LC Brühl mit Unentschieden und Viertelfinalqualifikation

Bericht: Fritz Bischoff, St.Galler Tagblatt
Bilder: Balthasar Dörig, Beatrice Hänsler

26:26-Unenschieden der St.Galler Nationalliga A-Handballerinnen gegen Zug und 41:18-Cup Achtelfinal-Sieg gegen Wil.

Ein intensives und wohl unvergessliches Wochenende haben die Handballerinnen des LC Brühl hinter sich. Nicht in erster Line wegen sportlichen Gegebenheiten mit dem ärgerlichen und unnötigen Punktverlustes beim 26:26 gegen den LK Zug in der NLA-Meisterschaft und dem 41:18-Sieg im Cup Achtelfinal gegen den Erstligisten KTV Wil, sondern wegen den Umständen vor dem Spiel am Samstag. Der Brand eines Autos in der Tiefgarage der Sporthalle Kreuzbleiche führte zur Evakuierung des gesamten Gebäudes. Die Austragung des Spiels war ungewiss. Warten im Freien und in einem nahegelegenen Restaurant war angesagt – keine ideale Vorbereitung. Nach der Entrauchung des Gebäudes mit grosser Gerätschaft wurde die Halle von den Einsatzkräften schliesslich freigegeben. Die Partie konnte mit mehr als einstündiger Verspätung beginnen.

Kein Team mit entscheidenden Vorteilen

Nach ausgeglichener Startphase lag der LV Brühl bis zum 19:19 in der 39. Minute mit bis zu vier Toren vorne. Kurzfristig führte dann Zug, ehe das Heimteam wieder vorlegen konnte. Den Ausgleich zum 26:26 Schlussergebnis gelang den Zentralschweizerinnen 31 Sekunde vor dem Ende. Dass die St.Gallerinnen den Sieg noch abgeben mussten, lag zum einen an der einmal mehr zu hohen Fehlerzahl (14 im Vergleich zu 10 des LKZ) und an den Angriffsproblemen mit schlechter Wurfauswertung gegen die offensiv Verteidigungsarbeit des Gästeteams. Derlei Probleme hatte der Rekordmeister am Sonntag im Cup gegen den KTV Wil keine. Vor der stimmungsvollen Kulisse von 480 Handballbegeisterten hielt das Heimteam bis zur Pause (10:18) den Rückstand noch in Grenzen, zollte in der 2. Halbzeit dann aber bis zum 18:41 den nachlassenden Kräften Tribut. «Das war in Wil ein Handballfest, wogegen nur ein Punkt gegen Zug zu wenig ist», zog LCB-Captain Mirjam Ackermann Bilanz zum Wochenende.

Telegramm

Handball Frauen

LC Brühl – LK Zug 26:26 (17:15)
Kreuzbleiche – 375 Zuschauer – Sr.: Ciraki/Popovic.

Strafen: 5-mal 2 Minuten gegen den LC Brühl und 3-mal 2 Minuten gegen den LK Zug.

LC Brühl: Kothen (9 Paraden)/Kikanovic (3 P.); Kernatsch (4), Baljak (6/1), Ackermann, Altherr (3), Truchot, Coker (5), Schnider, Lüscher (2), Eugster (1), Hess (2), Arpagaus (3), Kerestély.

LK Zug: Knörr (3 Paraden)/Trümpler (0 P.)/Abt (3 P.); Schnarwiler, Pietrasik (7/2), Schürmann (4), Brunett (4), Rüegg, Spieler, Acklin, Wegmann (1), Bachmann (4), Permach Agirre (2), Kesselring (1), Flückiger (3).

Bemerkungen: Verhältnis vergebener Penaltys 1:0. LC Brühl ohne die verletzten Simova, Usik, Mosimann, Lauper und Kaufmann.

 


SPL1: LC Brühl mehr als eine Klasse besser

Bericht: Fritz Bischoff
Foto: Balthasar Dörig

34:18 siegte der LC Brühl im ersten Spiel der Saison in der Nationalliga A der Frauen von Ende August gegen die HSG Aargau Ost. Nun, im ersten Spiel der Rückrunde, wurde der Klassenunterschied zwischen dem 34fachen Rekordmeister und dem Aufsteiger noch deutlicher. Die St.Gallerinnen schickten die Aargauerinnen mit einer 40:15-Packung nach Hause. Nur gerade in der ersten Viertelstunde der Partie vermochte das Gästeteam das Spielgeschehen ausgeglichen zu gestalten. Danach bestimmte die Equipe von Trainer Raphael Kramer das Geschehen immer deutlicher und baute seinen Vorsprung kontinuierlich aus. «Einmal mehr hatten wir leider wieder gewisse Anfangsschwierigkeiten. Doch nachdem wir unsere Handbremse gelöst hatten, kam unser Spiel wunschgemäss in Fahrt», fand die mit einer optimalen Wurfauswertung brillierende siebenfache Torschützin Stéphanie Lüscher. Dass am Ende die Rekordmarke von 40 Toren auf elf verschiedene Spielerinnen verteilt war, spricht für die ausgeglichene Teamleistung. In dieses Kollektivlob sind auch die beiden Torhüterinnen einzuschliessen. Norah Kothen mit 13 abgewehrten Bällen und einem Prozentwert von 69 und Jasmina Kikanovic mit zehn erfolgreichen Abwehraktionen und einem Prozentwert von 53 zeigten sehr gute Aktionen. Trotz aller positiver Fakten gibt es im Hinblick auf die nächste Partie von morgen Samstag in Zürich gegen den verlustpunktlosen Leader GC Amicitia noch Verbesserungspotenzial. «Wir hatten wieder 15 Fehler zu verzeichnen. Diese Quote ist ganz einfach zu hoch. «Wenn wir unsere Fehlerzahl verkleinern können, haben wir im Spitzenspiel in Zürich auch eine Chance auf zwei Punkte», ist Lüscher überzeugt.

LC Brühl – HSG Aargau Ost 40:15 (18:6)
Kreuzbleiche – 180 Zuschauer – Sr.: Spengler/Woschitz.

Strafen: 1x2 Minuten gegen den LC Brühl und 3x2 Minuten gegen Aargau Ost.

LC Brühl: Kothen (13 Paraden)/Kikanovic (10 P.); Kernatsch, Baljak (4/1), Ackermann (3), Altherr (1), Truchot (5/3), Coker (4), Schnider (5), Lüscher (7), Eugster (1), Hess (4), Arpagaus (4), Kerestély (2).

HSG Aargau Ost: Brändle (3 Paraden)/Rechsteiner (5 P.); Scherrer (1), Höchli, Joho, Sschutter (1), Keller (2), Leubin (2), Gerber, Pospisil, Müller (2), Mota Campos, Indermühle (3), Zanger (4/2), Ringle..

Bemerkungen: Verhältnis vergebener Penaltys 0:2. LC Brühl ohne die verletzten Simova, Usik, Mosimann, Lauper und Kaufmann. Kernatsch nach 13 Minuten verletzt ausgeschieden.

 

 B


SPL1: Unterstützung im Rückraum!

Der LC Brühl Handball freut sich, die Verpflichtung von Beatrix Kerestély bekannt zu geben. Die junge Rückraumspielerin wechselt vom Bodensee nach St. Gallen. Kerestély unterschreibt einen Einjahresvertrag mit Option auf eine weitere Saison. Somit reagiert der LC Brühl Handball auf die Verletzungssituation.

Raphael Kramer meint: «Mit Beatrix bekommen wir externe Unterstützung, die sofort bereit war, einzusteigen, alles zu investieren und ihre Komfortzone zu verlassen. Schon im ersten Training hat sie gezeigt, dass sie unser Spiel versteht und sich nahtlos in die Mannschaft integrieren kann. Ihre Unterstützung ermöglicht es jeder Spielerin, sich noch fokussierter auf ihre eigene Aufgabe zu konzentrieren – die Verantwortung und Belastung werden so besser verteilt. Mit ihrer starken Physis und Athletik wird Beatrix in der Abwehr für zusätzliche Stabilität sorgen und im Angriff wichtige Durchbrüche ermöglichen. An dieser Stelle möchte ich auch erwähnen, dass ich der langzeitverletzten Annika Lauper die beste Genesung wünsche und, dass ich mich auf die Comebacks von all den Spielerinnen aus der Reha freue. Wir werden diese Phase auch dank Beatrix gut überstehen und dann mit geballter Kraft angreifen. An dieser Stelle gilt der Berit Sport Clinic ein grosser Dank für ihre professionelle Unterstützung mit all den verletzten Spielerinnen.»

Wir heissen Beatrix herzlich Willkommen und freuen uns auf den baldigen Saisonauftakt.


Stadtwerk Cup 2025: Nicht durchwegs unterlegen, aber trotzdem sieglos

 

Die Handballerinnen des LC Brühl verlieren beim Stadtwerk Cup alle drei Spiele, währenddem Turniersieger Podravka alle drei Partien gewinnt

Text Fritz Bischoff, Fotos Balthasar Dörig

Auch die 39. Auflage des Stadtwerk Cup der Handballerinnen bot attraktiven Sport und hatte in HC Podravka Vegeta seinen verdienten Sieger. Die Kroatinnen wussten mit ihrem zielstrebigen und variantenreichen Spiel zu gefallen. Leistungsmässig nur wenig stand ihnen der Turnierzweite JDA Bourgogne Dijon nach. Er verlor den Direktvergleich 37:39. Die Französinnen prägten ihre Aktionen durch eine athletische Spielweise. Insbesondere im letzten Spiel gegen den LC Brühl fielen sie auch durch eine eher harte Gangart auf. Damit überforderten sie bei ihrem 31:20-Sieg die St.Gallerinnen kräfte- und kadermässig. Für die Gastgeberinnen blieb nach drei Niederlagen der letzte Platz. Das verletzungsbedingte Fehlen von neun Kaderspielerinnen zeigte seine negativen Auswirkungen. Es war nicht nur ein Mangel an sportlicher Potenz, der zu den Niederlagen führte. Weit mehr fehlten den verbliebenen St.Gallerinnen ganz einfach die Kraftreserven, um auf hohem Niveau bestehen zu können. In allen drei Begegnungen gab es Phasen, in denen sie ihren Gegnerinnen ebenbürtig waren. Doch je länger die Spiele jeweils dauerten, desto deutlicher zeichneten sich die Niederlagen ab.

Ein neue Regisseurin

Im Vergleich zur vergangenen Saison mit dem Gewinn des 34. Meistertitels der Brühlerinnen liessen sich beim dreitägigen Turnier verschiedene Kadermutationen einschätzen. Von zentraler Bedeutung ist die Position im mittleren Rückraum. Diese füllte und prägte in den vergangenen vier Jahren Laurentia Wolff. Die Regisseurin und Topskorerin wechselte auf die neue Meisterschaft zum deutschen Bundesligisten VfL Oldenburg. Brühls Trainer Raphael Kramer musste die Position neu besetzen. Schon in der vergangen Saison gewährte er Leonie Arpagaus im Wechsel mit Wolff Einsatzzeiten. Nun ist die 20jährige, die beim LCB alle Nachwuchsstufen durchlaufen hat, zur Stammspielerin geworden. «Ich spüre das Vertrauen des Trainers und meiner Mitspielerinnen. Sie alle nehmen mich so wie ich bin. Ich fühle mich in meiner neuen Rolle wohl», erklärt die Studentin der Pädagogischen Hochschule in Rorschach. Dass Arpagaus in ihrer neuen Aufgabe angekommen ist, zeigten ihre Leistungen auf. Wirblig, schnell, druckvoll, mit Übersicht ausgestattet, unberechenbar und dazu noch torgefährlich agierte die nur 163 cm grosse Rechtshänderin. Dass sie als Nachfolgerin von Wolff in grosse Fussstapfen treten musste, belastet sie nicht. «Ich konnte in meine Position hinter meiner Vorgängerin hineinwachsen. Wir hatten miteinander einen sehr guten Austausch. Jetzt gebe ich einfach mein Bestes und spiele das, was ich kann. Da nehme ich bei meinen Durchbrüchen auch in Kauf, dass es ab und zu schmerzhaft ist.» Mit ihren insgesamt 14 Turniertoren hat sie aber auch aufzeigen können, dass auch Wurfvarianten aus der Distanz, wie etwa Kernwürfe, zu ihrem Repertoire zählen.

Neue Torhüterinnen mit schwankenden Leistungen

Über beachtliche Möglichkeiten beim Abschluss verfügt auch schon Clairebel Coker. Die 20jährige Rückraumspielerin leistete offensiv wie defensiv ein Mammutpensum und war bei der Personalnot in ihrem jungen Team ein unverzichtbarer Faktor, nicht nur wegen ihrer insgesamt 14 Treffer. Im Defensivbereich interessierten bei ihrem ersten Einsatz besonders die Leistungen der neuen Torhüterinnen. Ihnen kommt die schwierige Aufgabe zu, die Lücke nach den Rücktritten von Manuela Brütsch und Sladana Dokovic zu füllen. «Diese Lücke ist tatsächlich gross. Ich bin mit den Leistungen unserer jungen und lernwilligen Torhüterinnen zufrieden. Es war für sie nicht einfach ins Spiel zu finden», meinet Torhütertrainer Goran Aleksic zu den Leistungen von Norah Kotten, Denise Kaufmann und Jasmina Kikanovic. Er weiss aber auch, dass noch viel Arbeit auf ihn wartet. Trotz der drei Turnierniederlagen sah auch Trainer Raphael Kramer – abgesehen von der langen Verletztenliste – positive Aspekte. «Wir hatten unbestritten fehlerhafte Phasen. Was mir besonders gefallen hat, war die Mentalität und der Kampfeswille unseres Teams. Jetzt ist Erholung mit einer trainingsfreien Woche angesagt.»

 

Rangliste Stadtwerk Cup

Resultate

JDA Bourgogne Dijon Handball (FRA) – Frisch Auf Göppingen (GER) 38:28
HC Podravka Vegeta (CRO) – LC Brühl Handball (SUI) 33:27
LC Brühl Handball – Göppingen 25:32
Dijon – Podravka 37:39
Göppingen – Podravka 26:28
LC Brühl Handball – Dijon 20:31

Rangliste

  1. Podravka 3/6
  2. Dijon 3/4
  3. Göppingen 3/2
  4. LC Brühl 3/0

 


Starke Leistungen unserer Nachwuchstalente auf internationaler Bühne!

Unsere Spielerinnen und Coaches waren kürzlich bei mehreren grossen internationalen Turnieren im Einsatz – mit tollen Erfolgen und viel Herzblut.

Bei der U19-Europameisterschaft der Frauen erreichte unserer letztjährige Topscorerin Lorena Baljak als Captain des österreichischen Nationalteams einen beeindruckenden 4. Platz – ein starkes Zeichen für ihr Können und ihre Führungsqualitäten!

Lorena: „Für mich war die EM unbeschreiblich schön. Der Team Spirit in dieser Mannschaft war einfach unglaublich – wir sind zusammengewachsen, gewachsen und über uns hinausgewachsen. Ich bin unglaublich stolz auf diese Mannschaft und was wir alles geleistet haben. Besonders freue ich mich auf die WM 2026 für die wir uns jetzt qualifiziert haben. Bin unglaublich dankbar teil dieses Teams zu sein.“

Gleichzeitig spielte Mira Lichtensteiger die Schweizer Nationalmannschaft, bei welcher Goran Aleksic Torwarttrainer ist. Sie erreichten den starken 18. Rang.

Zeitgleich waren unsere Nachwuchstalente beim European Youth Olympic Festival (EYOF) in Skopje am Start: Sophia Rhyner, Lauryn Mierzwa und Cristina Hofstetter vertraten die Schweiz mit grossem Einsatz – mit Manuela Brütsch im Trainerteam. Direkt im Anschluss geht es für sie weiter zur U17-Europameisterschaft, wo sie erneut alles geben!

Auch international vertreten: Mira Rigatti spielt für Italien bei der U17-EM in Podgorica! Wir wünschen allen Spielerinnen viel Erfolg und sind STOLZ auf euch!


LC Brühl Handball

Adresse  LC Brühl Handball | 9000 St. Gallen
Geschäftsstelle  Andrea Albrecht | info@lcbruehl.ch | T +41 71 280 11 30

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