Nach dem am vergangenen Sonntag in Winterthur mit 25:26 verlorenen Cupfinal gegen GC Amicitia Zürich folgen für den LC Brühl in der Meisterschaft die nächsten zwei Bewährungsproben. Innerhalb von nur 48 Stunden stehen die St.Gallerinnen den beiden Teams an der Spitze der Nationalliga A gegenüber. Am Freitag (Spielbeginn 19.30 Uhr) empfangen sie in der Sporthalle Kreuzbleiche den Ranglistenzweiten Yellow Winterthur. Die Zürcherinnen haben auf die Brühlerinnen nur zwei Punkte Vorsprung. Bei einer Niederlage müssten sie Platz zwei an ihren Gegner abgeben. Am Sonntag (17.00 Uhr) steht für den Rekordmeister das Auswärtsspiel gegen den Tabellenleader GC Amicitia an. Damit kommt es nur eine Woche nach dem Cupfinal zur grossen Revanche. Die Zürcherinnen haben aktuell vier Punkte mehr auf ihrem Konto als die St. Gallerinnen. In der Partie geht es somit weit mehr um Prestige, denn um Ranglistenpositionen im Hinblick auf die Playoff.
Clairebel Coker bis 2027 beim LCB
Weiter als bis zu den Anfang Mai beginnenden Playoff geht die Kaderplanung beim LC Brühl. Mit Clairebel Coker konnte der in diesem Jahr auslaufende Vertrag bis 2027 verlängert werden. Die 20jährige hat ihre Ausbildung in der Handball-Akademie in Cham im Kanton Zug absolviert. Die 180 cm grosse Rückraumspielerin hat sich in den vergangenen zwei Jahren zu einer Schlüsselspielerin entwickelt. Zum einen überzeugt sie mit ihrer Defensivarbeit und zum andern ist sie dank ihrer Grösse in der Offensive für viel Druck aus der Distanz zuständig. Ihre Vertragsverlängerung zeigt auch den längerfristigen Weg mit einer allenfalls späteren Verpflichtung durch einen ausländischen Verein auf. «Ich kann mich beim LCB zu einer kompletten Spielerin weiterentwickeln, um dann den nächsten Schritt zu machen. Das Umfeld und die Bedingungen passen für mich aktuell perfekt. Ich fühle mich in unserem Team extrem wohl.» Glücklich ob der Vertragsverlängerung von Coker zeigt sich auch Trainer Raphael Kramer. «Mit Clairebel haben wir eine, wenn nicht die vielversprechendste junge Schweizer Nationalspielerin in den eigenen Reihen. Das freut mich sehr.»
Bericht: Fritz Bischoff, St.Galler Tagblatt
Foto: Balthasar Dörig
