Text: Fritz Bischoff, St.Galler Tagblatt
Bild: Beatrice Hänsler
Die St.Gallerinnen gewinnen in der zweiten Qualifikations-Runde zur EHF European League Gruppenphase auswärts das Rückspiel gegen GC Amicitia Zürich 30:25, scheiden mit dem Gesamtskore von 53:61 aber aus dem Wettbewerb der zweithöchsten europäischen Stufe aus.
Die 13 Tore Differenz aus dem Hinspiel aufzuholen, war ein Ding der Unmöglichkeit. Trotzdem zeigte sich der LC Brühl über die gesamte Spielzeit kämpferisch. Das Bemühen, die blamable Niederlage aus dem Hinspiel zu korrigieren, war unverkennbar. Nach der 2:1-Führung der Zürcherinnen geriet der Rekordmeister nie mehr in Rückstand und erreichte in der 50. Minute bei der 26:19-Führung seinen deutlichsten Vorsprung. Es war eine geschlossene Teamleistung mit wenig Fehlern und einer guten Wurfausbeute, die die Überlegenheit einbrachte. Ein wichtiger Faktor war auch Torhüterin Norah Kothen. Die 20jährige Deutsche glänzte mit 19 Paraden und kam zwischenzeitlich auf eine Abwehrquote von über 50 Prozent. Sucht man für den internationalen Einsatz von Brühl doch noch positive Punkte, so ist zum einen der Umstand, dass die Konzentration für den Rest der Saison der nationalen Meisterschaft gelten kann und zum anderen, dass für den Verein der internationale Einsatz keine finanziellen Belastungen erbracht hat.
Telegramm
Handball Frauen EHF European League Gruppenphase
GC Amictia Zürich – LC Brühl 25:30 (13:15)
Saalsporthalle – 500 Zuschauer – Sr.: Nygaard/Primdahl (DK).
Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen GC Amicitia und 3-mal 2 Minuten gegen den LC Brühl.
GC Amicitia Zürich: Kuratli (5 Paraden)/Krüger (3 P.); Aellen (2), K.Erni, Winterberg (1), Rusert (3), Kündig (6/4), Schmid, D Ambrosio (1), J.Erni (4), Schäfer (5) Schläpfer (3).
LC Brühl: Kothen (19 Paraden), Kikanovic (0 P.); Mierzwa (1), Kernatsch (2), Baljak (6/4), Ackermann (2), Altherr (7), Truchot, Coker (2), Schnider (1), Mosimann, Lüscher, Eugster (4), Hess (2), Arpagaus (3), Kerestély.
Bemerkungen: Verhältnis vergebener Penaltys 1:1. LC Brühl ohne die verletzten Simova, Usik, Lauper und Kaufmann.
