LC Brühl für den Cupfinal gerüstet

Der LC Brühl bestreitet am kommenden Sonntag in Winterthur den Cupfinal gegen GC Amicita Zürich. So wie den Zürcherinnen mit dem 37:20 die Hauptprobe gegen die Spono Eagles geglückt ist, ist sie es auch den St.Gallerinnen mit dem 41:29 gegen den HV Herzogenbuchsee. «Dieser Sieg gibt uns viel Zuversicht für den Cupfinal», meinte Mia Kernatsch. Die 24jährige Deutsche war auch dank ihren sechs Toren aus sechs Abschlüssen zur besten Spielerin ihres Teams gewählt worden. Sie sprach von einer mutigen Spielanlage ihrer Equipe, fand aber gleichwohl Punkte, die nicht optimal gelaufen waren. «Die 29 Gegentreffer sind gegen den Tabellenletzten zu viele. Auch die Leistungsschwanken waren nicht erfreulich.» Damit sprach sie den Spielverlauf an. Die Brühlerinnen zeigten einen konzentrierten Beginn und lagen nach sechs Minuten 4:0 vorne. Nach neun Minuten stand es 8:2. Doch nach einem Timeout der Bernerinnen erzielten diese vier Tore in Folge zum 8:6. Die Schwächephase des Heimteams dauerte an, so dass nach einer Viertelstunde ein 9:8 notiert werden musste. Das Timeout von Trainer Raphael Kramer zeigte in gleichem Masse Wirkung wie der Einsatz anderer Spielerinnen. So konnte der Vorsprung bis zur Pause (21:14) auf sieben Treffer ausgebaut werden. Im zweiten Spielabschnitt war der LC Brühl wohl jederzeit das bessere Team, doch konnte die Wurfauswertung nicht immer überzeugen. Bei 68 Prozent stand sie am Ende, doch die Gegnerinnen brachten es auch auf 67 Prozent. Der grosse Unterschied der beiden Teams war die Fehlerquote. Diese stand beim Rekordmeister bei sehr guten fünf unerzwungenen Ballverlusten, wogegen Herzogenbuchsee deren 23 zu verzeichnen hatte. Dies war der Unterschied, der sich am Ende auch im verdienten Heimsieg abbildete.

Telegramm Handball Frauen

LC Brühl – HV Herzogenbuchsee 41:29 (21:14)
Kreuzbleiche – 250 Zuschauer – Sr.: O. Albert Gallardo/H .Albert Gallardo

Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen den LC Brühl und 3-mal 2 Minuten gegen Herzogenbuchsee.

LC Brühl: Kothen (7 Paraden und 1 Tor)/Schäfer (1 P.); Kernatsch (6), Baljak (2/1), Simova (6), Ackermann (1), Altherr (3), Truchot (2), Coker (5), Mosimann (5/2), Lüscher, Eugster (2), Usik (1)Hess (4), Arpagaus (3).

HV Herzogenbuchsee: Käser (11 Paraden)/Bösiger (1 P.)/Billeter (4 P.); Gränicher (6), Hofer (1), Teuscher, Widmer (9), Lüthi, Fluri, Caroline Gygax (2), Carmen Gygax, Husmann, Schmied, Sturny (6), Pfäffli (5/1).

Bemerkungen: Verhältnis vergebener Penaltys 0:0. LC Brühl ohne die verletzten Schnider, Lauper, Kikanovic und Kaufmann.

Bericht: Fritz Bischoff, St.Galler Tagblatt
Foto: Balthasar Dörig

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