
FU18E: CUPSIEGERINNEN! Erster Titel für den LCB-Nachwuchs 24/25!
Die Nachwuchsabteilung des LC Brühl Handball feiert den ersten Titel der Saison: Die FU18E hat sich in einem mitreissenden und hochspannenden Cupfinal gegen den LK Zug mit 28:26 durchgesetzt. Vor rund 400 Zuschauerinnen und Zuschauern in der Mobiliar Arena bei Gümligen kam es zu einem wahren Handballkrimi, in dem sich die St. Gallerinnen letztlich als das nervenstärkere Team erwiesen.
Schon zu Beginn war beiden Teams die Nervosität anzumerken. Es dauerte bis zur zweiten Spielminute, ehe Mira Lichtensteiger per Siebenmeter das Skore eröffnete. Beide Teams verteidigten zunächst sehr offensiv, was zu einem offenen Schlagabtausch führte. In den ersten zehn Minuten fielen bereits 14 Treffer – nach einem torreichen Beginn stand es 7:7. Besonders Mira Lichtensteiger prägte das Angriffsspiel des LCB: Sie war an fünf der ersten zehn Abschlüsse direkt beteiligt und lenkte das Offensivspiel der Ostschweizerinnen.
Taktikfuchs mit passendem Wechsel
Nach einer Viertelstunde reagierte Brühl-Trainer Lars Pataky mit einer Auszeit, um die Defensive zu stabilisieren. Mit seinen grün bemalten Fingernägeln, passend zu denjenigen seiner Spielerinnen, veränderte er das Abwehrsystem. Die taktische Umstellung zeigte Wirkung: Mit defensiverer Verteidigung und einem konzentrierten Angriffsspiel erarbeitete sich der LC Brühl Handball einen 8:4-Lauf und setzte sich erstmals mit zwei Toren ab. Zwei Zeitstrafen gegen Zug erleichterten diese Phase für die St. Gallerinnen. Doch in der 20. Spielminute folgte ein Rückschlag: Offensivregisseurin Mira Lichtensteiger blieb nach einem harten Foul liegen und musste verletzt vom Feld. Die Saniträter eilten herbei, noch war unklar, ob sie zurückkehren würde.
Zug nutzte die Verunsicherung des LCB aus. Trotz Unterzahl kämpften sich die Innerschweizerinnen zurück, erzwangen eine Strafe gegen Brühl und gingen kurz vor der Pause sogar in Führung. Doch mit der Schlusssirene der ersten Halbzeit war es ausgerechnet die zuvor verletzte Mira Lichtensteiger, die per Siebenmeter zum 17:17-Pausenstand ausglich.
Lange Phasen ohne Tor in Halbzeit zwei
Nach dem Pausentee erwischte der LK Zug den besseren Start und setzte sich mit 18:20 ab. Doch dann kam Cristina Hofstetter ins Spiel, die nach einer längeren Verletzungspause ihr Comeback feierte. In der Defensive gewann sie fast jedes Eins-gegen-Eins, im Angriff verwertete sie ihre Chancen eiskalt. Zwei weitere Strafminuten gegen Zug ermöglichte dem LC Brühl den erneuten Ausgleich zum 22:22.
Was folgte, war eine hektische Phase. Ganze fünf Minuten wurde kein einziger Treffer erzielt: Beide Teams scheiterten mehrfach am gegnerischen Tor oder am Aluminium, Elina Lichtensteiger brillierte im Brühler Tor mit mehreren wichtigen Paraden. Diese Sicherheit im eigenen Rücken wissend, half dem Team, sich durch Tore von Jamie und Cristina erneut mit zwei Treffern abzusetzen. Doch eine ungeschickte Zeitstrafe gegen Alejna stellte das Team erneut auf die Probe. In Unterzahl fand Brühl keine Lösung gegen die Zuger Abwehr, passives Spiel war angezeigt. Lars Pataky nahm sein letztes Timeout und versuchte, ein Tor in Unterzahl zu erzwingen, doch der Angriff endete im Fangnetz der Zentralschweizerinnen.
Die Spannung stieg weiter. Erneut vergingen sechs Minuten ohne Treffer, bis der LK Zug mit dem 25:24 den Anschluss schaffte. Alyssa stellte den Zwei-Tore-Vorsprung zwar wieder her, doch ein weiteres Timeout des Zuger Trainers zeigte Wirkung: Per Siebenmeter verkürzte Zug erneut. In den letzten drei Minuten avancierte Cristina Hofstetter zur Matchwinnerin: Mit zwei Toren, und damit einer makellosen Bilanz von 5 Treffern aus 5 Versuchen, besiegelte sie den ersten Titelgewinn des LCB-Nachwuchs in dieser Saison. Der LK Zug hatte nichts mehr entgegenzusetzen – der 28:26-Sieg war perfekt!
Verdiente Cupsiegerinnen
Der LC Brühl Handball und das Team von Lars Pataky dürfen sich verdientermassen Cupsiegerinnen nennen. In einem nervenaufreibenden Spiel mit ständig wechselnden Führungen bewies das Team mentale Stärke und einen unermüdlichen Siegeswillen. Die Nervosität zu Beginn war spürbar, doch das Team blieb ruhig und kämpfte sich immer wieder zurück. Am Ende war es eine geschlossene Teamleistung, die diesen Triumph ermöglichte – Mira Lichtensteiger wurde zur Best Playerin auf Seiten der St. Gallerinnen gekürt.
Der LC Brühl Handball ist unendlich stolz auf das Team der FU18E, das mit diesem Erfolg ein Ausrufezeichen für den Nachwuchsbereich gesetzt hat. Herzliche Gratulation an das gesamte Team!
Bild: Marco Ellenberger
