Bericht: Fritz Bischoff, St.Galler Tagblatt
Bild: Beata Antal, Teamfotografin LC Brühl Handball
Die St.Galler NLA-Handballerinnen verlieren ihr erstes Heimspiel der neuen Saison mit 25:26 gegen GC Amicitia Zürich.
Im Playoff-Halbfinal der vergangenen Meisterschaft gewann der LC Brühl auf dem Weg zu seinem 34. Meistertitel gegen GC Amicitia 30:21 und 22:21. Er qualifizierte sich so für den Final gegen die Spono Eagles. Mit dem knappen 26:25 in der zweiten Runde der neuen Saison ist den Zürcherinnen die Revanche geglückt. Aussagekräftig war die Partie jedoch nicht. Beide Teams traten mit Rumpfkadern an. Nur 11 Spielerinnen standen bei den Zürcherinnen auf der Teamliste, deren 12 waren es verletzungsbedingt bei den St.Gallerinnen. So entwickelte sich über weite Strecken des Spiels ein ausgeglichenes Geschehen. Nachdem GC Amicitia in den Anfangsminuten die Führung übernommen hatte, behauptete diese vom 4:3 bis zum 7:6 das Heimteam. Bis zur Pause (12:13) lagen die leichten Vorteile wieder bei den Gästen.
Fünf Tore Rückstand ausgeglichen
Zu Beginn der 2. Halbzeit nutzten die Zürcherinnen unter der Regie von Kerstin Kündig die Schwächen und Fehler des Titelverteidigers aus und bauten ihren Vorsprung zum 17:12 aus. Doch die Gastgeberinnen bewiesen Moral und verkürzten bis zur 47. Minute auf 19:20. Wohl gelang es nicht, die Führung zu übernehmen, doch wuchs der Rückstand auch nicht auf mehr als drei Tore an. So stand es vier Minuten vor Spielende 24:24. GC Amicitia legte nochmals zwei Treffer vor, die der LC Brühl aber nicht mehr egalisieren konnte. «Es war sicherlich positiv, dass wir uns zurückgekämpft haben. Nicht zu akzeptieren sind jedoch die Fehler, die uns die Rückstände eingebracht haben. Wir hatten einen Plan für das Spiel. Mit ärgerlichen Fehlern haben wir diesen aber nicht verfolgt», kritisierte Captain Mirjam Ackermann. Auch ihr Trainer Raphael Kramer zeigte sich nicht zufrieden. «Es waren zum Teil spielerische Undiszipliniertheiten, die uns Probleme bereiteten. Defensiv fiel unsere Leistung nicht so schlecht aus, doch offensiv kann ich nicht zufrieden sein.» Mildernd zu diesem Urteil muss angeführt werden, dass nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Leonie Arpagaus keine Spielmacherin mehr zur Verfügung stand. Ursina Schnider musste nach nur zwei Trainings die Lücke füllen.
Telegramm
Handball Frauen
LC Brühl – GC Amictia Zürich 25:26 (12:13)
Kreuzbleiche – 400 Zuschauer – Sr.: Nasseri-Rad/Rottmeier.
Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen den LC Brühl und 3-mal 2 Minuten gegen GC Amicitia.
LC Brühl: Kothen (8 Paraden), Kikanovic (0 P.); Baljak (5/2), Ackermann, Altherr (6/2), Truchot, Coker (4), Schnider (6), Lüscher (1), Eugster (3), Hess, Kerestély.
GC Amicitia Zürich: Krüger (7 Paraden); Aellen (2), Schiess, Rusert (5), Kündig (12/6), Schmid, Leupi (1), D Ambrosio, Erni (1), Schäfer (3) Schläpfer (2).
Bemerkungen: Verhältnis vergebener Penaltys 1:1. LC Brühl ohne die verletzten Mosimann, Kernatsch, Usik, Simova, Lauper, Arpagaus und Kaufmann.
