Im Schweizer Cup der Frauen haben sowohl das erste als auch das zweite Team des LC Brühl den Einzug in die Viertelfinals geschafft. Beide Mannschaften treffen am Samstag auf Gegnerinnen aus tieferen Ligen und gehen damit als Favoritinnen in ihre Partien. Entsprechend gross sind die Chancen auf die Qualifikation für den Halbfinal.
Das NLA-Team der St.Gallerinnen spielt auswärts um 17.00 Uhr gegen den Erstligisten SG Muotathal/Mythen Shooters, der die Hauptrunde auf dem dritten Rang beendet hat. Für Brühl-Trainer Raphael Kramer gibt es keine Zweifel an der Zielsetzung: «Ein Sieg in Muotathal ist Pflicht.»
Auch das NLB-Team des LC Brühl bestreitet sein Viertelfinalspiel auswärts. Um 18.00 Uhr treffen sie auf den Erstligisten LK Zug. Trainerin Azra Mustafoska formuliert die Erwartungen etwas weniger strikt, macht die Ausgangslage jedoch ebenfalls klar: «Gegen Zug sind wir favorisiert. Dieser Rolle müssen wir gerecht werden.»
Sollten beide Brühler Teams ihre Aufgaben erfolgreich lösen, käme es im Halbfinal zu einem vereinsinternen Duell. Diese Regelung ist im Cup-Reglement verankert, um zu verhindern, dass ein möglicher Final ausschliesslich zwischen zwei Teams desselben Vereins ausgetragen wird. Bereits vor zwei Jahren kam diese Bestimmung zur Anwendung: Damals setzte sich LCB 1 im Halbfinal mit 36:24 gegen LCB 2 durch und gewann später den Cup mit einem 37:30-Erfolg gegen den LK Zug.
Für Azra Mustafoska stellt diese Regelung kein Problem dar. «Es ist, wie es ist. Wir messen uns gerne mit höherklassigen Mannschaften. Unser Ziel ist es, zu gewinnen oder den Favoriten möglichst lange zu fordern», sagt die 38-Jährige. Die ehemalige Nationalspielerin, die mit 355 Einsätzen in der Nationalliga A noch immer einen Rekord hält, zeigt sich motiviert und ehrgeizig. Kürzlich hat sie zudem die Ausbildung zur A-Lizenztrainerin abgeschlossen.
«Mein langfristiges Ziel ist es, einmal als Trainerin in der Nationalliga A zu arbeiten. Ich gehe diesen Weg aber ohne Druck. Wenn der richtige Zeitpunkt kommt, werde ich bereit sein», erklärt die 50-fache Ex-Internationale. Dass dabei auch das Trainerinnenamt beim LC Brühl in der höchsten Liga eine Option sein könnte, schliesst sie nicht aus.
Foto: Fritz Bischoff
