SPL1: St.Galler NLA-Handball überzeugt mit Siegen
Bild: Balthasar Dörig
Bericht: Sarina Brunner und Fritz Bischoff, St.Galler Tagblatt
St.Otmar gewinnt gegen den HC Kriens-Luzern 32:29 und der LC Brühl gegen die Spono Eagles mit 34:28.
Die Idee, nach rund zwei Jahrzehnten wieder einmal die beiden St.Galler Spitzenteams im Handball an einem Tag in Folge ihr NLA-Heimspiel austragen zu lassen, hat funktioniert. 910 Zuschauerinnen und Zuschauer fanden den Weg in die Sporthalle Kreuzbleiche. Sie brauchten ihr Kommen nicht zu bereuen. Sowohl die Frauen des LC Brühls zeigten bei ihrem 34:28-Sieg gegen die Spono Eagles attraktiven und bekömmlichen Handball als auch St.Otmars Männer. Ihr 32:29-Sieg gegen den HC Kriens Luzern war eine begeisternde Leistung mit einem Publikum im Rücken, das dem Team in der Schlussphase eine Standing Ovationen gönnte.
Zwei Halbzeiten zusammengehängt
Diese Standing Ovation war dem starken Auftritt der St.Galler auch würdig, denn sie überzeugten über die gesamte Spielzeit hinweg. «Wir hatten über das ganze Spiel die Kontrolle, die Torhüterleistung war sehr gut und fast alle Feldspieler erzielten ein Tor», zeigte sich ein sichtlich stolzer Marcus Stroustrup nach der Partie erfreut. Seine Mannschaft war von Beginn weg tonangebend, lag die ganze Zeit in Führung und zeigte, wozu sie fähig ist.
Mit seiner kompakten und agilen Verteidigung liess Otmar den Gästen aus der Innerschweiz nicht viele Möglichkeiten und hatte zusätzlich in Anderas Björkman Myhr einen starken Torhüter, der insgesamt elf – teilweise sehenswerte – Paraden zeigte. Auch im Angriff gelang vieles und es war auffallend, dass das Leistungsniveau trotz verschiedener Wechsel nicht abfiel. So bauten die St.Galler bereits in der ersten Halbzeit ihren Vorsprung auf zwischenzeitlich fünf Tore aus. Dieser pendelte sich in der Folge aber bei zwei bis drei Treffern ein, ehe Kriens-Luzern Mitte der zweiten Halbzeit beim 21:22 nochmals aufschliessen konnte. Otmar zeigte aber, dass es gefestigt ist und auch über 60 Minuten durchziehen kann. «Wir haben aus unseren Fehlern, zum Beispiel gegen Pfadi Winterthur, als wir eine schlechte zweite Halbzeit einzogen, gelernt und können nun zwei gute Halbzeiten aneinanderhängen», sagte Stroustrup, «wieso dies nun gelang, ist schwierig zu sagen, aber wir blieben positiv, hielten zusammen und die Konzentration hoch.» Dies war auch in diversen Unterzahlsituationen zu sehen, in welchen die Otmärler nicht aus dem Konzept kamen. Auf die Frage, ob dies nun die beste Leistung der Saison war, meinte Stroustrup, sie hätten schon andere gute Spiele gezeigt, Kriens sei aber der beste Gegner gewesen.
LC Brühl für einmal startklar
Waren somit St.Otmars Männer ob ihrer Leistung zufrieden, so konnten dies auch die Frauen des LC Brühl sein. «Das war ein richtig guter Start in die Partie. Wir waren alle auf unsere Aufgaben sehr fokussiert», analysierte die fünffache Torschützin Mia Kernatsch. Die 23jährige Deutsche, die schon die fünfte Saison bei den St.Gallerinnen spielt, hatte dabei vor allem die ersten 13 Minuten im Kopf. Zu diesem Zeitpunkt lag ihr Team nämlich schon mit 8:2 in Führung. War in einigen Partien dieser Saison die Startphase eine Schwäche des Teams von Trainer Raphael Kramer, so war diese Phase gegen die Luzernerinnen eine Stärke. Dass die Partie am Ende beim 34:28 immer noch eine Differenz von sechs Toren beinhaltete, zeigt auf, dass das Spiel mehrheitlich einen ausgeglichenen Verlauf nahm. Einzig in der 51. Minute beim 26:23 kam Spono einmal in einen Bereich, in dem die Partie noch hätte kippen können. «Es waren zeitweise zu viele Fehler und auch Undiszipliniertheiten, die unseren Gegner wieder ins Spiel brachten. Bedenken um unseren Sieg hatte ich aber nie», meinte Kernatsch. Mit ein Grund dafür war wohl auch die ausgeglichene Teamleistung. Dies im Unterschied zu den Nottwilerinnen, die in ihrer 14-fachen Torschützin, der Slowenin Mirjeta Bytyqi, eine eigentliche Alleinunterhalterin hatten.
Telegramm
Handball Frauen
LC Brühl – Spono Eagles 34:28 (16:11)
Kreuzbleiche – 530 Zuschauer – Sr.: Rottmeier/Nassari-Rad.
Strafen: 1-mal 2 Minuten gegen den LC Brühl und 2-mal 2 Minuten gegen Spono Eagles.
LC Brühl: Kothen (5 Paraden)/Kikanovic (3 P.); Kernatsch (5), Baljak (5/2), Simova, Ackermann (3), Altherr (7), Truchot (1), Coker (3), Schnider (4), Lüscher (1), Eugster (4), Usik, Hess, Arpagaus (1), Kerestély.
Spono Eagles: Strebel (0 Paraden)/Zürcher (nicht eingesetzt)/Hartz (5 P.); Suter (3), Cilurzo (1), Strupler (2), Herger (2), Schmied (1), Egli (1), Pellaton, Röösli, Emmenegger (4), Bytyqi (14/3).
Bemerkungen: Verhältnis vergebener Penaltys 1:1. Brühl ohne die verletzten Mosimann, Lauper und Kaufmann.
Telegramm
Handball Männer NLA
St.Otmar - HC Kriens-Luzern 32:29 (16:14)
Kreuzbleiche – 910 Zuschauer: – Sr.: Henning/Meier.
Strafen: 7-mal 2 Minuten gegen St.Otmar und 3-mal 2 Minuten gegen Kriens-Luzern – inklusive Disqualifikation Sipic (54. Min.)
St.Otmar: Björkman Myhr (11 Paraden)/Lacok (nicht eingesetzt); Bolt (4), Alder, Tobler, Dörwaldt (3), Brülisauer (1), Heinl (3/3), Stroustrup (9/4), Löfström (1), Höning (2), Jessen (3), Schneider, Möller (3), Braun (2), Wetzel (1).
HC Kriens-Luzern: Bonnefoi (4 Paraden)/Scheidiger (5 P.); Aellen, Sigrist (8/2), Wolfisberg, Orbovic (1), Cepic (2), Milosavljevic, Oertli (1), Müller (9/1), Sipic (5), Bader, Langenick (2), Schneider, Zimmermann, Idrizi (1).
Bemerkungen: Verhältnis vergebener Penaltys 2:0. St.Otmar ohne die verletzten Da Silva Alves, Küffer und Locher.
SPL1: Final-Reprise am Doppelspieltag in der Kreuzbleiche
Bild: Baltashar Dörig
Am Samstag, 11. Oktober 2025, steht die Sporthalle Kreuzbleiche ganz im Zeichen des Handballs. Im Rahmen eines gemeinsamen Doppelspieltags mit dem TSV St. Otmar empfängt der LC Brühl Handball die Spono Eagles zur Neuauflage des letztjährigen Playoff-Finals.
Für die St. Gallerinnen ist es das erste Heimspiel nach dem Ausscheiden aus der Europa-League-Qualifikation. Entsprechend gross ist die Motivation, mit einem Erfolgserlebnis in den nationalen Wettbewerb zurückzukehren. Der Rekordmeister strebt den nächsten Heimsieg an und will den Zuschauenden zeigen, dass die Enttäuschung aus dem Europacup bereits verarbeitet ist.
Die Gäste aus Nottwil reisen mit drei Niederlagen in Serie an und werden alles daransetzen, den Negativlauf zu beenden. Nach einem starken Saisonstart ist das Team derzeit gefordert, wieder in die Erfolgsspur zu finden – die Ausgangslage verspricht also ein intensives und offenes Duell.
Cheftrainer Raphael Kramer blickt voraus: «Wir freuen uns nach der intensiven und sehr lehrreichen letzten woche auf den ersten Klassiker in eigener Halle. Wir wollen unseren positiven Prozess bestätigen und mit gemeinsamer Power das El Classico des Schweizer Frauen Handballs für uns entscheiden.»
Zwischen den beiden Spielen erwartet die Besucherinnen und Besucher zudem ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit einer Autogrammstunde und einem Speedo-Meter, bei dem die eigene Schussgeschwindigkeit gemessen werden kann.
Der Doppelspieltag verspricht somit nicht nur sportlich, sondern auch atmosphärisch ein Highlight zu werden. Spannung ist garantiert!
LC Brühl Handball - Spono Eagels
Sporthalle Kreuzbleiche - 15:30 Uhr – Sr.: Rottmeier/Nasseri-Rad.
TSV St.Otmar - HC Kriens Luzern
Sporthalle Kreuzbleiche - 18:00 Uhr - Sr.: Hennig/Meier.
SPL1: LC Brühl scheidet mit Achtungserfolg aus
Text: Fritz Bischoff, St.Galler Tagblatt
Bild: Beatrice Hänsler
Die St.Gallerinnen gewinnen in der zweiten Qualifikations-Runde zur EHF European League Gruppenphase auswärts das Rückspiel gegen GC Amicitia Zürich 30:25, scheiden mit dem Gesamtskore von 53:61 aber aus dem Wettbewerb der zweithöchsten europäischen Stufe aus.
Die 13 Tore Differenz aus dem Hinspiel aufzuholen, war ein Ding der Unmöglichkeit. Trotzdem zeigte sich der LC Brühl über die gesamte Spielzeit kämpferisch. Das Bemühen, die blamable Niederlage aus dem Hinspiel zu korrigieren, war unverkennbar. Nach der 2:1-Führung der Zürcherinnen geriet der Rekordmeister nie mehr in Rückstand und erreichte in der 50. Minute bei der 26:19-Führung seinen deutlichsten Vorsprung. Es war eine geschlossene Teamleistung mit wenig Fehlern und einer guten Wurfausbeute, die die Überlegenheit einbrachte. Ein wichtiger Faktor war auch Torhüterin Norah Kothen. Die 20jährige Deutsche glänzte mit 19 Paraden und kam zwischenzeitlich auf eine Abwehrquote von über 50 Prozent. Sucht man für den internationalen Einsatz von Brühl doch noch positive Punkte, so ist zum einen der Umstand, dass die Konzentration für den Rest der Saison der nationalen Meisterschaft gelten kann und zum anderen, dass für den Verein der internationale Einsatz keine finanziellen Belastungen erbracht hat.
Telegramm
Handball Frauen EHF European League Gruppenphase
GC Amictia Zürich – LC Brühl 25:30 (13:15)
Saalsporthalle – 500 Zuschauer – Sr.: Nygaard/Primdahl (DK).
Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen GC Amicitia und 3-mal 2 Minuten gegen den LC Brühl.
GC Amicitia Zürich: Kuratli (5 Paraden)/Krüger (3 P.); Aellen (2), K.Erni, Winterberg (1), Rusert (3), Kündig (6/4), Schmid, D Ambrosio (1), J.Erni (4), Schäfer (5) Schläpfer (3).
LC Brühl: Kothen (19 Paraden), Kikanovic (0 P.); Mierzwa (1), Kernatsch (2), Baljak (6/4), Ackermann (2), Altherr (7), Truchot, Coker (2), Schnider (1), Mosimann, Lüscher, Eugster (4), Hess (2), Arpagaus (3), Kerestély.
Bemerkungen: Verhältnis vergebener Penaltys 1:1. LC Brühl ohne die verletzten Simova, Usik, Lauper und Kaufmann.
SPL1: LC Brühl vor fast unlösbarer Aufgabe
Text: Fritz Bischoff, St.Galler Tagblatt
Bild: Baltashar Dörig
Der LC Brühl steht am Samstag (15.00 Uhr) in Zürich vor einer fast unlösbaren Aufgabe. Im Rückspiel der zweiten Qualifikations-Runde zur EHF European League Gruppenphase gegen GC Amicitia Zürich versuchen die St.Gallerinnen die bittere 23:36-Heimniederlage des Hinspiels vom vergangenen Samstag wettzumachen, um doch noch die dritte Qualifikations-Runde mit dem Gegner HC Lokomotiva Zagreb aus Kroatien zu erreichen. «Im Sport und damit auch im Handball geschehen immer wieder scheinbar unmögliche Ereignisse. Wenn die Zürcherinnen gegen uns mit 13 Toren Unterschied gewonnen haben, warum sollen wir gegen sie nicht mit 14 Toren Differenz gewinnen?» fragt sich Brühls Linksaussen Dimitra Hess. Als Begründung ihrer Hoffnungen meint die 25jährige, die auch schon 25 Länderspiele bestritten hat, dass das Team im ersten Spiel einstellungsmässig nicht bereit gewesen sei. «Jetzt aber ist dies anders. Jede einzelne von uns ist für einen bedingungslosen Kampf motiviert.» Dem pflichtet auch die sechsfache Torschützin aus dem Hinspiel, Louise Truchot bei. «Die Analysen der Niederlage sind gemacht. Jetzt ist alles möglich und nichts ist unmöglich.» Dem Ansinnen der St.Gallerinnen nicht viel abgewinnen kann verständlicherweise die gegnerische Seite. So sagt die Zürcher Spielmacherin und 104fache Internationale Kerstin Kündig: «Wir haben uns im Hinspiel eine sehr gute Ausgangslage geschaffen. Damit ist der erste Schritt in die nächste Runde vollzogen.» Wichtig für GC Amicitia ist auch, dass im zweithöchsten europäischen Clubwettbewerb nach Verletzungen Torhüterin Sereina Kuratli, sowie die Feldspielerinnen Mailee Winterberg und Kim Erni wieder einsatzfähig sind. Auch deshalb meint Trainer Kent Ballegaard: «Unsere Erwartungen und Ambitionen sind klar. Wir wollen die nächste Qualifikationsrunde erreichen. Die Europa League bietet Spiele auf höchstem Niveau, und davon möchten wir so viele wie möglich erleben.» Doch Gleiches gilt auch für den LC Brühl. Das Gastspiel des Rekordmeisters im internationalen Bereich soll nicht schon nach zwei Partien ein Ende haben. Immerhin konnte unter der Woche mit dem 29:25-Erfolg in der NLA-Meisterschaft gegen den HV Herzogenbuchsee noch Moral gewonnen werden.
SPL1: LC Brühl erstarkt in der Schlussphase
Bericht: Fritz Bischoff, St.Galler Tagblatt
Foto: Beatrice Hänsler
Der LC Brühl findet nach der bitteren 23:36-Heimniederlage in der zweiten Qualifikations-Runde zur EHF European League Gruppenphase gegen GC Amicitia Zürich in der heimischen Meisterschaft der Nationalliga A zum Siegen zurück. Der 29:25-Erfolg in der 4. Runde gegen den punktelosen HV Herzogenbuchsee und damit der dritte Saisonsieg war allerdings ein hartes Stück Arbeit. Abermals geriet die Anfangsphase eines Spiels nicht wunschgemäss. Nach neun Minuten lagen die St.Gallerinnen 1:6 zurück. «Wir agierten verunsichert, begingen zu viele Fehler und fanden nicht zu dem Spiel, das wir uns vorgenommen hatten», stellte Dimitra Hess fest. In der Schlussphase wurde die linke Flügelspielerin zur wichtigen Vollstreckerin. Nachdem ihr Team über das 7:7 in der 19. Minute zur 12:11-Pausenführung gefunden hatte, nach 40 Minuten 18:15 vorne gelegen hatte, jedoch in der 50. Minute wieder 20:22 im Rückstand war, erzielte sie drei Treffer in Folge. Mia Kernatsch mit drei und Clairebel Coker mit zwei Toren sorgten in der Folge für einen beruhigenden Viertorevorsprung (28:24). «In der starken Schlussphase fanden wir offensiv und defensiv zu der Konsequenz, die uns zuvor gefehlt hatte», freute sich Hess. Dass der LC Brühl zuvor nicht vorentscheidend in Rückstand geraten war und so immer im Bereich des Punktgewinns blieb, hatte er auch seiner Torhüterin zu verdanken. Jasmina Kikanovic hatte nach knapp einem Viertel der Spielzeit die unglücklich agierende Norah Kothen abgelöst und am Ende 15 von 32 Würfen abgewehrt, was der sehr guten Quote von 42 Prozent entspricht. Verdientermassen wurde die 19jährige zur besten Spielerin ihres Teams gewählt.
Telegramm Handball Frauen
LC Brühl – HV Herzogenbuchsee 29:25 (12:11)
Kreuzbleiche – 120 Zuschauer – Sr.: Brunner/Salah.
Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen den LC Brühl und 1-mal 2 Minuten gegen Herzogenbuchsee.
LC Brühl: Kothen (2 Paraden), Kikanovic (15 P.); Mierzewa, Kernatsch (4), Baljak (6/2), Ackermann (2), Altherr (7), Truchot, Coker (2), Schnider, Eugster (2), Hess (4), Arpagaus (2), Kerestély.
HV Herzogenbuchsee: Käser (9 Paraden)/Bösiger (1 P.); Gränicher (1), Hofer (3), Teuscher, Braschoss, Haas (3), Strub (1/1), Widmer (8/3), Zimmerli (3), Gygax (1), Rieder (3), Schmied, Sturny (1), Pfäffli (1), Arrigoni.
Bemerkungen: Verhältnis vergebener Penaltys 0:2. LC Brühl ohne die verletzten Simova, Mosimann, Lauper, Lüscher, Usik und Kaufmann.
SPL1: LC Brühl zurück im Meisterschaftsalltag
Foto: Beatrice Hänsler
Nach der deutlichen 23:36-Niederlage in der zweiten Qualifikationsrunde zur EHF European League gegen GC Amicitia Zürich kehrt der LC Brühl am Mittwochabend in den Meisterschaftsalltag zurück. Um 19.30 Uhr empfangen die St.Gallerinnen in der Kreuzbleiche den HV Herzogenbuchsee.
Während Brühl zwei seiner ersten drei Partien gewinnen konnte, warten die Oberaargauerinnen weiterhin auf den ersten Punktgewinn. Damit hinken sie ihren Ambitionen hinterher, denn nach dem verpassten Finalrundeneinzug in der letzten Saison hat sich das Team von Trainerin Pia Christensen klar das Ziel gesetzt, diesmal unter die besten sechs zu kommen.
Für den LC Brühl könnte die aktuelle Situation der Gäste von Vorteil sein. Nach der ernüchternden europäischen Erfahrung braucht die Mannschaft von Trainer Raphael Kramer dringend ein Erfolgserlebnis, zumal am Samstag bereits das Rückspiel in Zürich ansteht. Ganz ungefährlich ist Herzogenbuchsee dennoch nicht – drei der bisherigen Niederlagen fielen mit nur ein oder zwei Treffern Unterschied denkbar knapp aus.
Besondere Motivation bringt das Spiel auch für zwei Brühlerinnen: Clairebel Coker und Louise Truchot erhielten erstmals eine Nomination ins Nationalteam im Hinblick auf die EM-Qualifikation. Gemeinsam mit Malin Altherr, die ebenfalls aufgeboten wurde, bilden sie ein starkes Trio aus St.Gallen auf internationaler Bühne.
LC Brühl – HV Herzogenbuchsee
1. Oktober 2025, 19:30 Uhr, Sporthalle Kreuzbleiche
Live auf RED+: https://www.red.sport/de-ch/livestream/lc-bruhl-handball-hv-herzogenbuchsee/1991451
SPL1: LC Brühl fehlerhaft, ideenlos und hilflos
Die St.Galler Handballerinnen verlieren in der zweiten Qualifikations-Runde zur EHF European League Gruppenphase gegen GC Amicitia Zürich 23:36
Bericht: Fritz Bischoff, St.Galler Tagblatt
Foto: Balthasar Dörig
Es lief bereits die 15. Minute im Hinspiel in der zweiten Qualifikations-Runde zur EHF European League Gruppenphase zwischen dem LC Brühl und GC Amicitia Zürich, und die St.Gallerinnen hatten immer noch kein Tor erzielt. Die Zürcherinnen führten 7:0. Erst in seinem 15. Angriff glückte dem Heimteam nach zuvor sieben Fehlern und sieben Fehlwürfen durch Mia Kernatsch das erste Tor. Doch mit dem 1:7 nach einem Viertel der Spielzeit standen die Vorzeichen für den Rest der Partie für die Gastgeberinnen denkbar schlecht. «Wir hatten einfach nicht ins Spiel gefunden. Unsere Konzentration war schlecht», fand Luise Truchot im Nachgang. Die 22jährige Westschweizerin war bei einer optimalen Wurfauswertung von 100% mit ihren sechs Toren der einzige Lichtblick im Team von Trainer Raphael Kramer.
19 Angriffe mit einem Fehler
Ansonsten herrschte beim LC Brühl mehrheitlich Tristesse. Das Team als Ganzes - aber auch die einzelnen Spielerinnen – fanden nie nur annähernd zu ihrem gewohnten Leistungsvermögen und bezogen die deutlichste Niederlage, die es je gegen die Zürcherinnen abgesetzt hatte. Das Team von Trainer Kent Ballegaard war in sämtlichen Belangen überlegen und besser. Statistische Werte sind Beleg dafür. Der LC Brühl schloss 19 Angriffe mit einem Fehler ab, GC Amicitia nur deren sieben. Die Wurfeffizienz lag bei 56% : 71%. Dies belegt auch, dass die Gastgeberinnen eine grosse Verunsicherung offenbarten, die es ihrem Gegner leicht machte, sein gewünschtes Spiel zu praktizieren. «Eigentlich sind wir zwei Teams, die leistungsmässig auf Augenhöhe sind. Aber der LC Brühl machte es uns in diesem europäischen Vergleich einfach, von Beginn weg unseren Spielplan durchzuziehen», analysierte Kerstin Kündig. Die Internationale, die auf diese Saison nach Zürich gewechselt hatte, war in ihrem Team die allgegenwärtige Schlüsselspielerin. Im Rückraum agierte sie wechselnd auf allen Positionen, band stets mehrere gegnerische Spielerinnen an sich und eröffnete so ihren Mitspielerinnen gute Abschlussmöglichkeiten, ohne selbst als Torschützin gross auftrumpfen zu müssen.
Von der gegnerischen Taktik überfordert
Ein Hauptgrund für die Entzauberung des Rekordmeisters lag in den taktischen Vorgaben der beiden Trainer. Die offensive Deckungsarbeit mit einer oder zwei vorgezogenen Spielerinnen überforderte die St.Gallerinnen während der gesamten 60 Spielminuten. Auch der Versuch mit sieben Feldspielerinnen griff nur bedingt. Trotz dem Bemühen, Gegensteuer zu geben, konnte der zu Beginn eingehandelte Rückstand nie entscheidend reduziert werden – im Gegenteil, er wuchs bis auf 14 Tote an. Im Rückspiel vom kommenden Samstag wird sich weisen, welche Lehren aus dem Desaster des Hinspiels gezogen wurden. Ein erster Hinweis darauf mag das Meisterschaftsheimspiel vom kommenden Mittwoch gegen Herzogenbuchsee sein.
Telegramm
Handball Frauen EHF European League Gruppenphase
LC Brühl – GC Amictia Zürich 23:36 (10:16)
Kreuzbleiche – 500 Zuschauer – Sr.: Hummelgard/Svensson (SWE).
Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen den LC Brühl und 4-mal 2 Minuten gegen GC Amicitia.
LC Brühl: Kothen (10 Paraden), Kikanovic (2 P.); Schneider, Kernatsch (4), Baljak, Ackermann (3), Altherr (2), Truchot (6), Coker (3), Schnider, Mosimann, Lüscher, Eugster (4), Hess, Arpagaus (1).
GC Amicitia Zürich: Kuratli (12 Paraden)/Krüger (nicht eingesetzt)); Aellen (2), K.Erni, Winterberg, Rusert (7), Kündig (4/2), Schmid (2), D Ambrosio, J.Erni (4), Schäfer (8) Schläpfer (9).
Bemerkungen: Verhältnis vergebener Penaltys 1:1. LC Brühl ohne die verletzten Simova, Usik und Kaufmann.
LCB-Minihandball-Spieltag im Athletik Zentrum & erfreulicher Zuwachs bei unseren Jüngsten
Was für ein Tag im Athletik Zentrum: Am vergangenen Sonntag fand im Athletik Zentrum der Minihandball-Spieltag des LC Brühl Handball statt. 67 Teams tummelten sich am Sonntag in der Halle und bestritten insgesamt 135 Partien. Gleichzeitig absolvierten fünf weitere Brühler-Teams ihre Meisterschaftsspiele. Die Halle war voller Leben und der ganze Tag gefüllt von Handballstimmung und Begeisterung für unseren Sport.
Besonders erfreulich ist die Entwicklung der Jüngsten im eigenen Nachwuchs. Während im Mai noch eine handvoll Spielerinnen im Training dabei waren, sind wir bei über 30 Kinder in der U9/U11. Damit können wir zum ersten Mal seit längerer Zeit wieder ein eigenes U9-Team stellen – dank der neuen Spielerinnen sogar schon zwei Teams. Die Begeisterung der Spielerinnen, Eltern und Trainerinnen ist spürbar und jeder weitere Zuwachs ist im Team herzlich willkommen.
Diese positive Entwicklung schafft eine stabile Basis für die kommenden Jahre. Mit dieser Dynamik blicken wir zuversichtlich in die Zukunft und sind uns sicher, dass die Begeisterung für den Handball damit weiterwachsen wird.
19. Hauptversammlung des LC Brühl Handball
Am 15. September 2025 fand im Schulhaus St. Leonhard in St. Gallen die 19. Hauptversammlung des LC Brühl Handball statt. Zahlreiche Mitglieder und Gäste nahmen teil und sorgten für einen würdigen Rahmen.
Einstimmige Wahlen
Alle bisherigen Vorstandsmitglieder – Präsident Chris Löhrer, Anita Stark und Nicola Zoller – wurden in ihrem Amt bestätigt. Zudem konnte der Vorstand mit Oliver Schmid und Sandra Vogler zwei neue Mitglieder begrüssen. Sämtliche Wahlen erfolgten einstimmig und unterstrichen das Vertrauen der Mitglieder in die Vereinsführung.
Anpassung der Statuten
Ein weiterer wichtiger Traktandenpunkt war die Anpassung der Statuten. Mit der Integration des Ethik-Passus von Swiss Olympic bekennt sich der LC Brühl Handball noch stärker zu Fairness, Respekt und Integrität im Sport. Auch die finanziellen Punkte wurden ohne Gegenstimme angenommen – ein klares Zeichen für die stabile Basis des Vereins.
Emotionale Verabschiedung
Einen besonders bewegenden Moment erlebten die Anwesenden bei der Verabschiedung von Christa Zingg, die nach beeindruckenden 39 Jahren im Verein ihren Rücktritt bekanntgab. In einer sehr persönlichen Rede würdigten Manuela Brütsch und Alex Zehnter ihre ausserordentlichen Verdienste und ihr unermüdliches Engagement, das den Verein über fast vier Jahrzehnte entscheidend mitgeprägt hat. Ebenfalls verabschiedet wurde Nicole Kraus, der wir ebenfalls herzlich für ihr Engagement im Vorstand danken.
Dank und Ausblick
Der LC Brühl Handball bedankt sich bei allen Mitgliedern, Sponsoren und Partnern für die Unterstützung und das Vertrauen. Mit einem gestärkten Vorstand und klaren Leitlinien blickt der Verein voller Energie in die Zukunft. #gemeinsamERFOLGleben
SPL1: LC Brühl zittert sich zum zweiten Saisonsieg
Bericht: Fritz Bischoff, St.Galler Tagblatt
Foto: Balz Dörig
Die St.Galler NLA-Handballerinnen gewinnen trotz langer Verletztenliste auswärts gegen den LK Zug 23:22
Einmal mehr war die Partie in der Nationalliga A der Handballerinnen zwischen dem LK Zug und dem LC Brühl eine enge und spannende Auseinandersetzung. Erst als Ewa Pietrasik in der letzten Sekunde der Partie den Ball für die Zentralschweizerinnen mit ihrem 14. Abschluss nicht im Tor der St.Gallerinnen unterbringen konnte, stand mit dem 23:22 der zweite Saisonsieg der Brühlerinnen fest. Zuvor hatte die Schwester des ehemaligen St.Otmar Spielers Ariel Pietrasik mit ihren sieben Treffern zum wiederholten Male gezeigt, wie wichtig sie für ihr Team ist. Doch zum Punktgewinn verhalfen die Fähigkeiten der 23jährigen Polin ihrem Team nicht. Mit ein Grund dafür war, dass der 34fache Meister mit Malin Altherr und Ursina Schnider zwei Spielerinnen in seinem Team hatte, die es auf sieben Tore gebracht hatten. Die Treffsicherheit der beiden Akteurinnen war auch notwendig, um sich im dritten Spiel den dritten und vierten Saisonpunkt gutschreiben lassen zu können.
Erste Führung nach 32 Minuten
Der Auftakt in die Partie fiel im Sinne der Zugerinnen aus. Schnell führten sie 3:0. Erst nach sieben Minuten gelang dem LC Brühl durch Malin Altherr der erste Treffer aus dem Spiel heraus. Nach einer Viertelstunde erzielte Lorena Baljak mittels Penalty den Anschlusstreffer zum 8:9. Es dauerte jedoch bis kurz nach der Pause (14:13), ehe dem Gästeteam der erstmalige Führungstreffer glückte. In der Folge konnte der Vorsprung auf drei Treffer erhöht werden. Doch die Vorentscheidung zu Gunsten des LCB war dies nicht, denn fünf Minuten vor Spielende glich Zug beim 21:21 wieder aus, um wenig später mit dem 22:21 erstmals nach 37 Minuten wieder die Führung zu übernehmen. Die Tore von Clairebel Coker in der 57. und Ursina Schnider in der 59. Minute waren schliesslich die Schlüsselmomente zum erzitterten 23:22-Auswärtssieg.
Zu wenig Chancen für mehr Tore
Die zwei Punkte waren am Ende das Beste für eine Leistung, die als Ganzes nicht befriedigen konnte. Dies sah auch Trainer Raphael Kramer so. «Mit nur 27 Würfen auf das gegnerische Tor können wir nicht zufrieden sein. Wir erspielten uns zu wenig gute Abschlussmöglichkeiten. Wegen der verletzten Spielerinnen fehlt uns im Rückraum die Breite. So sind wir für unsere Gegner berechenbar geworden.» Damit deutete er aber auch an, dass sein Team zu weit besseren Leistungen als jener gegen Zug fähig ist und trotzdem am Samstag in der Zentralschweiz nicht alles schlecht war. So überzeugten etwa die kämpferische Einstellung der Equipe oder die Leistung von Torhüterin Norah Kothen mit 14 Paraden. Schliesslich zeigt auch die Statistik auf, dass Partien zwischen den Zugerinnen und den St.Gallerinnen meist eine umstrittene Sache sind. In den total 82 Vergleichen erzielte der LKZ 2384 Tore und der LCB 2335.
Telegramm
Handball Frauen
LK Zug - LC Brühl 22:23 (1:13)
Sporthalle Zug – 230 Zuschauer – Sr.: Abalo/Maurer
Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen den LK Zug und 3-mal 2 Minuten gegen den LC Brühl.
LK Zug: Giaimbo (1 Parade)/Abt (3 P.);Schnarwiler (2), Pietrasik (7/3), Tschamper (1), Schürmann (2), Steinmann (3), Rüegg (3), Spieler, Acklin, Bachmann, Permach, Kesselring (4), Flückiger.
LC Brühl: Kothen (14 Paraden), Kikanovic (0 P.); Schneider, Baljak (4/3), Ackermann (1), Altherr (7/1), Truchot, Coker (2), Schnider (7), Lüscher, Eugster (1), Hess (1), Kerestély.
Bemerkungen: Verhältnis vergebener Penaltys 0:0. LC Brühl ohne die verletzten Mosimann, Kernatsch, Usik, Simova, Lauper, Arpagaus und Kaufmann.










