St.Galler Titelverteidigerinnen im Frauenhandball wollen im Playoff-Final gegen GC Amicitia den ersten Sieg.
Bericht: Fritz Bischoff, St.Galler Tagblatt
Bild: Benjamin Faes Photography
Zum vierten Mal in Folge stehen die Nationalliga A-Handballerinnen des LC Brühl im Playoff-Final. Das erste Spiel der Best-of-Five-Serie haben sie am Samstag in Zürich gegen GC Amicitia 26:27 verloren. Für den Titelverteidiger ist in diesem Jahr in der finalen Phase im Gegensatz zu den vergangenen vier Jahren etwas anders. Der Rekordmeister hat die Finalrunde nicht auf dem ersten Platz abgeschlossen. Nach 24 Runden hatte er als Tabellenzweiter neun Punkte Rückstand auf die Zürcherinnen. In den Halbfinals hatten beide Teams Heimrecht und setzten sich in zwei Partien (GC Amicitia gegen den LK Zug und der LC Brühl gegen Yellow Winterthur) durch. Da für die Finalserie die Rangierung der Finalrunde über das Heimrecht entscheidet, war der Auftakt zu den möglichen fünf Partien nicht in der St.Galler Sporthalle Kreuzbleiche, sondern in der Zürcher Saalsporthalle. Ob dies nun für den 34fachen Meister ein Nachteil war, ist kaum zu beurteilen. Die Statistik der vergangenen drei Jahr mit zehn Partien in Zürich zeigt bei fünf Siegen der Gastgeberinnen, vier Siegen des Gästeteams und einem Unentschieden ein ausgeglichenes Bild.
Brühl unter Zugzwang
Von den letzten zehn Direktvergleichen in St.Gallen entschied der LC Brühl bei drei Niederlagen und einem Unentschieden deren sechs zu seinen Gunsten. Wohl nicht nur wegen dieser Werte fordert LCB-Trainer Raphael Kramer am Mittwochabend ab 19.15 Uhr von seinen Spielerinnen einen Sieg. «Wir müssen die Serie auf 1:1 stellen», hält er fest. Sein Team steht unter Zugzwang. Eine zweite Niederlage und das 0:2 in der Serie würde zur wohl übermächtigen Hypothek. Die Brühlerinnen haben im ersten Spiel gezeigt, dass sie mit dem Cupsieger auf Augenhöhe sind. Kramer will in der Offensive mehr Risikobereitschaft. Da verletzungsbedingt mit Katarina Simova und Clairebel Coker die beiden grossgewachsenen Rückraumspielerinnen nicht für die Tore aus der zweiten Linie sorgen können, wird der Druck auf die gegnerischen Schnittstellen der Defensive entscheidend sein.
LC Brühl – GC Amicitia Zürich
20.05.2026, 19.15 Uhr, Sporthalle Kreuzbleiche – Sr.: Albert Gallardo Héctor/Albert Gallardo Oscar.
