LC Brühl zweifach im Cup-Halbfinal

St.Galler Handballerinnen gewinnen mit dem ersten und dem zweiten Team ihre Cup-Viertelfinalpaarungen

Bericht: Fritz Bischoff, St.Galler Tagblatt
Foto: Balthasar Dörig

Dass das Nationalliga A-Team der Handballerinnen des LC Brühl seinen Cup-Viertelfinal beim Erstligisten SG Muotathal/Myten problemlos mit 38:16 für sich entscheiden konnte, ist die Vollzugsmeldung der Erwartungen. Der 32:27-Sieg beim Erstligisten LK Zug «3» und damit die Halbfinalqualifikation des Brühler NLB-Teams dagegen ist keine Selbstverständlichkeit. So treffen die beiden St.Galler Teams wie schon vor zwei Jahren im Halbfinal aufeinander. Das Cupreglement des Verbandes sieht dies so vor, damit ausgeschlossen werden kann, dass im Final zwei Teams des gleichen Vereins gegeneinander spielen.

Zittern bis in die Schlussphase

Das Spiel zwischen dem LK Zug «3» und dem LC Brühl «2» war bis in die Schlussminuten umstritten. Das Heimteam führte nach dem 6:5 in der 13. Minute nie mehr. Es liess es aber in der Folge auch nie zu, dass die Gegnerinnen eine vorentscheidende Differenz zu ihren Gunsten hätten erspielen können. «Es war für mich ein Zittern bis zur 50 Minute. Doch jetzt bin ich sehr stolz. Wir haben es unter die besten vier Teams der Schweiz geschafft», zeigte sich Trainerin Azra Mustafoska erleichtert. Dass sich ihre Spielerinnen, von denen jede mindestens ein Tor erzielte, nicht in Sicherheit wiegen konnten, lag an ihnen selbst. Die Leistung war während 60 Minuten schwankend und immer wieder fehlerhaft. 20 unerzwungene Ballverluste standen am Ende auf dem Statistikblatt. «Ja, wir hatten offensiv und defensiv gute und schlechte Phasen. Es gelang uns aber immer wieder, uns zurückzukämpfen. Dies ergab ein gutes Gefühl, denn wir wollten unbedingt in den Halbfinal», sagt die 17jährige Juniorinnen-Nationalspielerin und siebenfache Torschützin Cristina Hofstetter. Am Ende war der 32:27-Sieg der St.Gallerinnen gegen einen Gegner, der das Spiel auch bei sechs Toren Rückstand nicht verloren gab und die Differenz bis zur drittletzten Minute wieder auf drei Treffer verkleinert hatte, dank der kämpferischen und teammässig ausgeglichenen Leistung, verdient.

Jenny Schäfers Glanzleistung als 47jährige

Verdient, diskussionslos und unbestritten war der 38:16-Sieg des LC Brühl «1» bei der SG Muotathal/Myten. Die St.Gallerinnen führten schnell 4:0 und bauten in der Folge ihre Führung kontinuierlich aus. «Wir konnten unseren Plan auch dank unserer konsequenten Defensivarbeit ungefährdet durchspielen», freute sich Captain Mirjam Ackermann, die mit fünf Würfen fünf Tore erzielte. Doch die Kreisläuferin war nicht die auffallendste Akteurin. Diese Auszeichnung kam Torhüterin Jenny Schäfer zu. Die 47jährige übernahm nach der Pause den Posten von Norah Kothen und brillierte mit einer unglaublichen Leistung. Sie wehrte 12 von 20 Bällen ab und erreichte so eine Quote von 60 Prozent. Treffsicherste Brühlerin war Stéphanie Lüscher mit sieben Toren.

 

Telegramme Cup Viertelfinal Frauen

SG Muotathal/Myten – LC Brühl SPL1 16:38 (8:16)

MZH Muotathal –150 Zuschauer – Sr.: Brüstle/Wedrychowski.

Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen Muotathal/Myten und 1-mal 2 Minuten gegen den LC Brühl.

LC Brühl: Kothen (4 Paraden)/Schäfer (12 P.); Kernatsch, Baljak (1), Simova (2), Ackermann (5), Altherr (1), Truchot (4), Schnider (4), Mosimann (3/1), Lüscher (7), Eugster (4), Hess (3). Arpagaus (4),

 

LK Zug «3» – LC Brühl SPL 2 27:32 (11:13)

Sporthalle Zug –106 Zuschauer – Sr.: Eberhard/Lanz.

Strafen: 0-mal 2 Minuten gegen Zug und 6-mal 2 Minuten gegen den LC Brühl.

LC Brühl: A.Schildknecht (13 Paraden)/J.Schildknecht (1 P.); Lichtensteiger (6/3), Rhyner (1), Rütsche (2), Rigatti (4), Mierzwa (5), Maahsen (1), Hofstetter (7/2), Sieber (1), Schmid (3), Usik (2).

LC Brühl Handball

Adresse  LC Brühl Handball | 9000 St. Gallen
Geschäftsstelle  Andrea Albrecht | info@lcbruehl.ch | T +41 71 280 11 30

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