LC Brühl mit dem Rücken zur Wand

St.Galler Nationalliga A-Handballerinnen wollen die Playoff-Final-Serie gegen GC Amicitia Zürich zum 2:2 ausgleichen

Bericht: Fritz Bischoff, St.Galler Tagblatt
Foto: Beatrice Hänsler

Der LC Brühl steht nach der 24:32-Niederlage gegen GC Amicitia im dritten Spiel der Playoff-Final-Serie nach dem Modus Best-of-Five der Frauenhandballerinnen vor der schwierigsten Aufgabe der gesamten Saison. Wollen die St.Gallerinnen ihren Titel verteidigen, zum vierten Mal in Folge die Goldmedaille gewinnen und so dem Verein den 35. Meistertitel bescheren, haben sie eine Herkulesaufgabe zu bewältigen. In ihrem Heimspiel am Donnerstagabend ab 19.15 Uhr in der Sporthalle Kreuzbleiche steht ihnen mit dem Herausforderer aus Zürich ein Team gegenüber, das vor Selbstvertrauen strotzt, den ersten Matchball nutzen will, dem Verein nach dem erstmaligen Cupsieg in diesem Jahr auch den ersten Titel seit der Fusion im Jahre 2010 der beiden Vereine Grasshoppers und ZMC Amicitia bescheren will. «Wir haben mit dem Sieg im dritten Spiel grosses Selbstvertrauen getankt. Wir wissen aber, dass der dritte notwendige Sieg zum Titelgewinn kein Selbstläufer wird», sagt Hannah Bopp, die bei den Zürcherinnen Teammanagerin ist. Vor einem Jahr ist sie als Spielerin zurückgetreten, hat dann aber ihr Comeback wieder gegeben. Für das kommende Spiel gegen den LC Brühl erwartet sie eine harte Auseinandersetzung. «Die St.Gallerinnen geben sicher nicht auf. Sie werden alles geben, um es in die Belle zu schaffen.»

Es beginnt wieder bei null

Trotz der Tatsache, dass GC Amicitia in Spiel vier bei seinem ersten Matchball zum Titelgewinn weit weniger Siegesdruck verspüren wird als das Heimteam, gibt man sich bei den St,Gallerinnen voller Zuversicht. «Wir werden alles auf die Platte hauen. Dazu ist die Unterstützung durch das Publikum ein entscheidender Faktor», ist Captain Mirjam Ackermann überzeugt. Ihr Trainer Raphael Kramer ist sich auch sicher, dass die Kulisse sein Team zum Sieg tragen wird. «Dass wir das dritte Spiel verloren haben, schmerzte unbestritten. Die Höhe der Niederlage ist jedoch in den Playoff unbedeutend. In jedem Spiel gibt es nur zwei Punkte zu gewinnen. Das Torverhältnis ist bedeutungslos. So beginnt es am Donnerstagabend wieder bei null.» Der Mut scheint nach dem mutlosen Auftritt der Brühlerinnen am Pfingstsamstag in Zürich wieder zurück zu sein.

LC Brühl – GC Amicitia Zürich
Donnerstag, 28.05.2026, 19.15 Uhr
Sporthalle Kreuzbleiche, St.Gallen – Sr.: Abalo/Maurer.

LC Brühl Handball

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