Der LC Brühl steht wieder im Playoff-Final

Die St.Galler Nationalliga A-Handballerinnen gewinnen mit dem 28:24-Auswärtssieg gegen Yellow Winterthur auch den zweiten Halbfinal

Bericht: Fritz Bischoff
Foto: Martin Deuring, deuring photography

Es war nicht mehr die überzeugende und dominierende Leistung wie beim 37:24-Sieg im ersten Playoff-Halbfinal gegen Yellow Winterthur, die der LC Brühl im zweiten Spiel der Best-of 3-Serie beim 28:24-Auswärtssieg zeigte. Aber es war eine solide Leistung, die den Finaleinzug verdient. Zum vierten Mal in Folge steht damit der 34-fache Rekordmeister im Playoff-Final. In diesem trifft er auf GC Amicitia. Die Zürcherinnen haben sich ebenfalls in zwei Spielen gegen den LK Zug durchgesetzt. Damit kommt es nicht nur zur Revanche für den diesjährigen Cupfinal mit der 25:26-Niederlage der St.Gallerinnen, sondern auch zur Wiederholung des denkwürdigen Playoff-Finals vor zwei Jahren. Damals siegten die Brühlerinnen in der mit 2250 Zuschauern gefüllten Sporthalle Kreuzbleiche in der fünften Finalpartie dank einem Treffer von Inga Gutkowska 42 Sekunden vor dem Ende der Verlängerung mit 31:30 und gewannen ihren 33. Titel. Vor einem Jahr sicherte sich das Team von Trainer Raphael Kramer seinen 34. Titel mit drei Playoff-Finalsiegen gegen die Spono Eagles. Nun wird der 35.Titel anvisiert. Der Finalstart ist am Samstag, 16. Mai 2026 in Zürich.

Nach Leistungstief wieder aufgefangen

Damit haben die Brühlerinnen nun eine Woche Zeit, um sich auf den Saisonhöhepunkt einzustellen. Bis dann werden sie auch noch Lehren aus dem zweiten Halbfinal gegen Yellow ziehen können. Eine davon ist, dass für einen sicheren und überzeugenden Sieg eine konzentrierte Leistung während 60 Minuten unabdingbar ist. Gegen Yellow war dies nicht der Fall. Nach einer guten Startviertelstunde mit einer 10:6-Führung häuften sich die Fehler, und die Abschlussqualität liess Wünsche offen. Die Winterthurerinnen glichen beim 14:14 aus und übernahmen beim 16:15 gar erstmals die Führung. «Da fehlte es uns unvermittelt an der geforderten Konzentration. Das darf nicht sein. Da gilt es im Hinblick auf den Final Konsequenzen zu ziehen,» sagte die vierfache Torschützin Dimitra Hess. Erste Konsequenzen liessen die St.Gallerinnen schon nach der Pause in Winterthur erkennen. Da präsentierte sich das Gastteam wieder auf der Höhe der Anforderungen. Aus einer kompakten Deckung war auch die Offensive wieder zielstrebiger. Beim Fünftorvorsprung (23:18) Mitte der zweiten Halbzeit war die Vorentscheidung gefallen. Die Zürcherinnen waren zu keiner Reaktion mehr fähig.

Yellow Winterthur – LC Brühl 24:28 (16:16)
AXA Arena – 700 Zuschauer – Sr.: Abalo/Maurer.

Strafen: Gegen beide Teams je 4-mal 2 Minuten.

Yellow Winterthur: Stüdemann von Ehrenstein (1 Paraden)/Chappuis (7 P.); Vasic (7), Dvorak (2), Skoricova, Oliveira de Almeida (3), Barancova (1), Heer, Osterwalder, Drent (4/3), Mössner, Dübendorfer, Mustafa (1), Abramowicz (6).

LC Brühl: Kothen (9 Paraden)/Dokovic (1 P.)/Schäfer (nicht eingesetzt); Kernatsch (6), Baljak (4), Ackermann (2), Altherr (9/2), Truchot, Coker, Schnider, Mosimann, Lüscher (2), Eugster, Usik, Hess (4), Arpagaus (1).

Bemerkungen: Verhältnis vergebener Penaltys 0:1. LC Brühl ohne die verletzten Lauper, Simova, Kikanovic und Kaufmann.

LC Brühl Handball

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