SPL1: LC Brühl zittert sich zum zweiten Saisonsieg

Bericht: Fritz Bischoff, St.Galler Tagblatt
Foto: Balz Dörig

Die St.Galler NLA-Handballerinnen gewinnen trotz langer Verletztenliste auswärts gegen den LK Zug 23:22

Einmal mehr war die Partie in der Nationalliga A der Handballerinnen zwischen dem LK Zug und dem LC Brühl eine enge und spannende Auseinandersetzung. Erst als Ewa Pietrasik in der letzten Sekunde der Partie den Ball für die Zentralschweizerinnen mit ihrem 14. Abschluss nicht im Tor der St.Gallerinnen unterbringen konnte, stand mit dem 23:22 der zweite Saisonsieg der Brühlerinnen fest. Zuvor hatte die Schwester des ehemaligen St.Otmar Spielers Ariel Pietrasik mit ihren sieben Treffern zum wiederholten Male gezeigt, wie wichtig sie für ihr Team ist. Doch zum Punktgewinn verhalfen die Fähigkeiten der 23jährigen Polin ihrem Team nicht. Mit ein Grund dafür war, dass der 34fache Meister mit Malin Altherr und Ursina Schnider zwei Spielerinnen in seinem Team hatte, die es auf sieben Tore gebracht hatten. Die Treffsicherheit der beiden Akteurinnen war auch notwendig, um sich im dritten Spiel den dritten und vierten Saisonpunkt gutschreiben lassen zu können.

Erste Führung nach 32 Minuten

Der Auftakt in die Partie fiel im Sinne der Zugerinnen aus. Schnell führten sie 3:0. Erst nach sieben Minuten gelang dem LC Brühl durch Malin Altherr der erste Treffer aus dem Spiel heraus. Nach einer Viertelstunde erzielte Lorena Baljak mittels Penalty den Anschlusstreffer zum 8:9. Es dauerte jedoch bis kurz nach der Pause (14:13), ehe dem Gästeteam der erstmalige Führungstreffer glückte. In der Folge konnte der Vorsprung auf drei Treffer erhöht werden. Doch die Vorentscheidung zu Gunsten des LCB war dies nicht, denn fünf Minuten vor Spielende glich Zug beim 21:21 wieder aus, um wenig später mit dem 22:21 erstmals nach 37 Minuten wieder die Führung zu übernehmen. Die Tore von Clairebel Coker in der 57. und Ursina Schnider in der 59. Minute waren schliesslich die Schlüsselmomente zum erzitterten 23:22-Auswärtssieg.

Zu wenig Chancen für mehr Tore

Die zwei Punkte waren am Ende das Beste für eine Leistung, die als Ganzes nicht befriedigen konnte. Dies sah auch Trainer Raphael Kramer so. «Mit nur 27 Würfen auf das gegnerische Tor können wir nicht zufrieden sein. Wir erspielten uns zu wenig gute Abschlussmöglichkeiten. Wegen der verletzten Spielerinnen fehlt uns im Rückraum die Breite. So sind wir für unsere Gegner berechenbar geworden.» Damit deutete er aber auch an, dass sein Team zu weit besseren Leistungen als jener gegen Zug fähig ist und trotzdem am Samstag in der Zentralschweiz nicht alles schlecht war. So überzeugten etwa die kämpferische Einstellung der Equipe oder die Leistung von Torhüterin Norah Kothen mit 14 Paraden. Schliesslich zeigt auch die Statistik auf, dass Partien zwischen den Zugerinnen und den St.Gallerinnen meist eine umstrittene Sache sind. In den total 82 Vergleichen erzielte der LKZ 2384 Tore und der LCB 2335.

Telegramm
Handball Frauen

LK Zug – LC Brühl 22:23 (1:13)
Sporthalle Zug – 230 Zuschauer – Sr.: Abalo/Maurer
Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen den LK Zug und 3-mal 2 Minuten gegen den LC Brühl.
LK Zug: Giaimbo (1 Parade)/Abt (3 P.);Schnarwiler (2), Pietrasik (7/3), Tschamper (1), Schürmann (2), Steinmann (3), Rüegg (3), Spieler, Acklin, Bachmann, Permach, Kesselring (4), Flückiger.
LC Brühl: Kothen (14 Paraden), Kikanovic (0 P.); Schneider, Baljak (4/3), Ackermann (1), Altherr (7/1), Truchot, Coker (2), Schnider (7), Lüscher, Eugster (1), Hess (1), Kerestély.
Bemerkungen: Verhältnis vergebener Penaltys 0:0. LC Brühl ohne die verletzten Mosimann, Kernatsch, Usik, Simova, Lauper, Arpagaus und Kaufmann.

LC Brühl Handball

Adresse  LC Brühl Handball | 9000 St. Gallen
Geschäftsstelle  Andrea Albrecht | info@lcbruehl.ch | T +41 71 280 11 30

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