand nach dem Spiel klare Worte zur Leistung seiner Spielerinnen. «Unsere Leistung entsprach nicht dem, was wir uns vorgenommen hatten. Es fehlte am Charakter, es fehlte die Disziplin, es fehlte die Bereitschaft und es fehlte die Körperlichkeit.» Damit gab er den Eindruck wider, den die grünweisse Equipe während der gesamten Spieldauer vermittelt hatte. Da war nicht ein geschlossenes Kollektiv am Werk, das um jeden Preis den Sieg wollte. Die Einsatzbereitschaft und der Kampf liessen in gleichem Masse Wünsche offen, wie dies die Konzentration tat.

20 Fehlwürfe und 12 Fehler

War die 1. Halbzeit mit wechselnden Führung resultatmässig noch mehr oder weniger ausgeglichen, so änderte sich dies nach der Pause. Yellow baute seinen 16:15-Vorsprung schnell auf drei Tore aus, ging mit einem Fünftorepolster in die Schlussviertelstunde und verwaltete diese Differenz ohne grössere Probleme bis zum Ende. Dies gelang ohne eine überzeugende Leistung abrufen zu müssen, denn ein Aufbäumen der Gegnerinnen zeichnete sich nie ab. Die kämpferische Einstellung dazu fehlte. Auch mental wurde das erforderliche Niveau nicht erreicht. Die Fehlerquote (12 unerzwungene Ballverluste) war zu gross. Sie ermöglichte es den Winterthurerinnen mit Gegenstössen immer wieder zu einfachen Treffern zu kommen. Knapp ein Drittel ihrer Tore fiel derart. Gleichermassen mangelhaft war die Wurfausbeute der Gastgeberinnen. 20 Fehlwürfe - deren fünf an die Torumrandung – ergaben eine schlechte Wurfquote von nur 56 Prozent. Da passte schlichtweg zu viel nicht zusammen, was für einen Punktgewinn hätte zusammenpassen müssen. Es wurde damit auch die Möglichkeit vergeben, allenfalls Yellow noch vom 2. Platz verdrängen zu können. Da der LCB als Dritter auf den Vierten Zug drei Punkte Vorsprung hat, wird er die Hauptrunde wohl auf dem aktuellen Tabellenrang beenden. Ob dieser Gedanke und die damit verbundene Folgerung, dass die Klassierung nach der Hauptrunde für die Finalrunde und die allfälligen Playoff-Spiele bedeutungslos ist, in den Köpfen der Spielerinnen war, bleibe dahingestellt. In den letzten beiden Spielen der Hauptrunde treffen die Brühlerinnen am kommenden Sonntag auswärts auf die Spono Eagles und am Mittwoch darauf empfangen sie zu Hause den DHB Rotweiss Thun.

Telegramm Handball Frauen

LC Brühl – Yellow Winterthur 25:32 (15:16)
Kreuzbleiche – 500 Zuschauer – Sr.: Abalo/Maurer.

Strafen: Gegen beide Teams je 4-mal 2 Minuten.

LC Brühl: Kothen (11 Paraden), Schäfer (nicht eingesetzt); Kernatsch (2), Baljak (7/3), Simova, Ackermann (2), Altherr (4), Truchot, Coker (2), Schnider (2), Mosimann, Lüscher (2), Eugster (1), Hess (2), Arpagaus (1), Kerestély.

Yellow Winterthur: Stüdemann von Ehrenstein (0 Paraden)/Chappuis (12 P. und 1 Tor); Vasic (5), Dvorak (3), Skoricova, Oliveira de Almeida (8), Barancova (3), Heer (2), Osterwalder, Drent (4/3), Mössner, Dübendorfer, Abramowicz (6).

Bemerkungen: Verhältnis vergebener Penaltys 0:0. LC Brühl ohne die verletzten Lauper, Kikanovic und Kaufmann. Stéphanie Lüscher und Stefanie Eugster vor dem Spiel für 200 Partien in der höchsten Liga geehrt.


LC Brühl Handball

Adresse  LC Brühl Handball | 9000 St. Gallen
Geschäftsstelle  Andrea Albrecht | info@lcbruehl.ch | T +41 71 280 11 30

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