Für den Titelverteidiger im Handball der Nationalliga A der Frauen beginnt der Playoff-Halbfinal gegen Yellow Winterthur
Blicken die Handballerinnen des LC Brühl auf die bisherige Saison 2025/2026 zurück, kommen unterschiedliche Gefühle auf. Ein konstantes Leistungsniveau wurde kaum einmal erreicht. Weit mehr war es ein Auf und Ab. Das konnte seinen Grund in den nicht optimalen Einstellungen zu einem Spiel haben, aber auch an der Liste der nicht einsatzfähigen verletzten Spielerinnen. Vor den nun anstehenden Playoff-Halbfinal-Spielen (die erste Partie am Samstag um 17.30 Uhr in der Sporthalle Kreuzbleiche) gegen Yellow Winterthur gibt ob dem möglichen Kader viele Fragezeichen. In der letzten Finalrundenpartie waren fünf Spielerinnen nicht einsatzfähig. «Wir werden erst kurzfristig entscheiden können, welche Spielerinnen auf dem Matchblatt stehen werden», sagt Trainer Raphael Kramer.
Ein steiniger Weg steht bevor
Die missratene Playoff-Hauptprobe am vergangenen Samstag mit der 23:28-Niederlage bei den Spono Eagles war ernüchternd und ein Warnsignal für die entscheidende Meisterschaftsphase. In der Best-of-3-Serie des Halbfinals gegen die Winterthurerinnen wollen die St.Gallerinnen den Finaleinzug Tatsache werden lassen. Von den bisherigen vier Saisonvergleichen entschied jede Equipe deren zwei für sich. Das Ziel der Titelverteidigung und den damit verbundenen 35. Meistertitel umschreibt Kramer bildlich. «Auf den Berg führt keine Autobahn. Es erwartet uns ein steiniger Weg.» Einen Vorgeschmack dieses steinigen Weges hat der LC Brühl schon in der Schlussphase der Finalrunde vorgesetzt bekommen. Bis zum Schluss haben sich der LCB und Yellow um den zweiten Platz und damit das Heimrecht für den Halbfinal gestritten. Dass dieses am Ende dem Rekordmeister zufiel, war auch darin begründet, dass die Zürcherinnen in der Finalrunde gesamthaft nicht mehr so stark aufspielten, wie sie dies noch in der Hauptrunde getan hatten. Deshalb sind die Brühlerinnen leicht zu favorisieren. Eine wichtige Bedingung zum Erfolg wird sein, dass sie ihre Stärke abrufen können, in wichtigen Partien top zu sein. Schwächen im Angriffsspiel und eine zu hohe Fehlerquote wie zuletzt gegen die Spono Eagles müssen verhindert werden.
Der zweite Playoff-Halbfinal ist das Aufeinandertreffen des Finalrundensiegers GC Amicitia mit dem Vierten LK Zug. In diesem Vergleich sind die Zürcher Cupsiegerinnen trotz ihres kleinen Kaders die erklärten Favoritinnen.
Bericht: Fritz Bischoff, St.Galler Tagblatt
Bilder: Balthasar Dörig, Deuring Photography
LC Brühl – Yellow Winterthur
Sporthalle Kreuzbleiche, St.Gallen – Sr.: Albert Gallardo Héctor, Albert Gallardo Oscar.
