SPL1: LC Brühl zu fehlerhaft und zu ungenau
Bericht: Fritz Bischoff
Foto: Tobias Zeltner
Der LC Brühl verliert mit dem 30:32 bei Yellow Winterthur im sechsten Spiel der Nationalliga A-Meisterschaft zum zweiten Mal. Die Niederlage des Meisters in der Spitzenbegegnung hat sich von der ersten Spielminute an abgezeichnet. Die St.Gallerinnen fanden nicht ins Spiel und lagen nach sechs Minuten bereits 1:4 zurück. Die Auszeit von Trainer Raphael Kramer zeigte nur bedingt Wirkung. Wohl gelang zwischenzeitlich beim 8:8 (13. Minute) der Ausgleich, doch zur Pause führten die Winterthurerinnen 18:14. Zu Beginn der 2. Halbzeit hatten die Brühlerinnen ihre besten Momente. Ausgehend von einer kompakten Verteidigungsarbeit funktionierten auch die Offensivbemühungen nahezu optimal. In der 35. Minute konnte die erstmalige Führung (19:18) notiert werden. Die folgenden zehn Minuten waren ein ausgeglichener Schlagabtausch, ehe ab der 48. Minute die Vorteile wieder bei Yellow lagen. Dass die Gastgeberinnen bis zum 32:30-Schlussergebnis nicht mehr in Rückstand gerieten war weit weniger ihrem Vermögen, denn weit mehr dem Unvermögen ihrer Gegnerinnen geschuldet. Die Brühlerinnen fielen in ihr Spielmuster der 1. Halbzeit mit einer nicht mehr kompakten Abwehr, zahlreichen Fehlern und noch mehr Fehlwürfen zurück. 15 Fehler und 19 Fehlwürfe können nicht zu einem Punktegewinn gereichen und dürfen es auch nicht, denn eine solche Leistung hat auch keine Punkte verdient. Einziger Lichtblick gegen einen Gegner, der mit dem Punktemaximum als Zweiter gleichauf mit dem Leader GC Amicitia Zürich ist, war im Team des LC Brühl Lorena Baljak. Die österreichische Internationale, die diesen Freitag ihren 19. Geburtstag feiert und mit ihrem Nationalteam in der vergangenen Woche mit den Siegen gegen Israel und Griechenland in der EM-Qualifikation im Einsatz stand, war mit zehn Toren beste Werferin ihres Teams. Sie sieht die Leistung gegen Yellow kritisch. «Einmal mehr haben wir die Startphase einer Partie verschlafen, waren zu fehlerhaft und haben zu viele Geschenke an den Gegner gemacht. Das darf ganz einfach nicht mehr passieren. Wir haben aber auch mit zu wenig Herz gespielt. Es fehlte das Feuer zum Erfolg.» Zum Abschluss der Vorrunde gastiert der Rekordmeister am 1. November 2025 bei Rotweiss Thun.
Yellow Winterthur - LC Brühl 32:30 (18:14)
AXA Arena – 125 Zuschauer – Sr.: Hardegger/Müller.
Strafen: 1-mal 2 Minuten gegen Yellow Winterthur und 3-mal 2 Minuten gegen den LC Brühl.
Yellow Winterthur: Stüdemann von Ehrenstein (5 Paraden)/Chappuis (9 P.); Vasic (5), Dvorak (2), Skoricova, Oliveira de Almeida (2), Barancova (1), Heer (1), Osterwalder (2), Drent (10/2), Mössner, Dübendorfer, Abramowicz (9).
LC Brühl: Kothen (14 Paraden), Kikanovic (nicht eingesetzt); Kernatsch (3), Baljak (10/2), Ackermann (2), Altherr (6), Truchot, Coker (3), Schnider, Lüscher (4), Eugster, Usik, Hess, Arpagaus (2), Kerestély.
Bemerkungen: Verhältnis vergebener Penaltys 1:1. LC Brühl ohne die verletzten Simova, Mosimann, Lauper und Kaufmann.
SPL1: Spitzenspiel in Winterthur
Bericht: Joël Wachter
Foto: Balthasar Dörig
Am kommenden Mittwoch trifft der LC Brühl Handball auswärts auf Yellow Winterthur – ein echtes Topspiel zwischen Platz 2 und 3 der Tabelle. Während Yellow in dieser Saison noch ungeschlagen ist, mussten sich die St.Gallerinnen erst einmal, gegen GC Amicitia Zürich, geschlagen geben. Entsprechend viel Spannung liegt über dieser Begegnung.
Besonderes Augenmerk wird die Brühler Defensive auf Maxime Drent legen müssen. Mit bereits 34 Toren ist sie die aktuell gefährlichste Offensivakteurin der Winterthurerinnen und massgeblich verantwortlich für deren bisherigen Höhenflug. Die Statistik jedoch spricht klar für die Rekordmeisterinnen: 52 Siege aus 57 Direktduellen – und auch das letzte Aufeinandertreffen vor einem halben Jahr ging mit 28:30 an den LCB.
Alles ist angerichtet für ein intensives und emotionales Duell auf Augenhöhe. Spannung garantiert! Unterstütze uns vor Ort in Winterthur oder verfolge das Spiel live auf RED+.
Yellow Winterthur– LC Brühl Handball
AXA Arena, Winterthur – 20:00 Uhr – Sr.: Müller/Schaad.
«No referee, no game!» - Ohne Schiedsrichterin oder Schiedsrichter kein Spiel!
«Week of the Referee» Aktionswoche für mehr Respekt gegenüber Schiedsrichter*innen
Im Rahmen der «Week of the Referee» vom 17.-26. Oktober 2025 rufen 10 Schweizer Sportverbände Sportler*innen und Zuschauer*innen dazu auf, den Unparteiischen mit mehr Respekt zu begegnen - auf und neben dem Spielfeld. Die Aktionswoche wurde vom Präventionsprogramm «cool and clean» von Swiss Olympic initiiert.
Mit Swiss Volley, Swiss Basketball, Swiss Unihockey, Swiss Hockey, Swiss Badminton, Swiss Table Tennis, Swiss Wrestling, der Swiss Ice Hockey Federation, dem Schweizerischen Handball-Verband und dem Schweizerischen Fussballverband engagieren sich 10 bedeutende Schweizer Sportverbände für mehr Respekt gegenüber Schiedsrichter*innen. Zusammen mit dem Präventionsprogramm «cool and clean» von Swiss Olympic wollen sich die Verbände bei den Unparteiischen für ihr Engagement bedanken und Zuschauer*innen und Spieler*innen daran erinnern, dass faires Verhalten ihnen gegenüber sowohl im als auch neben dem Sport wichtig ist.
Dank an alle Referees
Zum gegenseitigen Respekt gehört für die Organisatoren der «Week of the Referee», dass man Leistungen wertschätzt und sich bedankt. Während der Aktionswoche steht dieses DANKE deshalb im Zentrum. Verbände, Zuschauer/innen und Spieler/innen bedanken sich bei den Unparteiischen: für ihr meist ehrenamtliches Engagement, für ihr Herzblut für den Sport, für ihre sportliche Leistung und dafür, dass sie sich immer wieder für Fairplay stark machen.
Danke an die Schiedsrichter und Delegierten des LC Brühl Handball
Wir bedanken uns auch herzlich bei den Schiedsrichtern/Delegierten, welche für den LC Brühl Handball im Einsatz sind. Vielen Dank für euren grossartigen Einsatz und die wertvolle Arbeit für unseren Verein und den Handballsport!
Die vier Grundsätze - RESPECT REFEREE heisst, ...
1) ... dass auch die Schiedsrichter/innen Fehler machen dürfen. Sie sind auch nur Menschen und müssen innerhalb von Sekundenbruchteilen entscheiden.
2) ... dass wir uns bei umstrittenen Situationen nicht von unserer Leistung ablenken lassen. Emotionen gehören zum Sport, emotionale Reaktionen sollen aber nie verletzen.
3) ... dass wir Entscheide der Schiedsrichter/innen nicht kritisieren oder kommentieren. Nur unser/e Captain spricht während des Spiels mit ihr oder ihm.
4) ... dass sich alle Spieler/innen nach dem Schlusspfiff bei den Schiedsrichter/innen bedanken. Sie lieben den Sport genauso wie wir und machen ihre Arbeit oft ehrenamtlich
Das ist auch was für dich? Wenn du dich für die Tätigkeit als Schiedsrichter*in interessierst melde dich hier: info@lcbruehl.ch
SPL1: St.Galler NLA-Handball überzeugt mit Siegen
Bild: Balthasar Dörig
Bericht: Sarina Brunner und Fritz Bischoff, St.Galler Tagblatt
St.Otmar gewinnt gegen den HC Kriens-Luzern 32:29 und der LC Brühl gegen die Spono Eagles mit 34:28.
Die Idee, nach rund zwei Jahrzehnten wieder einmal die beiden St.Galler Spitzenteams im Handball an einem Tag in Folge ihr NLA-Heimspiel austragen zu lassen, hat funktioniert. 910 Zuschauerinnen und Zuschauer fanden den Weg in die Sporthalle Kreuzbleiche. Sie brauchten ihr Kommen nicht zu bereuen. Sowohl die Frauen des LC Brühls zeigten bei ihrem 34:28-Sieg gegen die Spono Eagles attraktiven und bekömmlichen Handball als auch St.Otmars Männer. Ihr 32:29-Sieg gegen den HC Kriens Luzern war eine begeisternde Leistung mit einem Publikum im Rücken, das dem Team in der Schlussphase eine Standing Ovationen gönnte.
Zwei Halbzeiten zusammengehängt
Diese Standing Ovation war dem starken Auftritt der St.Galler auch würdig, denn sie überzeugten über die gesamte Spielzeit hinweg. «Wir hatten über das ganze Spiel die Kontrolle, die Torhüterleistung war sehr gut und fast alle Feldspieler erzielten ein Tor», zeigte sich ein sichtlich stolzer Marcus Stroustrup nach der Partie erfreut. Seine Mannschaft war von Beginn weg tonangebend, lag die ganze Zeit in Führung und zeigte, wozu sie fähig ist.
Mit seiner kompakten und agilen Verteidigung liess Otmar den Gästen aus der Innerschweiz nicht viele Möglichkeiten und hatte zusätzlich in Anderas Björkman Myhr einen starken Torhüter, der insgesamt elf – teilweise sehenswerte – Paraden zeigte. Auch im Angriff gelang vieles und es war auffallend, dass das Leistungsniveau trotz verschiedener Wechsel nicht abfiel. So bauten die St.Galler bereits in der ersten Halbzeit ihren Vorsprung auf zwischenzeitlich fünf Tore aus. Dieser pendelte sich in der Folge aber bei zwei bis drei Treffern ein, ehe Kriens-Luzern Mitte der zweiten Halbzeit beim 21:22 nochmals aufschliessen konnte. Otmar zeigte aber, dass es gefestigt ist und auch über 60 Minuten durchziehen kann. «Wir haben aus unseren Fehlern, zum Beispiel gegen Pfadi Winterthur, als wir eine schlechte zweite Halbzeit einzogen, gelernt und können nun zwei gute Halbzeiten aneinanderhängen», sagte Stroustrup, «wieso dies nun gelang, ist schwierig zu sagen, aber wir blieben positiv, hielten zusammen und die Konzentration hoch.» Dies war auch in diversen Unterzahlsituationen zu sehen, in welchen die Otmärler nicht aus dem Konzept kamen. Auf die Frage, ob dies nun die beste Leistung der Saison war, meinte Stroustrup, sie hätten schon andere gute Spiele gezeigt, Kriens sei aber der beste Gegner gewesen.
LC Brühl für einmal startklar
Waren somit St.Otmars Männer ob ihrer Leistung zufrieden, so konnten dies auch die Frauen des LC Brühl sein. «Das war ein richtig guter Start in die Partie. Wir waren alle auf unsere Aufgaben sehr fokussiert», analysierte die fünffache Torschützin Mia Kernatsch. Die 23jährige Deutsche, die schon die fünfte Saison bei den St.Gallerinnen spielt, hatte dabei vor allem die ersten 13 Minuten im Kopf. Zu diesem Zeitpunkt lag ihr Team nämlich schon mit 8:2 in Führung. War in einigen Partien dieser Saison die Startphase eine Schwäche des Teams von Trainer Raphael Kramer, so war diese Phase gegen die Luzernerinnen eine Stärke. Dass die Partie am Ende beim 34:28 immer noch eine Differenz von sechs Toren beinhaltete, zeigt auf, dass das Spiel mehrheitlich einen ausgeglichenen Verlauf nahm. Einzig in der 51. Minute beim 26:23 kam Spono einmal in einen Bereich, in dem die Partie noch hätte kippen können. «Es waren zeitweise zu viele Fehler und auch Undiszipliniertheiten, die unseren Gegner wieder ins Spiel brachten. Bedenken um unseren Sieg hatte ich aber nie», meinte Kernatsch. Mit ein Grund dafür war wohl auch die ausgeglichene Teamleistung. Dies im Unterschied zu den Nottwilerinnen, die in ihrer 14-fachen Torschützin, der Slowenin Mirjeta Bytyqi, eine eigentliche Alleinunterhalterin hatten.
Telegramm
Handball Frauen
LC Brühl – Spono Eagles 34:28 (16:11)
Kreuzbleiche – 530 Zuschauer – Sr.: Rottmeier/Nassari-Rad.
Strafen: 1-mal 2 Minuten gegen den LC Brühl und 2-mal 2 Minuten gegen Spono Eagles.
LC Brühl: Kothen (5 Paraden)/Kikanovic (3 P.); Kernatsch (5), Baljak (5/2), Simova, Ackermann (3), Altherr (7), Truchot (1), Coker (3), Schnider (4), Lüscher (1), Eugster (4), Usik, Hess, Arpagaus (1), Kerestély.
Spono Eagles: Strebel (0 Paraden)/Zürcher (nicht eingesetzt)/Hartz (5 P.); Suter (3), Cilurzo (1), Strupler (2), Herger (2), Schmied (1), Egli (1), Pellaton, Röösli, Emmenegger (4), Bytyqi (14/3).
Bemerkungen: Verhältnis vergebener Penaltys 1:1. Brühl ohne die verletzten Mosimann, Lauper und Kaufmann.
Telegramm
Handball Männer NLA
St.Otmar - HC Kriens-Luzern 32:29 (16:14)
Kreuzbleiche – 910 Zuschauer: – Sr.: Henning/Meier.
Strafen: 7-mal 2 Minuten gegen St.Otmar und 3-mal 2 Minuten gegen Kriens-Luzern – inklusive Disqualifikation Sipic (54. Min.)
St.Otmar: Björkman Myhr (11 Paraden)/Lacok (nicht eingesetzt); Bolt (4), Alder, Tobler, Dörwaldt (3), Brülisauer (1), Heinl (3/3), Stroustrup (9/4), Löfström (1), Höning (2), Jessen (3), Schneider, Möller (3), Braun (2), Wetzel (1).
HC Kriens-Luzern: Bonnefoi (4 Paraden)/Scheidiger (5 P.); Aellen, Sigrist (8/2), Wolfisberg, Orbovic (1), Cepic (2), Milosavljevic, Oertli (1), Müller (9/1), Sipic (5), Bader, Langenick (2), Schneider, Zimmermann, Idrizi (1).
Bemerkungen: Verhältnis vergebener Penaltys 2:0. St.Otmar ohne die verletzten Da Silva Alves, Küffer und Locher.
SPL1: Final-Reprise am Doppelspieltag in der Kreuzbleiche
Bild: Baltashar Dörig
Am Samstag, 11. Oktober 2025, steht die Sporthalle Kreuzbleiche ganz im Zeichen des Handballs. Im Rahmen eines gemeinsamen Doppelspieltags mit dem TSV St. Otmar empfängt der LC Brühl Handball die Spono Eagles zur Neuauflage des letztjährigen Playoff-Finals.
Für die St. Gallerinnen ist es das erste Heimspiel nach dem Ausscheiden aus der Europa-League-Qualifikation. Entsprechend gross ist die Motivation, mit einem Erfolgserlebnis in den nationalen Wettbewerb zurückzukehren. Der Rekordmeister strebt den nächsten Heimsieg an und will den Zuschauenden zeigen, dass die Enttäuschung aus dem Europacup bereits verarbeitet ist.
Die Gäste aus Nottwil reisen mit drei Niederlagen in Serie an und werden alles daransetzen, den Negativlauf zu beenden. Nach einem starken Saisonstart ist das Team derzeit gefordert, wieder in die Erfolgsspur zu finden – die Ausgangslage verspricht also ein intensives und offenes Duell.
Cheftrainer Raphael Kramer blickt voraus: «Wir freuen uns nach der intensiven und sehr lehrreichen letzten woche auf den ersten Klassiker in eigener Halle. Wir wollen unseren positiven Prozess bestätigen und mit gemeinsamer Power das El Classico des Schweizer Frauen Handballs für uns entscheiden.»
Zwischen den beiden Spielen erwartet die Besucherinnen und Besucher zudem ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit einer Autogrammstunde und einem Speedo-Meter, bei dem die eigene Schussgeschwindigkeit gemessen werden kann.
Der Doppelspieltag verspricht somit nicht nur sportlich, sondern auch atmosphärisch ein Highlight zu werden. Spannung ist garantiert!
LC Brühl Handball - Spono Eagels
Sporthalle Kreuzbleiche - 15:30 Uhr – Sr.: Rottmeier/Nasseri-Rad.
TSV St.Otmar - HC Kriens Luzern
Sporthalle Kreuzbleiche - 18:00 Uhr - Sr.: Hennig/Meier.
SPL1: LC Brühl scheidet mit Achtungserfolg aus
Text: Fritz Bischoff, St.Galler Tagblatt
Bild: Beatrice Hänsler
Die St.Gallerinnen gewinnen in der zweiten Qualifikations-Runde zur EHF European League Gruppenphase auswärts das Rückspiel gegen GC Amicitia Zürich 30:25, scheiden mit dem Gesamtskore von 53:61 aber aus dem Wettbewerb der zweithöchsten europäischen Stufe aus.
Die 13 Tore Differenz aus dem Hinspiel aufzuholen, war ein Ding der Unmöglichkeit. Trotzdem zeigte sich der LC Brühl über die gesamte Spielzeit kämpferisch. Das Bemühen, die blamable Niederlage aus dem Hinspiel zu korrigieren, war unverkennbar. Nach der 2:1-Führung der Zürcherinnen geriet der Rekordmeister nie mehr in Rückstand und erreichte in der 50. Minute bei der 26:19-Führung seinen deutlichsten Vorsprung. Es war eine geschlossene Teamleistung mit wenig Fehlern und einer guten Wurfausbeute, die die Überlegenheit einbrachte. Ein wichtiger Faktor war auch Torhüterin Norah Kothen. Die 20jährige Deutsche glänzte mit 19 Paraden und kam zwischenzeitlich auf eine Abwehrquote von über 50 Prozent. Sucht man für den internationalen Einsatz von Brühl doch noch positive Punkte, so ist zum einen der Umstand, dass die Konzentration für den Rest der Saison der nationalen Meisterschaft gelten kann und zum anderen, dass für den Verein der internationale Einsatz keine finanziellen Belastungen erbracht hat.
Telegramm
Handball Frauen EHF European League Gruppenphase
GC Amictia Zürich – LC Brühl 25:30 (13:15)
Saalsporthalle – 500 Zuschauer – Sr.: Nygaard/Primdahl (DK).
Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen GC Amicitia und 3-mal 2 Minuten gegen den LC Brühl.
GC Amicitia Zürich: Kuratli (5 Paraden)/Krüger (3 P.); Aellen (2), K.Erni, Winterberg (1), Rusert (3), Kündig (6/4), Schmid, D Ambrosio (1), J.Erni (4), Schäfer (5) Schläpfer (3).
LC Brühl: Kothen (19 Paraden), Kikanovic (0 P.); Mierzwa (1), Kernatsch (2), Baljak (6/4), Ackermann (2), Altherr (7), Truchot, Coker (2), Schnider (1), Mosimann, Lüscher, Eugster (4), Hess (2), Arpagaus (3), Kerestély.
Bemerkungen: Verhältnis vergebener Penaltys 1:1. LC Brühl ohne die verletzten Simova, Usik, Lauper und Kaufmann.
SPL1: LC Brühl vor fast unlösbarer Aufgabe
Text: Fritz Bischoff, St.Galler Tagblatt
Bild: Baltashar Dörig
Der LC Brühl steht am Samstag (15.00 Uhr) in Zürich vor einer fast unlösbaren Aufgabe. Im Rückspiel der zweiten Qualifikations-Runde zur EHF European League Gruppenphase gegen GC Amicitia Zürich versuchen die St.Gallerinnen die bittere 23:36-Heimniederlage des Hinspiels vom vergangenen Samstag wettzumachen, um doch noch die dritte Qualifikations-Runde mit dem Gegner HC Lokomotiva Zagreb aus Kroatien zu erreichen. «Im Sport und damit auch im Handball geschehen immer wieder scheinbar unmögliche Ereignisse. Wenn die Zürcherinnen gegen uns mit 13 Toren Unterschied gewonnen haben, warum sollen wir gegen sie nicht mit 14 Toren Differenz gewinnen?» fragt sich Brühls Linksaussen Dimitra Hess. Als Begründung ihrer Hoffnungen meint die 25jährige, die auch schon 25 Länderspiele bestritten hat, dass das Team im ersten Spiel einstellungsmässig nicht bereit gewesen sei. «Jetzt aber ist dies anders. Jede einzelne von uns ist für einen bedingungslosen Kampf motiviert.» Dem pflichtet auch die sechsfache Torschützin aus dem Hinspiel, Louise Truchot bei. «Die Analysen der Niederlage sind gemacht. Jetzt ist alles möglich und nichts ist unmöglich.» Dem Ansinnen der St.Gallerinnen nicht viel abgewinnen kann verständlicherweise die gegnerische Seite. So sagt die Zürcher Spielmacherin und 104fache Internationale Kerstin Kündig: «Wir haben uns im Hinspiel eine sehr gute Ausgangslage geschaffen. Damit ist der erste Schritt in die nächste Runde vollzogen.» Wichtig für GC Amicitia ist auch, dass im zweithöchsten europäischen Clubwettbewerb nach Verletzungen Torhüterin Sereina Kuratli, sowie die Feldspielerinnen Mailee Winterberg und Kim Erni wieder einsatzfähig sind. Auch deshalb meint Trainer Kent Ballegaard: «Unsere Erwartungen und Ambitionen sind klar. Wir wollen die nächste Qualifikationsrunde erreichen. Die Europa League bietet Spiele auf höchstem Niveau, und davon möchten wir so viele wie möglich erleben.» Doch Gleiches gilt auch für den LC Brühl. Das Gastspiel des Rekordmeisters im internationalen Bereich soll nicht schon nach zwei Partien ein Ende haben. Immerhin konnte unter der Woche mit dem 29:25-Erfolg in der NLA-Meisterschaft gegen den HV Herzogenbuchsee noch Moral gewonnen werden.
SPL1: LC Brühl erstarkt in der Schlussphase
Bericht: Fritz Bischoff, St.Galler Tagblatt
Foto: Beatrice Hänsler
Der LC Brühl findet nach der bitteren 23:36-Heimniederlage in der zweiten Qualifikations-Runde zur EHF European League Gruppenphase gegen GC Amicitia Zürich in der heimischen Meisterschaft der Nationalliga A zum Siegen zurück. Der 29:25-Erfolg in der 4. Runde gegen den punktelosen HV Herzogenbuchsee und damit der dritte Saisonsieg war allerdings ein hartes Stück Arbeit. Abermals geriet die Anfangsphase eines Spiels nicht wunschgemäss. Nach neun Minuten lagen die St.Gallerinnen 1:6 zurück. «Wir agierten verunsichert, begingen zu viele Fehler und fanden nicht zu dem Spiel, das wir uns vorgenommen hatten», stellte Dimitra Hess fest. In der Schlussphase wurde die linke Flügelspielerin zur wichtigen Vollstreckerin. Nachdem ihr Team über das 7:7 in der 19. Minute zur 12:11-Pausenführung gefunden hatte, nach 40 Minuten 18:15 vorne gelegen hatte, jedoch in der 50. Minute wieder 20:22 im Rückstand war, erzielte sie drei Treffer in Folge. Mia Kernatsch mit drei und Clairebel Coker mit zwei Toren sorgten in der Folge für einen beruhigenden Viertorevorsprung (28:24). «In der starken Schlussphase fanden wir offensiv und defensiv zu der Konsequenz, die uns zuvor gefehlt hatte», freute sich Hess. Dass der LC Brühl zuvor nicht vorentscheidend in Rückstand geraten war und so immer im Bereich des Punktgewinns blieb, hatte er auch seiner Torhüterin zu verdanken. Jasmina Kikanovic hatte nach knapp einem Viertel der Spielzeit die unglücklich agierende Norah Kothen abgelöst und am Ende 15 von 32 Würfen abgewehrt, was der sehr guten Quote von 42 Prozent entspricht. Verdientermassen wurde die 19jährige zur besten Spielerin ihres Teams gewählt.
Telegramm Handball Frauen
LC Brühl – HV Herzogenbuchsee 29:25 (12:11)
Kreuzbleiche – 120 Zuschauer – Sr.: Brunner/Salah.
Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen den LC Brühl und 1-mal 2 Minuten gegen Herzogenbuchsee.
LC Brühl: Kothen (2 Paraden), Kikanovic (15 P.); Mierzewa, Kernatsch (4), Baljak (6/2), Ackermann (2), Altherr (7), Truchot, Coker (2), Schnider, Eugster (2), Hess (4), Arpagaus (2), Kerestély.
HV Herzogenbuchsee: Käser (9 Paraden)/Bösiger (1 P.); Gränicher (1), Hofer (3), Teuscher, Braschoss, Haas (3), Strub (1/1), Widmer (8/3), Zimmerli (3), Gygax (1), Rieder (3), Schmied, Sturny (1), Pfäffli (1), Arrigoni.
Bemerkungen: Verhältnis vergebener Penaltys 0:2. LC Brühl ohne die verletzten Simova, Mosimann, Lauper, Lüscher, Usik und Kaufmann.
SPL1: LC Brühl zurück im Meisterschaftsalltag
Foto: Beatrice Hänsler
Nach der deutlichen 23:36-Niederlage in der zweiten Qualifikationsrunde zur EHF European League gegen GC Amicitia Zürich kehrt der LC Brühl am Mittwochabend in den Meisterschaftsalltag zurück. Um 19.30 Uhr empfangen die St.Gallerinnen in der Kreuzbleiche den HV Herzogenbuchsee.
Während Brühl zwei seiner ersten drei Partien gewinnen konnte, warten die Oberaargauerinnen weiterhin auf den ersten Punktgewinn. Damit hinken sie ihren Ambitionen hinterher, denn nach dem verpassten Finalrundeneinzug in der letzten Saison hat sich das Team von Trainerin Pia Christensen klar das Ziel gesetzt, diesmal unter die besten sechs zu kommen.
Für den LC Brühl könnte die aktuelle Situation der Gäste von Vorteil sein. Nach der ernüchternden europäischen Erfahrung braucht die Mannschaft von Trainer Raphael Kramer dringend ein Erfolgserlebnis, zumal am Samstag bereits das Rückspiel in Zürich ansteht. Ganz ungefährlich ist Herzogenbuchsee dennoch nicht – drei der bisherigen Niederlagen fielen mit nur ein oder zwei Treffern Unterschied denkbar knapp aus.
Besondere Motivation bringt das Spiel auch für zwei Brühlerinnen: Clairebel Coker und Louise Truchot erhielten erstmals eine Nomination ins Nationalteam im Hinblick auf die EM-Qualifikation. Gemeinsam mit Malin Altherr, die ebenfalls aufgeboten wurde, bilden sie ein starkes Trio aus St.Gallen auf internationaler Bühne.
LC Brühl – HV Herzogenbuchsee
1. Oktober 2025, 19:30 Uhr, Sporthalle Kreuzbleiche
Live auf RED+: https://www.red.sport/de-ch/livestream/lc-bruhl-handball-hv-herzogenbuchsee/1991451
SPL1: LC Brühl fehlerhaft, ideenlos und hilflos
Die St.Galler Handballerinnen verlieren in der zweiten Qualifikations-Runde zur EHF European League Gruppenphase gegen GC Amicitia Zürich 23:36
Bericht: Fritz Bischoff, St.Galler Tagblatt
Foto: Balthasar Dörig
Es lief bereits die 15. Minute im Hinspiel in der zweiten Qualifikations-Runde zur EHF European League Gruppenphase zwischen dem LC Brühl und GC Amicitia Zürich, und die St.Gallerinnen hatten immer noch kein Tor erzielt. Die Zürcherinnen führten 7:0. Erst in seinem 15. Angriff glückte dem Heimteam nach zuvor sieben Fehlern und sieben Fehlwürfen durch Mia Kernatsch das erste Tor. Doch mit dem 1:7 nach einem Viertel der Spielzeit standen die Vorzeichen für den Rest der Partie für die Gastgeberinnen denkbar schlecht. «Wir hatten einfach nicht ins Spiel gefunden. Unsere Konzentration war schlecht», fand Luise Truchot im Nachgang. Die 22jährige Westschweizerin war bei einer optimalen Wurfauswertung von 100% mit ihren sechs Toren der einzige Lichtblick im Team von Trainer Raphael Kramer.
19 Angriffe mit einem Fehler
Ansonsten herrschte beim LC Brühl mehrheitlich Tristesse. Das Team als Ganzes - aber auch die einzelnen Spielerinnen – fanden nie nur annähernd zu ihrem gewohnten Leistungsvermögen und bezogen die deutlichste Niederlage, die es je gegen die Zürcherinnen abgesetzt hatte. Das Team von Trainer Kent Ballegaard war in sämtlichen Belangen überlegen und besser. Statistische Werte sind Beleg dafür. Der LC Brühl schloss 19 Angriffe mit einem Fehler ab, GC Amicitia nur deren sieben. Die Wurfeffizienz lag bei 56% : 71%. Dies belegt auch, dass die Gastgeberinnen eine grosse Verunsicherung offenbarten, die es ihrem Gegner leicht machte, sein gewünschtes Spiel zu praktizieren. «Eigentlich sind wir zwei Teams, die leistungsmässig auf Augenhöhe sind. Aber der LC Brühl machte es uns in diesem europäischen Vergleich einfach, von Beginn weg unseren Spielplan durchzuziehen», analysierte Kerstin Kündig. Die Internationale, die auf diese Saison nach Zürich gewechselt hatte, war in ihrem Team die allgegenwärtige Schlüsselspielerin. Im Rückraum agierte sie wechselnd auf allen Positionen, band stets mehrere gegnerische Spielerinnen an sich und eröffnete so ihren Mitspielerinnen gute Abschlussmöglichkeiten, ohne selbst als Torschützin gross auftrumpfen zu müssen.
Von der gegnerischen Taktik überfordert
Ein Hauptgrund für die Entzauberung des Rekordmeisters lag in den taktischen Vorgaben der beiden Trainer. Die offensive Deckungsarbeit mit einer oder zwei vorgezogenen Spielerinnen überforderte die St.Gallerinnen während der gesamten 60 Spielminuten. Auch der Versuch mit sieben Feldspielerinnen griff nur bedingt. Trotz dem Bemühen, Gegensteuer zu geben, konnte der zu Beginn eingehandelte Rückstand nie entscheidend reduziert werden – im Gegenteil, er wuchs bis auf 14 Tote an. Im Rückspiel vom kommenden Samstag wird sich weisen, welche Lehren aus dem Desaster des Hinspiels gezogen wurden. Ein erster Hinweis darauf mag das Meisterschaftsheimspiel vom kommenden Mittwoch gegen Herzogenbuchsee sein.
Telegramm
Handball Frauen EHF European League Gruppenphase
LC Brühl – GC Amictia Zürich 23:36 (10:16)
Kreuzbleiche – 500 Zuschauer – Sr.: Hummelgard/Svensson (SWE).
Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen den LC Brühl und 4-mal 2 Minuten gegen GC Amicitia.
LC Brühl: Kothen (10 Paraden), Kikanovic (2 P.); Schneider, Kernatsch (4), Baljak, Ackermann (3), Altherr (2), Truchot (6), Coker (3), Schnider, Mosimann, Lüscher, Eugster (4), Hess, Arpagaus (1).
GC Amicitia Zürich: Kuratli (12 Paraden)/Krüger (nicht eingesetzt)); Aellen (2), K.Erni, Winterberg, Rusert (7), Kündig (4/2), Schmid (2), D Ambrosio, J.Erni (4), Schäfer (8) Schläpfer (9).
Bemerkungen: Verhältnis vergebener Penaltys 1:1. LC Brühl ohne die verletzten Simova, Usik und Kaufmann.










